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Chapter 15
What's next?
Der Trank
„Hockt hier nicht untätig herum! Es gibt viel zu tun.“
Wütend scheuchte die Matrone ihre Gehilfinnen auf. Ängstlich schaute Sascha die korpulente Orkin von der Seite an. Was hatte sie mit ihm vor?
„Zieh dich aus!“, herrschte sie ihn an.
„Äh, wie? Nein!“
Auf keinen Fall würde er vor Fremden seine Kleider ablegen, schon gar nicht vor Wilden. Da könnte sie lange warten.
„Mädels, kümmert euch drum.“
Die Chefin hatte es nicht nötig, sich selbst mit ihm herumzuärgern. Stattdessen kamen ihre sechs Helferinnen auf den unwilligen Menschen zu. Ihre fröhlichen Mienen und die spöttischen Bemerkungen, die zwischen ihnen hin und her flogen, zeigten, wie sehr sie sich auf die Aufgabe freuten.
Der Gefangene wich ängstlich zurück, bis er mit dem Rücken an ein Regal stieß, das bedrohlich klapperte. Erschrocken drehte er sich um, die Hände schützend über den Kopf erhoben. Die sechs nutzen die Gelegenheit, dass er abgelenkt war. In wenigen Schritten waren sie an ihm dran. Eine packte seine Arme. Eine zweite krallte sich in seine Haare und bog seinen Kopf nach hinten. Andere rissen kichernd an seinem Hemd und zerrten an seiner Hose. Seine weiße, schmale Brust kam zum Vorschein. Das Auftauchen seines plumpen Hinterteils provozierte mehr Gelächter. Er versuchte, sich zu wehren, aber gegen die Überzahl konnte er nichts ausrichten und im Nu war er komplett ausgezogen.
Normalerweise hätte er vielleicht nichts dagegen gehabt, wenn ihm eine Horde halbnackter junger Frauen an die Wäsche gegangen wäre. Aber die Umstände waren nicht gerade ideal. Und grün müssten sie auch nicht unbedingt sein.
So achtlos, wie sie mit den Kleidungsstücken umgegangen waren, lagen diese in Fetzen um ihn verstreut und waren zu nichts mehr zu gebrauchen. Schlimmer noch waren die höhnischen Kommentare über seine helle Haut, seine hagere Gestalt und seine wenig entwickelten Muskeln. Sascha lief rot an. Eine peinlichere Situation konnte er sich kaum vorstellen.
Wie ein Stück Vieh führten sie ihn der Meisterin vor. Diese musterte ihn von Kopf bis Fuß. Besonders lange blieben ihre Augen auf seinen Lenden gerichtet, wo sein schlaffer Schwanz kraftlos herabhing. Ihr missbilligender Gesichtsausdruck spiegelte ihre Unzufriedenheit wider.
„Nun gut, dann muss das eben genügen“, schnaufte sie miesepetrig, "wenn man nur einmal besseres Material bekommen könnte."
Schamlos fasste sie sein bestes Stück mit einer fetten Pranke, zog daran und quetschte dann prüfend seine Hoden.
„Oohuwuu“, heulte er.
Fatalistisch schloss Sascha die Augen. Nun würde sie ihn kastrieren und seine Eier in ihrem Hexengebräu verrühren. Jederzeit erwartete er die Berührung der scharfen Klinge, den schmerzhaften Schnitt. Mit etwas Glück würde er daran verbluten, anstatt als halber Mann weiterleben zu müssen. Er bedauerte nur, seinen Pimmel niemals für seinen eigentlichen Zweck benutzt zu haben.
„Trink!“
Überrascht öffnete er erst ein Auge, dann das zweite. Blinzelnd erkannte er einen tönernen Becher, der ihm vor die Nase gehalten wurde. An dessen Seite trieften Reste einer grünbraunen Flüssigkeit herunter, die aus dem Kessel geschöpft worden war. Angewidert drehte er den Kopf zur Seite. Wollten sie ihn vergiften?
„Bäh.“
Kräftige Finger packten sein Kinn und zwangen den Kiefer auf. Das Gefäß wurde an seine Lippen gesetzt und gekippt. Die Brühe floss in seinen Mund. Gezwungenermaßen musste er schlucken, wenn er nicht ersticken wollte. Es schmeckte salzig, ein wenig scharf und erdig. Erst nachdem der größte Teil seine Kehle hinabgewandert war, wurde der Becher abgesetzt. Wärme breitete sich in seinem Bauch aus.
Na, so schlimm war es doch gar nicht gewesen.
Dann musste er zusehen, wie die Alte den Kelch selbst ansetzte und bis zur Neige austrank. Entsetzt zählte er eins und eins zusammen.
Liebestrank.
Er.
Sie.
Nein!
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In der Gefangenschaft der Orks
Verschleppt und gedemütigt.
Irina und Sascha werden bei einem Stelldichein von plündernden Orks überrascht und verschleppt. Die beiden jungen Leute wissen nicht, was auf sie zukommt.
Updated on Mar 10, 2024
Created on Feb 14, 2024
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