More fun
Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 15 by Mercadus Mercadus

What's next?

Der Schlund

Michelle sitzt auf dem Boden ihres Badezimmers, das Licht grell und ungnädig, als würde Gott persönlich ihr bei der Selbstentblößung zuschauen. Das Ding liegt vor ihr auf dem Boden. Ein Brocken aus Silikon, so unnatürlich groß, dass sie sich fragt, wie man so etwas nur ausgedenken konnte. Ihre Hände zittern, als sie es anfasst. Schwer. Lebendig schwer. Nie hätte sie sich getraut das zu kaufen. Thomas? sein Blick dabei.

Sie redet sich ein, das sei alles harmlos. Ein Spielzeug. Eine Entdeckung. Aber das Badezimmer verwandelt sich mehr und mehr in eine Versuchsanordnung. Eine sterile Bühne für ein groteskes Experiment. Und sie ist der Rhesusaffe, der zu neugierig war.

Die Fantasien kommen schneller als die Zweifel. Krügers dickes Rohr in der Cordhose, seine Stimme in ihrem Ohr, ölig, schmutzig, schamlos. Ihre Gedanken wirbeln: Geilheit. Ekel. Macht. Alte Männer, die Schwänze haben genau so groß. Fette blaue Venen am Schaft, die Eichel breit. Männer die damit prahlen und vor ihr stehen und sich anfassen. Das Ding, das auf den Fliesen liegt, wird zum Symbol. Für das Dreckige, das Verborgene, das, was sie mit Thomas nie laut aussprechen konnte.

Sie steigt breitbeinig über den dicken Prügel, senkt ihr Becken und schiebt ihn ein. Nur ein kleines Stück, sie hält die Luft an, hebt sich um gleich nocheinmal zu versuchen, tiefer. hebt senkt hebt, immer mehr. Jedesmal mehr von dem Hautöl darauf. Muss Gleitgel kaufen, Einkaufsliste. Drückt erneut. Langsam. Vorsichtig. Dann passiert es.

*Ein Saugen. Ein Ruck.*

Als würde die Schwerkraft plötzlich lokal versagen. Als hätte das Ding eine Seele. Eine hungernde. Michelle keucht, ein dumpfer **** zuckt durch ihren Unterleib. Sie zieht – nichts. Das Teil sitzt. Fest. Eingesogen. Wie ein Baby-Kraken, der sich an ihrer Gebärmutter festgelutscht hat. Der Boden voll Öl, alles rutschig.

Panik flammt auf. Sie greift, zerrt, drückt – nichts bewegt sich. *Okay. Tief durchatmen. Kaltes Wasser? mehr Öl ? Internet googeln.*

Sie kriecht zum Waschbecken, das Smartphone rutscht ihr aus der Hand. *Karma, Bitch.* Ihr Spiegelbild im Display sieht sie an wie eine Fremde: verwuscheltes Haar, glänzende Stirn, geweitete Pupillen. Ein Mensch, der gerade von seinem Sexspielzeug besiegt wurde. Drückt wild mit ihren Fingern auf dem Handy.

"Hallo? Hallo? Michelle?" Gott verdammt Krüger, von ALLEN ausgerechnet Krüger. Bitte nein! im Boden versinken, Sterben einfacher.

Sie sinkt auf die Knie. Sie lacht. Laut. Hysterisch. Vielleicht braucht sie das. Vielleicht war sie es immer selbst.

Ein Summen beginnt, leise zuerst, dann vibrierend. Das Teil vibriert. Von allein. Sie hat keinen Knopf gedrückt. Sie hat keinen fucking Knopf GESEHEN. Die Vibration wird stärker. Dumpf. Pulsierend. Im Takt ihres Herzschlags.

Michelle kippt gegen die Wand, zittert, stöhnt – aus **** oder aus etwas anderem, sie weiß es nicht. Alles verschwimmt, alles wird zu einem fiebrigen, goldenen Strudel. Sonnenlicht durch schmutziges Wasser.

Sie wacht auf dem kalten Fliesenboden auf. Und da ist er. Krüger. Mitten im Badezimmer. Steht da einfach. Als wäre er jetzt nur ein Teil ihres Deliriums. Seine Silhouette füllt den Türrahmen aus wie ein Fettberg die Kanalisation. Kein Schlüssel, kein Geräusch. Einfach da. Seine Augen: klein, glitzernd, glasig, geil. Und das Schlimmste: er sagt nichts. Steht nur da.

Michelle will schreien, doch ihre Stimme bleibt im Hals stecken. Krüger tritt näher, seine Schritte schwer. Knurt "Dachte du brauchst wohl ein bisschen Hilfe"

Er beugt sich. Starrt genau zwischen ihre Beine, der alte Sack. "So schnell schon ausprobiert? hätte ich mir ja denken können."

Er sagt es, als sei das ein Kompliment. Michelle will sich aufrichten, aber irgendwas zieht sie zurück. Das Ding in ihr lebt. Es zuckt. Reagiert. Auf ihn.

Krügers Blick wandert über ihren Körper, die prallen Titten, als würde er durch sie hindurchsehen – bis zu dem Ding, das zwischen ihren Beinen pulsiert wie ein zweites, böses Herz. Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus.

„Ich wusste, du hast’s in dir“, murmelt er. „Wortwörtlich.“

Sie will aufstehen. Sie muss. Doch ihre Beine gehören nicht mehr ihr. Krüger bleibt einfach stehen. Beobachtet. Michelle sein Kunstwerk. Sein Opfer.

Er kichert. Krüger kichert. Ein Kind mit einem Feuerzeug in einer Garage voller Benzinkanister. Jetzt erst sieht Michelle die Fernbedienung in seiner Hand.

„Das Ding. Das da. Ich entscheide.“

Ihre Finger krallen sich in den Boden. Der Dildo. Er pulsiert im Takt von Krüger.

Michelle stöhnt, keucht. Oder glaubt zu schreien. Vielleicht ist es nur ein Echo in ihrem Kopf. Dazu Krügers fieses Lachen. Der Schwanz in ihr, beginnt Rhythmen zu trommeln.

Tausend Orgasmen gleichzeitig, ihr gesamter Körper hat sich in diesem Gummischwanz gedrückt. Krüger beendet mit der Fernbedienung jede Aktion, das Teil gleitet aus ihr heraus, die Fotze **** geweitet. Kann sich gar nicht schließen, bleibt. Rot, nass und wund.

Krüger grinst, hält sein Handy, macht Bilder und Videos, dreht sich plötzlich um. Geht. Einfach so. Kein Kommentar. Keine Berührung. Die Tür fällt leise ins Schloss. Und Michelle bleibt zurück. Nackt. Ausgeliefert.

What's next?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)