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Chapter 15
What's next?
Der Morgen danach
Als Sophie aufwachte, waren ihre Glieder schwer wie Blei und sie hatte einen absolut ekligen Geschmack im Mund. Was war am Abend zuvor nur geschehen? Mühsam stemmte sie sich hoch - und sank sofort wieder stöhnend zurück, die Hände an den Schädel gepresst. Irgendein rücksichtsloser Vorschlaghammer krachte mit solcher Wucht auf den Amboss in ihrem Kopf, dass ihre Ohren rauschten und schmerzhafte Blitze in ihre Augen schossen. Ganz abgesehen von dem wütenden Kopfweh, das permanent zu sein schien.
Das Schnattern, dass aus der Küche bis zu ihr drang, war nervenzerfetzend. Mussten diese Weiber in aller Herrgottsfrühe solch einen höllischen Radau veranstalten? Sie presste ein Kissen aufs Gesicht, das allerdings keine Linderung brachte, höchstens ihre Agonie noch weiter steigerte.
Sie quälte sich aus dem Bett, die Lider zu dünnen Schlitzen zusammengekniffen, damit das durch die Ritzen der Rollläden fallende Licht erträglich blieb. Sie zog sich notdürftig und doch so anständig, wie es auf die Schnelle möglich war, an und schleppte sich zur Tür.
"Hallo Schlafmütze! Schön, dass du auch wieder unter uns weilst", schallte es ihr fröhlich entgegen.
Sie verzog gepeinigt das Gesicht. Wäre der lockere Spruch nicht von ihrer besten Freundin Brigitte gekommen, hätte sie schon die passende Antwort gegeben. Welche immer das auch sein müsste, im Augenblick wollte ihr keine einfallen. Stattdessen brummte sie nur unverständlich.
Brigitte stand auf, ging zu ihr und drückte ihr eine Tablette und ein Glas Wasser in die Hände.
"Hier, nimm das. Dann geht's dir bald wieder besser. Und die brauchst du vermutlich auch dringend. Hast du gestern im Bad vergessen."
Ihre Freundin schob Sophie ihre Brille auf die Nase. Schlagartig kam damit auch die Erinnerung an die Party zurück. Oh, nein! Das war ja alles mehr als peinlich gewesen. Noch im Nachhinein lief sie knallrot an. Nur, wie sie ins Bett gekommen war, das war ihr schleierhaft. Jedenfalls muss sie ganz schön müde gewesen sein, da sie sich nackt hingelegt und nicht wie üblich einen Pyjama angezogen hatte.
Immerhin erkannt sie jetzt die Leute, die am Küchentisch saßen, schwatzten und tranken. Da waren ihre Mitbewohnerinnen Chloe und Clodette. Zwischen ihnen saß Silvia, die ihr gestern so geholfen hatte, wofür sie sich unbedingt noch richtig bedanken musste, wie ihr in dem Moment einfiel. Außerdem sah sie einen hübschen brünetten Wuschelkopf, der ihr irgendwie bekannt vorkam, mit dem sie aber gerade keinen Namen verbinden konnte.
"Sag mal", brachte sie nuschelnd hervor, "warum macht ihr einen derartigen Lärm, wenn andere noch schlafen?"
"Nun ...", sagte Brigitte statt einer Antwort und wies auf die an der Wand tickende Küchenuhr.
Sophie starrte das Ziffernblatt unverständig an. Wie konnte um halb drei nachts die Sonne scheinen? Die Erkenntnis traf sie wie ein Kübel Eiswasser. Es war 14:30 Uhr.
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Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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