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Chapter 7 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Das Spiel beginnt

Der Wagen schnurrte leise wie ein Raubtier, als er durch die Stadt glitt. Ich saß auf dem Beifahrersitz, das Kleid floss wie flüssiger Schatten über meinen Körper bis hinab zu meinen Beinen. Er: Schwarzer Anzug, weißes Hemd, teure Krawatte. Sein Duft präsent, aber nicht aufdringlich.

Er sagte nicht viel. Ich auch nicht. Aber die Luft zwischen uns vibrierte wie ein gespannter Faden.

Nobelrestaurant. Er hielt mir die Tür auf. Seine Hand berührte meinen Rücken – leicht, aber spürbar. Dirigierend. Die Berührung eines Mannes, der keine Erlaubnis brauchte, um zu führen.

Das Interieur war edel. Altes Holz, Edelstahl, schwere Vorhänge, gedämpftes Licht. Die drei Geschäftspartner, die schon am Tisch saßen, rissen fast synchron die Köpfe hoch, als wir kamen. Sprangen beinahe auf.

Ich lächelte. Freundlich. Ein bisschen keck. Ein bisschen verführerisch. Nicht zu viel – nur genug, um Wirkung zu hinterlassen.

Der Älteste – glattrasiert, Glatze, teure Uhr – rückte mir sofort auf die Pelle. Ich reichte ihm die Hand. Er deutete einen Handkuss an. „Und wer ist diese Schönheit?“

„Meine Auszubildende“, sagte mein Chef knapp. „Sie hospitiert heute.“

Ich sah ihm direkt in die Augen. Herausfordernd. „Cloe. Einfach nur Cloe.“

Der zweite – silberne Schläfen, ein Flirten im Blick – hielt meine Hand einen Moment zu lange.

Der Dritte sagte nichts, aber sein Blick sagte mir genug.

Ich lachte. Charmant. Ich wusste, wie ich auf die Männer wirkte.

Das Menü war vorbestellt. Nach ein wenig Small Talk kamen die vier direkt zum Geschäft. Ich schwieg, hörte zu, lernte. Und wenn mich einer der drei Geschäftspartner ansah, lächelte ich.

Je mehr Wein floss, desto deutlicher wurde es: Ich war ein Asset im Portfolio meines Chefs. Sie schauten zu mir, statt auf ihn. Sie hörten ihm nicht mehr genau zu, wenn ich lachte. Sie achteten nicht mehr auf die Details des Deals, wenn sich das Kerzenlicht in meinem Dekolleté fing.

Und mein Chef? Der übernahm die Gesprächsführung. Sachlich. Konzentriert. Notierte Mengen. Konditionen. Margen. Ließ sie sich zum Dessert gegenzeichnen. Ohne je ein einziges anerkennendes Wort an mich. Keine Geste, kein Blick. Ich war einkalkuliert. Kaum mehr als ein weiteres Argument.

Als das Dinner vorbei war, standen sie auf. Armtätscheln. Ein weiterer Handkuss. Ein "Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder." Anzügliches Augenzwingern.

Dann waren sie weg.

Ich wartete kaum länger. Mein Chef holte mich an der Garderobe ein. Fasste mich am Arm. Ich riss mich los.

„War ich gut genug?“, fauchte ich, ohne ihn anzusehen.

„Sie waren beeindruckend.“

„Also hat sich die Investition der 500 Euro gelohnt? In eine junge Frau, die lacht, mit den Wimpern klimpert und die Männer geschmeidig macht.“

Er schwieg. Sah mich nachdenklich an.

Ich drehte mich frontal zu ihm. Richtete mich auf. „Ich weiß, dass ich nur eine Azubine bin. Aber heute hab ich mich benutzt gefühlt. Wie eine teure Hure in Designerblau.“

Da trat er einen Schritt näher. Nicht bedrohlich. Ruhig. Auf Augenhöhe, obwohl er mich überragte.

„Ich ahnte, dass Sie keine gewöhnliche Auszubildende sind, ja. Aber ich habe nicht erwartet, dass Sie derart Rückgrat zeigen. Das gefällt mir.“

Ich hielt seinem Blick stand. „Wer schlau ist, kann sich dumm stellen; umgekehrt ist es schwieriger.“

Einen Moment standen wir einfach nur da. Ich spürte mein Herz pochen – in der Kehle, im Bauch, überall. Hatte ich den Bogen überspannt? Würde er mich jetzt rausschmeißen?

Dann er: „Ich bin Alexander.“

Ich lächelte. „Cloe. Einfach nur Cloe.“


Die Bar war dunkel, golden beleuchtet. Er bestellte Hennessy. Ich einen Negroni. Als die Gläser klirrten, sagte er leise:

„Du bist nicht, was ich erwartet habe.“

Ich hob mein Glas. „Du auch nicht.“

Und in diesem Moment wusste ich: Das Spiel hatte begonnen.

What's next?

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