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Chapter 8 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Nachtlicht

Zwei Einzelzimmer. Direkt nebeneinander. Natürlich. „Don’t drink and drive“, hatte er gesagt. „Deshalb habe ich Zimmer reservieren lassen. Vorsorglich.“

Ha! Sehr verantwortungsvoll, Alexander. Oder sehr gerissen.

Er geht mit der Azubine ins Hotel – haha. So fangen Altherrenwitze an. Und sie enden in Personalgesprächen und Verleumdungsklagen.

Aber als wir auf dem Flur vor unseren Türen standen, Schlüsselkarten in der Hand, passierte… nichts. Kein Wort. Keine Berührung. Er nickte mir nur zu. Ruhig. Höflich. Kein schlüpfriger Blick, keine Einladung zu einem „letzten Absacker bei ihm“. Nicht mal ein Kompliment zu meinem Kleid, meinem Auftritt beim Essen. Keine Anspielung auf mein Höschen – oder besser gesagt, dem Fehlen desselben, als er vor dem Haus stand, um mich abzuholen.

Ich stand da wie bestellt und nicht abgeholt.

Im wahrsten Sinne.

Hey. Bin ich etwa nicht scharf genug zum Anbeißen?

Oder war ich heute zu aufrecht gewesen? Zu klug? Kein Dummchen, das man einfach ins Bett kriegen konnte.

In meinem Zimmer war es still. Kühler Luxus. Weiß. Beige. Ein großes Bett, breit genug für zwei. Ich fühlte mich, als ob es mich auslachte.

Ich hatte kein Gepäck, keine Nachtwäsche dabei. Natürlich nicht. Von Übernachtung war nicht die Rede gewesen. Nur ein Set mit Toilettenartikeln von der Rezeption, mit den besten Empfehlungen des Hauses.

Also ließ ich das Kleid fallen. Es glitt von meinen Schultern wie eine Freundin, die mich zum Abschied tröstlich streichelte, landete lautlos auf dem Teppich. Der Tanga folgte. Ich war nackt. Allein.

Ich legte mich ins Bett. Knipste das Licht aus. Doch Schlaf wollte sich keiner einstellen. Die Gedanken fingen an zu wandern. Zurück zu den Ereignissen des Abends. Die Blicke der Männer. Alexanders Griff an meinen Arm bei der Garderobe. Das Du. Sein Humor. Unser gemeinsames Lachen an der Bar. Alexanders Nähe ohne mich zu berühren. Mein Körper prickelte. Die Laken streichelten meine Haut, berührten mich an Stellen, die längst auf Empfang waren. Ich schloss die Augen.

Ping.

Das Handy schimmerte wie ein Nachtlicht. Eine neue Nachricht. Ich griff danach, Herzschlag beschleunigt. Bille?

Nein. Alexander.

Er: Ich wollte nicht unhöflich sein vorhin.

Was?

Er: Ich wollte vorhin nichts sagen, damit du nicht meinst, ich will dich rumkriegen. Aber du warst umwerfend heute Abend. Professionell. Und echt gut.

Ich spürte, wie meine Lippen sich verzogen. Ein Lächeln. Oder etwas Lustvolleres?

Ich tippte: Zu gut? Für die Geschäftspartner? Oder für dich?

Er: Für mich.

Ein Zucken schoss mir in den Unterbauch. Unwillkürlich stöhnte ich. Hatte ich es doch gewusst! Er war nicht so kontrolliert, wie er tat. Nicht so unnahbar. Nicht so kalt. Er war scharf auf mich.

Ich hielt das Handy nur noch mit einer Hand, tippte mit dem Daumen. Die andere schob ich unter die Decke. Zwischen meine Brüste, über den weichen Bogen meines Bauchs. Da war Wärme. Und noch tiefer – Glut.

Ich: Ich dachte schon, ich hätte dich enttäuscht. Ich wäre nicht gut genug.

Er: Du hast mich überrascht.

Ich: Womit genau?

Pause. Drei Punkte. Er tippte. Dann:

Er: Wie du dieses Kleid getragen hast. Wie du lächelst, wenn du weißt, dass du beobachtet wirst. Wie du in deinem Schlafzimmer gestanden bist, ohne zu wissen, dass du beobachtet wirst.

Ich hielt den Atem an.

Ich: Du hast zugesehen?

Er: Ich konnte nicht wegsehen.

Mein Zeigefinger glitt tiefer, streifte meine Schamlippen. Warm. Feucht. Offen.

Ich konnte bestimmt nicht mehr schlafen.

Ich: Und was machen wir jetzt?

Er: Jetzt stelle ich mir vor, wie du da liegst.

Ich antwortete nicht. Stattdessen ließ ich meine Finger kreisen, langsam, ganz leicht. Ich war so nass! Jede Bewegung war ein knisternder Stromstoß. Meine Beine spreizten sich von selbst.

Noch eine Nachricht:

Er: Was hast du an?

Ich grinste.

Ich: Nur meine Haut.

Er: Du machst es mir verdammt schwer, Cloe.

Ich tippte mit zitternden Fingern: Soll ich dir ein Bild schicken?

Keine Antwort. War das zu direkt gewesen? Unverschämt? Hatte ich ihn verloren? Dann:

Er: Nein. Ich will dich hören. Nicht sehen.

Mein Herz blieb fast stehen. Was? Was wollte er? Wie hypnotisiert nahm ich das Handy, drückte auf den Aufnahmebutton, legte es neben mir aufs Kopfkissen.

Ich keuchte, schob mir zwei Finger tief hinein, warm, glitschig, gierig. Meine andere Hand wanderte zu meiner Brust, kniff meine harte Spitze. Ich stöhnte laut. Eine klare Aufnahme. Zittriges Seufzen, man hörte das Ansteigen meiner Lust, schneller, stärker, immer schneller, das gequälte „Ah…“ ganz am Ende.

Ich schickte sie ab.

Und wartete.

Zehn Sekunden. Zwanzig. Eine Minute.

Dann kam seine Antwort.

Er: Du bist eine Herausforderung. Und ich will dich!

Ich las, lächelte. Und ich kam.

Blitzartig. Wie ein Geysir.

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