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Chapter 6
by
Daemony
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Beichte
Der Klang der Glocke weckte die Nonnen und rief sie zur Laudes, dem ersten Gebet des Tages. Magdalena hörte das Geläut sehr wohl, doch wecken musste es sie nicht. Schlaf hatte sie nach den unheimlichen Begebenheiten dieser Nacht nicht mehr gefunden. Fast unbeweglich hatte sie weiterhin zusammengekauert auf ihrem Bett an der Wand verharrt und in die Dunkelheit gestarrt. Noch immer war sie in Zweifel, ob das, was sie glaubte, erlebt zu haben, tatsächlich geschehen war. Wenn dem so wäre, dann würden etliche Grundpfeiler, auf denen sie ihr bisheriges Leben aufgebaut hatte, zutiefst erschüttert. Die Konsequenzen, die sich daraus ergäben, erschienen zu schrecklich, so dass sie nach langer Grübelei entschied, dass sie entweder eine Halluzination erlebt oder einen derart lebensechten Traum gehabt hatte, dass sie ihn nicht von der Realität unterscheiden konnte.
Doch eine Tatsache ließ sich nicht verleugnen. Ihr Körper hatte - auf welche Weise auch immer - verbotenes Verhalten gezeigt. Das Echo der jauchzenden Erregung und des himmelhohen Glücksgefühls konnte sie noch immer spüren. Und selbst wenn sie diese nicht wahrhaben wollte, zeugte der riesige nasse Fleck auf ihrem Laken unbestreitbar davon, was geschehen war.
Auch wenn sie es nicht in Worte fassen konnte, wusste sie doch instinktiv, dass sie ein sexuelles Erweckungserlebnis gehabt hatte, das sie nie mehr vergessen würde. Im Gegenteil. Die Erinnerung lauerte nun hinter der bereits bröckelnden Fassade ihres keuschen Lebens. Sie versuchte, Bittgebete an die heilige Jungfrau zu sprechen, sie vor der Versuchung zu bewahren. Doch die Worte verweigerten sich ihr. Sie wusste, dass sie schwach war. Und sie würde unweigerlich bei nächster Gelegenheit dem Reiz wieder verfallen.
Schon jetzt sorgte jedes kurze nachdenken darüber, was geschehen war, dazu, dass ihr Puls sich beschleunigte und die unerwünschte Wärme sich in ihrem Bauch ausbreitete. Gewaltsam verkrampfte sie ihre Hände zu Fäusten, um zu verhindern, dass diese aus eigenem Antrieb Dinge täten, die sie ihrem Gewissen nicht aufbürden wollte. Zunehmend **** versuchte sie, diese Gedanken zu verdrängen. Doch je mehr sie sich mühte, desto stärker schienen die instinktiven Reaktionen ihres Körpers zu werden. Sie hechelte und krümmte sich vornüber. Ihr Blick trübte sich und erneut breitete sich unerwünschte Feuchtigkeit in ihrem Schoß aus. Sie steckte eine Faust in den Mund biss mit aller Kraft zu, sowohl, um ein lautes Stöhnen zu ersticken, als auch in der Hoffnung, das der **** sie einigermaßen wieder zur Besinnung bringen würde.
Mittlerweile konnte sie hören, wie ihre Mitschwestern sich nach dem Aufstehen in Richtung der Kapelle aufmachten, wo das gemeinschaftliche Morgengebet stattfinden würde. Wie in Trance kleidet sie sich selbst in das gewohnte Habit. Doch das Gefühl der Geborgenheit und Ordnung, die sie sonst immer überkam, wenn sie die strenge Ordenstracht mit Haube und Schleier anlegte, wollte sich dieses Mal nicht einstellen. Ängstlich öffnete sie die schmale Tür ihrer kleinen Zelle und trat mit gesenktem Kopf hinaus.
Zu ihrer Überraschung kam von keiner Seite Tadel oder eine Frage über den nächtlichen Lärm, den sie veranstaltet hatte. Noch nicht einmal ein heimlicher Seitenblick wies darauf hin, dass irgendjemand etwas davon mitbekommen hatte. Das war doch unmöglich, ihr unbeherrschter Ausbruch war unüberhörbar gewesen. Oder hatte sie alles wirklich nur geträumt?
Erleichterung durchflutete sie, zumindest von unangenehmen Fragen verschont zu werden. Sie hätte nicht gewusst, was sie hätte antworten sollen. Die Wahrheit zu sagen - was immer die Wahrheit auch war - käme auf keinen Fall in Frage. Doch bewusst und in böser Absicht zu lügen, wäre eine weitere schwere Sünde, die sie auf sich laden würde. So schlich sie stumm und mit gesenktem Kopf hinter den anderen Nonnen her, was nicht weiter auffällig war, da die meisten Schwestern den Tagesanfang nutzen, um sich still mental und spirituell auf den bevorstehenden Tag vorzubereiten. Auch beim Gottesdienst blieb sie in sich gekehrt und unauffällig. Mechanisch sang sie die Psalmen, Hymnen und Fürbitten mit, ohne dass sie ihr die übliche Kraft und Ruhe schenkten.
Nach der Laudes blieb bis zum gemeinsamen Frühstück noch etwas Zeit, in der die meisten Nonnen stille Andacht und Meditation pflegten. Doch Magdalena war zu aufgewühlt, um ruhig zu bleiben. Mit wachsender Ungeduld wartete sie, bis der Pater, der den Gottesdienst zelebriert hatte, aus der Sakristei wieder herauskam.
"Entschuldigt, Vater", sprach sie ihn leise an, "wäre es möglich, dass ich die Beichte ablegte?"
Ein wenig wehleidig schweifte sein Blick in Richtung Rempter, wo er sich üblicherweise dem Mahl anschloss und sich als erster bedienen ließ. Aber schnell fasste er sich.
"Selbstverständlich, meine Tochter. Folge mir."
Der Priester leitete sie zum Beichtstuhl, nahm darin Platz. Magdalena wartet kurz ab, dann trat sie in den seitlich abgetrennten Teil. Vage konnte sie durch das Flechtwerk die Figur des Beichtvaters erkennen. Sie sank auf die Knie und sprach.
"Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Verzeih mir, Vater, denn ich habe gesündigt. Es ist einen Tag her, seit meiner letzten Beichte. In dieser Zeit habe ich mit tiefen Zweifeln und Ängsten gekämpft, die meinen Glauben erschüttert haben. Ich komme zu Ihnen, um diese Last von meiner Seele zu nehmen und um Gottes Vergebung zu bitten."
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Kirche der Verderbtheit
Jetzt PUBLIC! Priester und Nonnen zutiefst verdorben.
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