What's next?
Beichte
Schon bei den ersten Stufen merkte sie, dass der schwere Rotwein an ihr nicht spurlos vorübergegangen war, doch schlimmer war folgender Gedanke: zum ersten Mal, seit sie James Freundin war, hatte sie fremdes Sperma geschmeckt, wobei ihr auch auffiel, dass sie diese Besitzzuordnungen bezüglich des männlichen Liebessaftes bisher nie getroffen hatte. In diesem Moment mit Sieglinde hatte sie gar nicht daran gedacht, aber jetzt fühlte sie sich so, als hätte sie James betrogen. Na ja, betrogen war vielleicht übertrieben, aber er war so eine ehrliche Haut und hatte es nicht verdient. Außerdem verbarg sie ja schon ein Geheimnis, das sie um jeden Preis vor ihm schützen musste.
Sie hatte auch gar keine Lust verspürt, sich anderweitig zu vergnügen, im Gegenteil. Wie schnell sich doch die Welt ändern konnte, denn obwohl es eine Lappalie war, immerhin hatte sie ja nur eine Frau geküsst, so wollte sie es ihm doch unbedingt sagen. Natürlich gab es noch das Restrisiko, dass James es nicht so locker nehmen würde, aber sie würde irgendwann sowieso herausfinden müssen, wie weit sie mit ihm gehen konnte. Zwar konnte sie sich mit James sogar ein monogames Leben vorstellen, aber würde sie das auf Dauer wirklich wollen und vor allem können?
James saß oben am Balkon ihres Schlafzimmers, rauchte und beobachtete die Sterne, als Vicky sich auf seinen Schoß setzte. Er wollte sie küssen, doch sie hielt ihn auf Abstand und sah ihn ernst an.
„Ich habe gerade eine Frau geküsst!“
„Willst du mich für Sie verlassen?“, fragte er verwirrt, nachdem sie ihm einen weiteren Kuss verwehrte.
„Natürlich nicht du Scherzkeks…“
„Aber was?“
„Sie hat nach Sperma geschmeckt.“
James verstand erst nicht, was sie sagte, dann, was er davon halten sollte.
„Ich hab es gerochen, sie gerade deshalb geküsst und dabei überhaupt nicht an dich gedacht.“, beichtete sie mit schuldbewusstem Blick.
Dann erzählte sie ihm von Sieglinde und der Mauer. James Nase konnte kein Sperma riechen, sehr wohl aber eine Rotweinfahne.
„Und dann hast du dir Mut angetrunken?“, vollendete James ihre Ausführungen.
“Das passierte eher nebenbei, um Sieglindes Zunge zu lockern”, meinte sie verschämt.
“Wieviel habt ihr getrunken?”
“Eine halbe Flasche”
“Ich denke, dann geh ich jetzt das Risiko ein”, dann wehrte sie sich nicht mehr gegen James nächste Kussattacke.
Zehn Minuten später lösten sie sich verschwitzt voneinander und James versprach ihr, dass sie ihn immer küssen dürfte, wenn sie seinen Geschmack im Mund hätte, genauso wie jetzt.
Sie gingen zurück ins Schlafzimmer, doch Vicky hatte sich verrechnet, als sie glaubte, sie würden jetzt gleich schlafen gehen. Sie hatte sich auf die Seite gelegt und erwartete, dass James sich an sie kuschelte, doch er drehte sie auf den Rücken, spreizte ihre Beine, hielt ihre Hände fest und drang mit einem Stoß in sie ein. Er nahm sie von Anfang an hart und Vicky freute sich über die dominante Behandlung. Ihr Geständnis schien ihn nicht verärgert, sondern eher aufgestachelt zu haben und er trieb sie in den nächsten Orgasmus. In seiner Vorstellung waren sie an der Mauer und Vicky blies einen Unbekannten, während er sie fickte.
Nur kurz ließ er sie ihren Höhepunkt genießen, auch er wollte gleich nochmal kommen und fickte sie weiter. Dass James sich so anstacheln ließ, ohne ihr böse zu sein, war eindeutig ein gutes Zeichen. Mit James Schwanz zwischen ihren Beinen tat sie sich beim Denken schwer, sodass es einige Zeit und einen weiteren Orgasmus dauerte, bis sie die richtigen Schlüsse zog. Er fickte sie immer noch tief und hart, er vermittelte ihr damit den Eindruck, er würde ewig so weitermachen können.
„Ist das die Strafe für deine untreue Schlampe?“, stammelte sie. Er sagte nichts, doch seine noch wilderen Bewegungen waren ihr Antwort genug.
„Werde ich immer so bestraft, wenn ich böse bin?“
Ihre Provokation war offensichtlich erfolgreich, eine Minute später kamen sie gemeinsam. Jedoch war keiner von beiden gewillt, dieses Thema heute noch anzusprechen, sodass sie, jeder für sich, noch lange nachdachten, ehe sie aneinander gekuschelt einschliefen.
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