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Chapter 46
by
Bitbuster
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Anders als geplant
Kurze Zeit später bekam Patrick von Svea eine Antwort.
„Hallo Patrick, heute Abend wird es nichts, ich habe doch meinen Mädelsabend. Schaue doch immer mal in den Terminkalender. Bis morgen, Svea“
Terminkalender. Daran mußte er sich erst noch gewöhnen. Warum fragt man nicht direkt? Warum schickt man diese pubertären Nachrichten mit: „Wollen wir uns morgen treffen ? Ja, nein, vielleicht.“
Etwas sauer rief Patrick den Belegungsplan der Holodecks auf.
„Klar, daß heute Abend nichts mehr frei ist“
Ein weiterer Blick im Terminplan und er wußte, daß sowohl Sophia, wie auch Thea den Abend mit 'beschäftigt' gekennzeichnet hatte. Und Koshiko? Auch sie hatte an dem Abend schon etwas vor.
„Dann gehe ich eben ins Casino“ war seine Überlegung, da er irgendwie feiern wollte und das auf gar keinen Fall alleine. Plötzlich fiel ihm wieder Gorton ein. „Aber mit einem Vulkanier etwas feiern? Egal, ich frage ihn einfach“
Patrick tippte auf seinen Kommunikator und sprach mit Gorton.
Auch dieser hatte für den späteren Abend schon etwas geplant, wollte sich jedoch vorher mit Patrick treffen.
Gorton wollte gerade das Casino betreten, als er Patrick aus dem Turbolift aussteigen sah.
Gemeinsam gingen sie ins Casino und setzten sich an einen freien Zweiertisch.
„Ab heute darf ich dann fliegen“ sagte Patrick und wurde von Gorton sofort belehrt.
„Wahrscheinlich bezieht sich die Flugerlaubnis auf Shuttles der Typ-Klasse 6 und 9“
„Ja, gut, also ich darf Shuttles fliegen, nicht das Schiff“ gab Patrick mit einem lächeln zu.
„Ich habe mit erlaubt, für Ersatz zu sorgen, da ich, wie bereits gesagt hatte, gleich noch einen Termin habe.“
Patrick nickte zustimmend.
„Nancy Bearfriend, vom Reparatur und Wartungsteam, wird gleich meinen Platz einnehmen. Sie ist ein recht angenehmer Gesprächspartner, zurückhaltend mit einem breit gefächertem Allgemeinwissen.“
„Ok, aber wohl kein Vulkanier, vom Namen nach, oder?“
„Nein, sie ist Lenarianer“
„Sagt mir nichts. Gibt es etwas, was ich beachten sollte?“
„Sie ißt, soweit ich weiß, ungerne Eierspeisen.“
„Ja, nein, ich meinte, gibt es etwas zu beachten, wie...nicht über die Heimatwelt sprechen, weil die nicht mehr existiert, oder sowas?“
„Achso, also die Lenarianer haben sehr viele Gemeinsamkeiten mit einem Menschen. Sie werden im Schnitt etwa 12,8 cm größer und die Lebenserwartung ist etwa 8,2 Jahre höher. Da kommt sie auch schon“
Gorton machte die Beiden miteinander bekannt und verabschiedete sich dann recht schnell.
Patrick schaute Nancy an. Wüsste er es nicht besser, so hätte er sie als normale Menschenfrau eingeschätzt. Vielleicht etwas größer, aber ansonsten nichts auffälliges.
„Ja, äh, wollen wir etwas zusammen essen, oder hast Du schon was gegessen?“ frage Patrick als Einsteiger.
„Ich hatte heute wieder eine Sonderschicht, immer noch die Reparaturen, daher würde ich sehr gerne zumindest eine Kleinigkeit essen“
„Ja klar, gerne.“
Patrick nahm Blickkontakt mit einer der Ordonnanzen auf, der auch sofort zu ihnen kam.
Nancy bestellte sich ihr Tagesgericht und Patrick entschied sich auch, sein persönliches Tagesgericht zu nehmen.
Kurze Zeit später wurden die Tagesgerichte gebracht.
Nancy bekam einen Möhren-Apfel-Salat, Schweinegulasch mit Apfelrotkohl und Bandnudeln und dazu Birnenkompott mit Zimtjoghurt
Patrick hatte eine Portion Chinakohl in Kräutermarinade, Rinderbraten in Pflaumensoße, dazu Erbsen und Kartoffelklöße. Als Nachtisch gab es einen Obstsalat.
„Oh, auch Mittag und Abendessen getauscht?“ meinte Nancy.
„Wieso getauscht?“
„Abends gibt es normalerweise nicht so üppig, es sei denn, man isst Mittags nur eine Kleinigkeit wegen der Zeit und dann Abends in Ruhe.“
Patrick überlegte. „Wenn, dann habe ich das **** so angeklickt“
„Schön, ...nicht nur Brot und ein Süppchen“ sagte Nancy und begann, ihren Salat zu essen.
Als Beide beim Nachtisch angekommen waren, sagte Nancy: „Auch wenn ich nicht fragen soll, würde ich doch gerne etwas wissen. Aber Du mußt natürlich nicht antworten.“
„Frag' einfach“ antwortete Patrick zwischen zwei Löffeln Obstsalat.
„Wie hast Du, ...also... nein, eher: hast Du Dich hier schon etwas eingelebt?“
Patrick erzählte ihr vom Wissenschaftslabor und dem Flugtraining. Nancy erzählte daraufhin von ihren Eltern und das sie von Piraten überfallen und dabei getötet wurden. Sie war zu der Zeit mit ihrem Bruder bei den Großeltern. Erst wollten sich Beide, wenn die dann erwachen wären, einer Söldnertruppe anschliessen, um ihre Eltern zu rächen, entschieden sich dann aber für die Föderation.
„**** wir noch etwas zusammen?“ fragte Nancy.
„Ja, gerne, etwas bestimmtes?“
„Wie wäre es mit Gamzianischem Wein?“
„Kenne ich nicht, ist da etwas besonderes mit verbunden?“ fragte Patrick vorsichtig.
„Es ist eben Wein, aus Trauben. Vergoren, also leicht alkoholisch“
„Ja, ich weiß, was Wein ist. Aber es ist nicht so, daß man dann verheiratet ist, wenn man so ein Glas Wein zusammen getrunken hat oder sowas?“
Nancy mußte laut lachen. „Nein, nein, keine Sorge. Es heißt nur, daß wir einen geselligen, unterhaltsamen Abend hatten, der damit dann ausklingt“
„Gut“ meinte Patrick erleichtert und nickte dabei.
„Ich merke, Du bis vorsichtig. Was sehr oft einen davor bewahrt, sich in Gefahr zu begeben“ sagte sie mit einem lächeln und fügte hinzu: „Das solltest Du Dir besonders auf Außenmissionen beibehalten.“
Patrick fragte, wie es denn auf so einer Mission ablaufen würde und ob sie das überhaupt in dieser Situation dürften.
„Für die Reparaturen benötigen wir einige Dinge, die wir nicht mehr an Bord haben...“ sie unterbrach kurz, da der Wein serviert wurde „und da werden wir zwangsläufig Rohstoffe von diversen Planeten holen müssen“
Sie erhob ihr Glas und prostete Patrick zu. „Vielen Dank für einen schönen Abend“
„Ich habe zu Danken, daß Du eingesprungen bist“ bedankte sich Patrick.
Beide tranken einen Schluck und Patrick verzog etwas das Gesicht.
„Nicht Dein Geschmack?“ fragte sie.
„Nicht das, was ich erwartet hatte. Es ist eher … also sowas wie ein Likörwein, ziemlich süß“
„Oh, ich verstehe. Möchtest Du etwas anderes?“
„Nein. Es ist einfach so, daß ich etwas anderes erwartet hatte und dann wird man überrascht“
„Magst Du Überraschungen?“
„Naja, kommt darauf an. Wenn sie angenehm sind, dann natürlich schon.“
Nancy lächelte wieder und spielte etwas mit ihrem Glas.
„Ok, dann enttäusche ich Dich jetzt vielleicht. Es war ein sehr schöner Abend und ich würde mich freuen, wenn wir das mal wiederholen würden, aber jetzt würde ich gerne alleine in mein Quartier gehen.“
„Ähm, ja klar, wenn Du das so möchtest“ sagte er etwas überrascht. „Habe ich etwas falsch gemacht? Ist sie verärgert? Andererseits sagte sie, daß sie sich gerne noch einmal treffen würde. Oder sagte sie das nur aus Höflichkeit?“ waren nur ein kleiner Teil der Gedanken, die durch seinen Kopf schossen.
Nancy trank aus und erhob sich. „Einen schönen Abend noch und gute Nacht“
Patrick stand ebenfalls auf. „Ja, Danke, wünsche ich Dir auch.“
Sie lächelte noch einmal kurz und verließ dann zügig das Kasino.
Etwas irritiert nahm er die beiden Gläser und wollte sie wegbringen, als ihm ein Kellner mit einem Tablett entgegenkam.
„Die Gläser nehme ich gerne mit“
Patrick stellte ihm die Gläser auf das Tablett und verließ dann ebenfalls das Kasino.
„Komisches Ende, vielleicht sollte ich Gorton fragen.“
Auf dem Weg in sein Quartier traf er auf einige Crewmitglieder, die ihn ignorierten, oder nur kurz ansahen. War er inzwischen akzeptiert oder hatte man sich daran gewöhnt, daß da ein „Fremder“ an Bord war?
In seinem Quartier sah er die kleine rote Kontrollampe am Computer leuchten.
„Computer: Neue Nachrichten abspielen“
„Sie haben … zwei... neue Nachrichten. Erste neue Nachricht: Heute, 19:35. Hallo mein Kater, kommst Du bitte morgen als erstes in mein Büro, danke. Fiiiip. Zweite neue Nachricht, Textnachricht.“ Der Text wurde vom Computer vorgelesen: „Hallo Patrick. Du hast noch nicht auf die Anfrage im Kalender reagiert. Gruß, Svea“.
Patrick rief den Kalender auf und sah, daß Svea für den Abend am nächsten Tag eine Terminanfrage gestellt hatte. „Gut, dann werde ich das bestätigen“ und tippte auf die 'akzeptieren' Schaltfläche.
„Vielleicht hat sie das Programm für Thea fertig, obwohl, wollte das nicht Sophia fertig programmieren?“
Patrick zog sich aus und stellte sich unter die Ultraschalldusche.
„Soll ich noch was ****? Ach egal“ waren seine Überlegungen, mit denen er sich ins Bett legte.
Gesprächsrunde
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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