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Chapter 3
by
Meister U
What's next?
Ach was
„Ach was“, unterbrach Jennifer sie und musterte die Klasse, die mucksmäuschenstill war. „Und Regeln sind Regeln, oder nicht? Und der Direktor wollte doch eine Demonstration.“
Langsam, mit übertrieben langsamen Bewegungen, die die Spannung ins Unerträgliche steigerte, griff Jennifer mit beiden Händen an den Saum ihres T-Shirts. Sie biss sich theatralisch auf die Unterlippe, während sie den Stoff Zentimeter für Zentimeter nach oben zog. Zuerst kam ihr flacher, gebräunter Bauch zum Vorschein, dann der untere Rand ihres rosafarbenen Spitzen-BHs.
„Jennifer, ich bitte dich!“, piepste Frau Schmidt entsetzt.
„Aber Frau Schmidt“, erwiderte Jennifer unschuldig, ohne innehalten, „wir entzaubern das doch gerade gemeinsam. Sie haben es doch gesagt.“ Ihr Blick glitt triumphierend über die gespannten Gesichter der Jungs, die sich in ihren Bänken nach vorne lehnten.
Mit einem letzten, schnellen Ruck zog sie sich das Shirt über den Kopf, ließ es auf den Boden fallen und stand nun in ihrem Rock und dem BH vor der Klasse. Ein kollektives Keuchen war zu hören, unterbrochen von einem unterdrückten „Geil!“ von der letzten Bank.
„Das ist ja immer noch… bedeckt“, stammelte Niklas enttäuscht.
Jennifer lachte spöttisch. „Ungeduldiger Junge.“ Dann drehte sie sich um, warf der Klasse einen Blick über die Schulter zu und öffnete mit einer fließenden Bewegung den Verschluss ihres BHs. Sie ließ die Träger langsam von ihren Schultern gleiten, hielt den BH einen Moment lang mit einer Hand vor ihrer Brust, um die Spannung zu halten, ehe sie ihn fallen ließ.
Sie drehte sich wieder zur Klasse, hielt ihren Oberkörper für einen langen, atemlosen Moment stolz und gerade, das Siegeslächeln noch immer auf den Lippen. Das Johlen und Pfeifen der Klasse war ohrenbetäubend. Frau Schmidt, kreidebleich, griff nach der Tischkante, als brauche sie Halt.
„So“, sagte Jennifer und bückte sich, um ihr Shirt aufzuheben, ohne sich dabei zu bedecken. „Ich hoffe, das war aufklärerisch genug.“ Sie zog sich das T-Shirt wieder an, während das Chaos im Klassenzimmer tobte. „Und Niklas?“, flüsterte, als sie an ihren Platz zurückging und sich dicht zu ihm hinunterbeugte. „Ich verspreche dir: Schwarz ist noch viel besser.“

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