Tante Bella

Tante Bella

Ein unerwarteter Besuch

Chapter 1 by Selenar Selenar

Ich schiebe die schwere Holztür meines Elternhauses auf, die mit einem vertrauten Knarren nachgibt. Es ist ein warmer Sommernachmittag, und ich bin nur kurz hergekommen, um ein paar alte Bücher aus meinem Zimmer zu holen. Der Duft von Lavendel und frisch gewaschener Wäsche erfüllt die Luft, als ich ins Wohnzimmer trete.

Tante Bella, die Schwester meiner Mutter, ist mitten in einer Yoga-Session. Sie sitzt auf einer türkisen Yoga-Matte, während Sonnenlicht durch die großen Fenster scheint und sie in ein sanftes Licht legt. Ihre engen olivgrünen Leggings umschließen ihre Beine und betonen jede Kurve, während ein figurbetontes olivgrünes Top ihre geschmeidigen Bewegungen hervorhebt. Ihr braunes Haar fällt in weichen Wellen über ihre Schultern, einige feuchte Strähnen kleben an ihrem Nacken. Sie bewegt sich mit einer Leidenschaft, die mich irgendwie fasziniert – Tante Bella war immer die „coole Tante“, aber so lebendig habe ich sie noch nie gesehen.

Sie bemerkt mich nicht sofort, vertieft in eine Pose, bei der sie sich nach vorne beugt, die Hände fest auf der Matte. Der Raum ist still, nur ihr ruhiges Atmen und das leise Summen eines Ventilators in der Ecke sind zu hören. Ich räuspere mich leise, und sie hebt den Kopf. Ihre grünen Augen treffen meine, ein Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus, und ein schelmisches Funkeln darin löst ein Kribbeln in meinem Bauch aus.

„Oh, hey!“, sagt sie, setzt sich langsam hin und wischt sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Ich wusste gar nicht, dass du heute kommst. Ich dachte, ich hätte das Haus für mich.“ Ihre Stimme ist warm, aber ein spielender Unterton bringt meine Gedanken durcheinander.

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Ich stehe noch in der Tür, unsicher, wie ich reagieren soll. Mein Blick wandert kurz über ihren Körper – ich kann nicht anders – bevor ich mich zwinge, auf den weichen Teppich unter meinen Füßen zu schauen. Das Wohnzimmer fühlt sich plötzlich enger an, die Luft schwerer und wärmer. Bella streckt sich lässig, ihre Bewegungen fließend, und deutet auf die Couch. „Willst du dich setzen? Oder…“ Sie hält inne, ein leichtes Grinsen auf den Lippen. „Willst du vielleicht mitmachen? Yoga entspannt, weißt du – und könnte Spaß machen.“

Mein Puls beschleunigt sich. Was tue ich jetzt?

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