Julia

18 jährige in ihrer ersten eigenen Wohnung

Chapter 1 by Jul-haj

Tief zeufend falle ich aufs Sofa. Ich trage eine Jogginghose und ein großes T-Shirt.

„Du hast den Schlüssel jetzt wirklich allein“, hatte mein Vater gesagt, kurz bevor die Tür ins Schloss fiel. Jetzt starrt mich diese Stille an, unterbrochen nur vom fernen Summen des Verkehrs auf der Straße. Ich liege auf dem Sofa, das eigentlich nur ein trauriger Rest von einem Möbelstück ist, und rieche den beißenden Geruch von altem Dielenboden und Staub. Um mich herum ragen die Umzugskartons wie Papp-Wolkenkratzer auf, die mein neues Imperium auf 49 Quadratmetern markieren. In Braunschweig ist es Abend, und zum ersten Mal in achtzehn Jahren gibt es niemanden, der mich fragt, warum ich noch nicht im Pyjama bin oder ob ich meine Hausaufgaben – jetzt eben die Unterlagen für die Ausbildung zur Bürokauffrau – ordentlich abgeheftet habe.

Ich greife nach meinem Handy, das auf dem Sofa neben mir liegt, und öffne reflexartig lovoo. 49 Likes, 37 ungelesene Nachrichten. Es ist fast schon absurd, wie schnell die Maschinerie läuft, wenn man nur ein paar Fotos hochlädt, auf denen man nicht wie eine Statistikerin aussieht. Eigentlich bin ich vielleicht eine 6 von 10, wenn man ehrlich ist – die Schnitt-Optik halt, nichts Besonderes. Aber in dieser neuen Freiheit, zwischen den Pappkartons und dem Geruch von fremdem Staub, fühlt sich die plötzliche Aufmerksamkeit an wie ein kleiner Sieg. Ich scrolle durch die Profile der Männer aus Braunschweig und spüre ein leichtes Kribbeln im Bauch; die Erkenntnis, dass heute Abend niemand kontrolliert, wen ich in mein kleines Imperium einlade.

Ich wische die Profile mit einer fast schon klinischen Präzision nach links – zu jung, zu langweilig, zu verzweifelt. Nur drei bleiben übrig, die eine gewisse Spannung versprechen. Ein kurzer, verspielter Flirt, ein bisschen gegenseitiges Ausspähen, genau das Richtige für den Start in die Unabhängigkeit. Während ich die Nachrichten tippe, überlege ich bereits, welches Foto ich als Köder schicke. Mein Ziel ist klar: Ich will nicht nur Unterhaltungen, sondern neues Material für meine private Galerie. Ein paar gut gebaute Dick Pics, diskret in einem versteckten Ordner abgelegt, wären die perfekte digitale Trophäe für meinen ersten Abend in den eigenen vier Wänden.

Plötzlich ploppt eine neue Nachricht auf. Das Profilbild schreit förmlich nach „möchtegern Gangster“ – goldene Kette, Sonnenbrille im Gesicht, ein Blick, der so gefährlich wirken will, dass es fast schon wieder lustig ist. Doch als ich das Bild vergrößere, bemerke ich die Details: die massiven Oberarme, die Spannung im T-Shirt und eine Hautfarbe, die so tief und rabenschwarz ist, dass sie einen harten Kontrast zu meinen eigenen blassen Fingern bilden würde, wenn ich ihn berühre. Ich halte kurz inne, das Handy fast schon reflexartig fest im Griff. Es ist dieses typische Klischee, aber genau das macht ihn in diesem Moment so interessant. Ich überlege kurz, ob ich ihn direkt aussortiere oder ob ich dieses kleine Spiel mit dem Risiko spielen will.

Dann ploppt die erste Nachricht von ihm auf, und das arrogante Grinsen auf seinem Profilbild scheint direkt in den Text überzugehen: „Na, kleines Ding? Hoffentlich bist du im echten Leben nicht so schüchtern wie auf deinen Fotos. Komm mal klar und sag mir, ob du heute Abend Lust auf einen Mann hast, der weiß, wie man eine Frau wie dich bändigt.“

Ich ziehe eine Augenbraue hoch. Er ist 34 – fast doppelt so alt wie ich – und scheint es für nötig zu halten, mir seine Überlegenheit direkt in die erste Nachricht zu schreiben. Dieser herablassende Tonfall hätte mich normalerweise innerhalb einer Sekunde dazu gebracht, ihn zu blockieren, doch hier, in meiner ersten eigenen Wohnung, wirkt seine Selbstgefälligkeit fast schon wie eine Herausforderung. Es ist diese Mischung aus „viel zu alt“ und „gefährlich arrogant“, die mein Interesse weckt. Ich lächle leicht, meine Finger schweben über dem Display, während ich überlege, wie ich sein Ego ein Stück weit einbrechen lasse, bevor ich ihn vielleicht doch einlade.

Ich wische die anderen, höflich-langweiligen Nachrichten einfach beiseite; sie sind wie lauwarmer Tee im Vergleich zu diesem Typen. Mit einem kritischen Blick scanne ich sein Profil noch einmal. 198 cm – ein massiver Körper, der fast aus dem Bild zu platzen scheint, mit Muskeln, die so hart gezeichnet sind, dass man sie fast schon für eine Karikatur halten könnte. Die Texte sind voller Rechtschreibfehler und einer plumpen Direktheit, die keinen Zweifel daran lässt, dass er keine Zeit mit komplexen Gedankengängen verschwendet. Er ist nicht schlau, das ist klar, aber diese primitive Dominanz hat eine Anziehungskraft, die in der sterilen Welt der Bürokaufrau völlig fehlt. Ich tippe eine Antwort, die genau die richtige Mischung aus Desinteresse und Provokation ist, um ihn dazu zu bringen, seine Überlegenheit beweisen zu wollen.

„Schick erst mal ein Bild, auf dem man sieht, was du wirklich zu bieten hast, sonst verschwende ich meine Zeit nicht“, schreibt er kurz darauf, fast schon fordernd. Ich lache laut auf, fast schon amüsiert über seine plumpen Methoden, und überlege kurz, ob ich ihm ein Foto von meinen Füßen schicke, nur um ihn zu verwirren. Doch bevor ich tippen kann, ploppt eine weitere Nachricht auf: „Sicherst du dich gerade ab, du kleines, bedeutungsloses Ding? Glaub nicht, dass du mit ein paar hübschen Fotos jemanden wie mich beeindruckst, der schon mehr Frauen gefickt hat, als du Jahre auf diesem Erdenball bist.“ Die Beleidigung ist plump, fast schon primitiv, und eigentlich müsste sie mich abschrecken. Aber stattdessen spüre ich, wie sich ein heißes Kribbeln in meinem Unterleib ausbreitet. Es ist dieses Gefühl, herabgesetzt zu werden, das mich paradoxerweise gerade jetzt, in meiner neuen Freiheit, unglaublich anzieht.

Ich beiße mir auf die Unterlippe und spüre, wie die Hitze in meinen Wangen aufsteigt. Es ist ein absurdes Gefühl; rational weiß ich, dass dieser Typ ein absoluter Idiot ist, aber körperlich reagiere ich auf seine Arroganz wie auf einen elektrischen Schlag. Mein Bauch kribbelt bei dieser Art von respektloser Direktheit, einem Kontrast zu der extremen Höflichkeit und den steifen Regeln, die mich in meiner neuen Ausbildung erwarten. Ich will wissen, ob diese primitive Dominanz in der Realität genauso wirkt wie in seinen Nachrichten, oder ob er nur ein großer Fisch in einem sehr kleinen Teich ist.

Ich grinse ownerseits und tippe mit einer Mischung aus Neugier und einer Spur von Herausforderung zurück. Ich will wissen, wie weit er geht und ob sein Selbstbewusstsein auch ohne die Sicherheit eines Bildschirms Bestand hat.

„Und was genau willst du eigentlich?“, schreibe ich, bewusst knapp und ohne große Emotionen, um ihn erst recht aus der Reserve locken zu müssen.

Die Antwort kommt fast augenblicklich, als hätte er nur darauf gewartet, dass ich die Leine lockere. „Ich will keine tiefgründigen Gespräche, Schätzchen. Ich suche mir für heute Abend jemanden zum Ficken, und zufällig bist du gerade in meiner Nähe“, tippt er ohne jede Regung von Höflichkeit. Dann folgt ein kurzer Zusatz, der verrät, dass er meine Profilinfos genau studiert hat: „Und da du sowieso neu in der Stadt bist, wäre es doch ein perfektes Willkommensgeschenk, wenn du mir zeigst, wie gastfreundlich du in deiner neuen Bude bist, oder?“

Ein kurzer Schock durchfährt mich – so eine unverfrorene Dreistigkeit habe ich noch nie erlebt. Aber genau dieser Schock schlägt in eine fast schon aggressive Neugier um. Warum sollte ich mich einschüchtern lassen, nur weil er glaubt, die Regeln zu diktieren? Ein schadenfrohes Grinsen stiehlt sich auf meine Lippen, während ich die Nachricht tippe.

„Ein Willkommensgeschenk?“, schreibe ich zurück, gefolgt von einem spöttischen Emoji. „Du hast eine ganze Menge Selbstvertrauen für jemanden, bei dem ich mir sicher bin, dass sein Ego deutlich größer ist als sein Pimmel. Bevor du hier überhaupt an die Tür klopfst, musst du mir erst mal beweisen, dass du nicht nur heiße Luft produzierst.“

Sekunden später vibriert das Handy in meiner Handfläche. Ich öffne das Bild und für einen Moment vergesse ich komplett, wie man atmet. Es ist kein gefilterter Schnappschuss, sondern ein brutaler, frontaler Beweis: 21 Zentimeter tiefschwarzes Fleisch, massiv und erschreckend echt. Die Eichel glänzt feucht von ein paar Lusttropfen, und darunter hängen zwei dicke, runde Eier, die das Bild fast sprengen. Ich bin absolut perplex; mein Verstand versucht, die Dimensionen zu begreifen, während mein Körper bereits eine Entscheidung getroffen hat. Ein heftiges, elektrisierendes Kribbeln schießt direkt in meine Pussy, die augenblicklich feucht wird. Ich starre auf das Display, unfähig, den Blick abzuwenden, und spüre eine Mischung aus Panik und Gier – ich habe keine Ahnung, wie ich mit so einem Teil umgehen soll, aber der Gedanke daran lässt mich fast zittern.

Mein Herz hämmert gegen meine Rippen, während ich immer noch auf das Bild starre. Dann vibriert das Handy erneut. „Und jetzt die Adresse, Kleines. Schreib sie mir, bevor ich es mir anders überlege und mir jemanden suche, der weniger fragt und mehr liefert.“

Ein Teil meines Verstandes schreit mich an, dass das Wahnsinn ist. Ich kenne diesen Mann nicht, er ist aggressiv, dominant und wahrscheinlich ein totales Wrack – es wäre absolut dumm, einem Fremden mit dieser Einstellung den Weg in meine erste eigene Wohnung zu weisen. Aber während ich über die Sicherheitsbedenken nachdenke, spüre ich, wie die Hitze zwischen meinen Beinen immer intensiver wird. Meine Pussy ist längst nicht mehr nur feucht; sie pocht regelrecht vor Erregung, und der Gedanke an diese massiven 21 Zentimeter in meinem Inneren übertönt jede vernünftige Warnung. Mit zitternden Fingern tippe ich die Straße und die Hausnummer ein.

Ich tippe meine Adresse ein, während meine Hand so stark zittert, dass ich fast die Tasten verfehle. In einem plötzlichen Impuls lösche ich die Nachricht, in der ich ihn eigentlich nur warnen wollte, dass ich nervös bin. Stattdessen tippe ich mit einem letzten, riskanten Atemzug: „Kondome habe ich nicht, sorry“, und drücke auf senden. Es ist ein riskantes Zugeständnis, fast schon eine Einladung, die jede Sicherheitsvorkehrung über Bord wirft, doch der Gedanke an die rohe Intensität dieses Treffens lässt mich alles andere vergessen.

Die Antwort kommt prompt und ohne jede Empathie: „Nimm die Pille und gut ist!“, tippt er. Kein Herzchen, kein Flirt, nur ein knallharter Befehl. Ich starre auf die Worte und spüre, wie sich mein Magen vor Nervosität zusammenzieht, während mein Körper gleichzeitig eine Antwort gibt, die nichts mit Vernunft zu tun hat. Es ist diese absolute Gleichgültigkeit gegenüber meinen Bedenken, die mich paradoxerweise noch mehr in die Knie zwingt. Ich werfe einen letzten Blick in den Spiegel, streiche mir die dunkelblonden Haare aus dem Gesicht... Ich nehme die Pille...

Mit einem letzten, fast schon verzweifelten Blick auf mein Spiegelbild tippe ich die Antwort: „Ich nehme sie. Hier ist die Adresse: [Straße, Hausnummer]“. Dass ich ihm die Adresse im selben Atemzug wie mein Einvernehmen mit der Pille schicke, fühlt sich im Nachhinein fast schon zu unterwürfig an, doch mein Kopf rast bereits.

Die Antwort platzt fast augenblicklich auf dem Display auf: „10 Min. Bis gleich, du Schlampe.“

Ich starre auf das Wort, das Herzklopfen in den Ohren. Es ist kein Flirt mehr, es ist eine Ansage. Ich lege das Handy beiseite, und plötzlich wirkt die Stille der Wohnung nicht mehr befreiend, sondern bedrohlich erwartungsvoll. In zehn Minuten wird dieser Mann hier sein.

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