Klaras Abenteuer

Klaras Abenteuer

Abenteuer einer Adligen

Chapter 1 by Aiman_Folder Aiman_Folder

Es war eine dieser mondlosen Nächte, in denen das Schloss Winterfeld in gespenstischer Ruhe lag. Nur das leise Ticken der alten Pendeluhr im Ostflügel und das ferne, gleichmäßige Surren der Sicherheitsbeleuchtung begleiteten Klara von Winterfeld auf ihrem Weg durch das private Museum ihrer ****. Ihre Schritte hallten gedämpft auf dem kühlen Marmorboden wider – ein rhythmisches Klacken, das von den schwarzen High Heels stammte, die sie wie selbstverständlich trug, als wäre sie nicht auf nächtlicher Forschungsreise, sondern auf dem Weg zu einem Galaempfang. Klara war mit 1,64 nicht gerade groß, weshalb sie meist hohe Schuhe trug.

Sie trug ihre hellblonden Haare offen– ein ungewöhnlicher Anblick für jene, die sie sonst mit strenger Hochsteckfrisur oder in kunstvollen Flechtwerken kannten. Doch in dieser stillen Stunde, allein zwischen Ölgemälden, antiken Skulpturen und samtenen Vorhängen, schien ihr das Loslassen angemessen. Die seidigen Wellen umspielten ihre Schultern wie ein Schleier aus Licht, der in der Dunkelheit auf geheimnisvolle Weise schimmerte.

Die elfenbeinfarbene Bluse, die sie trug, schmiegte sich sanft an ihre Gestalt. Sie hatte lange Beine, eine schmale Taillie, einen knackigen Po und große feste Brüste. Der Stoff war hauchzart, fein gewebt, und unterstrich ihre aristokratische Anmut, ohne je aufdringlich zu wirken. Ein dunkler Bleistiftrock, perfekt geschnitten, betonte ihre Taille und folgte elegant der Linie ihrer Hüften, während er knapp über den Knien endete. Der Kontrast aus hellem Oberteil und dunklem Rock ließ sie zugleich **** und unnahbar erscheinen – wie eine Porzellanfigur, die jederzeit lebendig werden konnte.

Trotz der späten Stunde und der Einsamkeit des Ortes bewegte sich Klara mit ruhiger Selbstverständlichkeit. Es lag eine natürliche Autorität in ihrer Haltung, ein unaufdringlicher Stolz, der aus jahrhundertelanger Familientradition erwuchs. Ihre blauen Augen musterten aufmerksam jedes Exponat, jedes Schloss an den Vitrinen, jeden Schatten in den Ecken. Sie war gekommen, um in der Bibliothek nach einem Manuskript zu suchen – eine seltene Korrespondenz zwischen zwei barocken Malern, die für ihre Doktorarbeit von Bedeutung war.

Klara war seit Jahren Kuratorin des Museum, dass im Erdgeschoss des Familienschlosses lag. Klara hatte sich schon immer für Kunstgeschichte interessiert und das ihren Baechelor und Master jeweils als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Sie hatte vor einigen Wochen als Doktorantin begonnen und war dadurch ständig zwischen dem Schloss in Brandenburg und der LMU München auf Achse. Klara hatte den ganzen Tag über Führungen gegeben und war jetzt erschöpft. Sie unterdrückte ein Gähnen, als sie die Schlösser an den Fenstern kontrollierte. Es hatte in letzter Zeit häufig Einbrüche und Diebstähle in alten Schlössern gegeben und Klara wollte kein unnötiges Risiko eingehen. Plötzlich hörte sie ein Poltern im Rüstsaal, wo die Rüstungen und alten Waffen standen. Wahrscheinlich war wieder eines der alten Schwerter von der Wand gefallen. Klara blieb stehen und überlegte ob sie dem nachgehen sollte. Sie war todmüde und wollte eigentlich ins Bett, musste aber eigentlich in der Bibliothek im Familienarchiv nach den Briefen suchen. Vielleicht konnte aber auch ein Spaziergang draußen sie wieder wach machen.

Wo soll sich Klara hinwenden?

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