Auf gute Nachbarschaft
Neu in der Vorstadtsiedlung
Chapter 1
by
Reyhani
Kapitel 1
Das Missverständnis
„Du, wie geht es dir eigentlich mit unserem neuen Spießerleben?“
Die Frage platzte aus mir heraus, als ich grade das Licht ausmachen wollte. Da war sie wieder diese Unsicherheit. Hatten wir wirklich alles richtig gemacht mit dem Hauskauf und so?
„Hmm … was sagst du? Schau mal, dieses Grün. Für die Wand im Wohnzimmer. Was denkst du?“
Andrea reichte mir die Schöner Wohnen. Als guter Ehemann tat ich so, als ob ich die Seite aufmerksam studierte. Vielleicht machte ich mir einfach zu viele Sorgen. Aber die Veränderungen im letzten halben Jahr hatten mich total überfordert. Allein die ganzen Termine: Makler, Bank, Notar und jeder hatte eine eigene Sprache, die wir lernen mussten. Mehr schlecht als recht. Zum Glück hatte Andrea die Modernisierung unseres Häuschens mit Garten koordiniert. So musste ich mich nicht auch noch mit den Handwerkern rumschlagen. Dafür war ich ihr sehr dankbar.
Andrea wusste genau, wann sie meine Stimmungen ernst nehmen musste, wann es besser war, sie zu ignorieren und wann ich eine Ablenkung brauchte. Heute Plan C: Ihre Hand glitt unter der Decke in meine Boxershorts. Ich sah sie zärtlich an, sie schickte ein Lächeln zurück, das Unheil versprach.
„Ich will nur mal sehen, ob sich bei dem Grün was tut“, spottete sie. „Und wenn du umblätterst, ist da ist noch ein Vorschlag für ein Grau. Das trifft vielleicht am ehesten deinen neuen Spießergeschmack.“
Ich hatte nichts dagegen, dass sie mich aufzog. Das konnte nur bedeuten, dass sie gut drauf war. Um sie musste ich mir wie immer keine Sorgen machen, sondern nur meine eigene Angst vor Veränderung in den Griff bekommen. In ihrer pragmatischen Art zog Andrea im nächsten Satz einen Schlussstrich unter meine Rechnung:
„Aber mal im Ernst. Ich finde, es war genau die richtige Entscheidung. Das wird toll hier, wenn alles fertig ist. Und die Nachbarschaft scheint auch in Ordnung zu sein. Also ich hab keine Probleme damit, mich hier ein für alle Mal niederzulassen.“
Sie kuschelte sich an mich und knabberte an meinem Hals etwas unterhalb vom Ohr. Ich merkte, wie alle meine Sorgen von ihrem Atem, der nach Zahnpasta roch, weggeblasen wurden.
„Apropos Nachbarschaft“, kicherte sie mir ins Ohr, „du glaubst nicht, was Doro, also Frau Schmidt von links, heute Morgen zu mir gesagt hat. Ich habe mich ziemlich lange mit ihr unterhalten, als ich die Tonne rausgestellt habe. Sie hat gefragt, ob wir uns gut eingelebt hätten und ob wir am Samstag nicht mal zu einem gemütlichen Nachbarschaftsfick vorbeikommen wollten.“
Ich schaute meine Frau irritiert an. „Wie bitte, da musst du dich verhört haben. Sie hat sicher Nachbarschafts … äh ... treff oder so was gesagt.“
„Ich hab mich ganz bestimmt nicht verhört. Und ‚Treff‘ klingt doch auch ganz anders als ‚Fick‘.“
„Dann vielleicht ‚Gig‘. Nachbarschaftsgig hat sie bestimmt gesagt.“
„So ein Quatsch, was soll denn das sein, ein Nachbarschaftsgig?“
„Na ja, wo man als Nachbarn zusammen chillt. So heißt das eben heutzutage.“
„Aber nicht bei den Schmidts. Die sind doch bestimmt fünfzehn vielleicht sogar zwanzig Jahre älter als wir.“
„Dann haben sie es eben von ihren Kindern gelernt, oder von ihren Enkeln, falls sie welche haben.“
„Doro hat ganz bestimmt Nachbarschaftsfick gesagt!“
„Vielleicht sagt man das hier so und meint ein lockeres Treffen. Was weiß denn ich. Aber viel wahrscheinlicher ist es, dass du dich verhört hast. Gib es doch einfach zu.“
Andrea kuschelte sich noch enger an mich, knabberte an meinem Ohr. Ich durchschaute dieses klassische Ablenkungsmanöver natürlich. Es bewies nur, dass ich Recht hatte.
„Würdest du denn gerne mal?“, säuselte sie. „Eine Affäre mit der Nachbarin, um die frigide Ehefrau loszuwerden, gehört schließlich auch zum Spießerleben.“
Sie rieb zärtlich meinen Schwanz. Er wurde sofort etwas größer.
Triumphierend fuhr sie fort: „Ich glaube ich bin da auf der richtigen Fährte. Hier unten tut sich was.“
„Das muss das Grau sein“, erwiderte ich sarkastisch und wedelte mit der Zeitschrift. „Von frigider Ehefrau kann ja wohl gar keine Rede sein. Und außerdem ist mir Frau Schmidt viel zu fett. Ich mag es lieber sportlich.“
Ich drehte mich zu Andrea und begann sie zu küssen. Ich wusste, dass sie nur einen Witz gemacht hatte. Dennoch hatte ich das Bedürfnis klarzustellen, dass es für mich nur eine gab. Andrea ging begeistert auf meine Küsse ein aber ließ nicht locker:
„Doro hat vielleicht ein paar Pfunde zu viel, aber fett würde ich sie nun nicht grade nennen. Und hast du mal ihre enormen Titten gesehen. Ich dachte du stehst auf so was?! Das würde ein bisschen Abwechslung in deinen Spießeralltag bringen.“
Ich brummte nur monoton. Andrea sollte selbst entscheiden, ob aus Protest oder Zustimmung. Im Stillen entschuldigte ich mich bei Frau Schmidt, dass ich sie im Übereifer, Andrea zu gefallen, fett genannt hatte. Sie war mehr klein und kurvig, wie das heute hieß. Das mit den Titten stimmte wirklich. Ich hatte sie mal über den Zaun bei der Gartenarbeit beobachtet. Aus Bequemlichkeit trug sie keinen BH und die hängende Pracht brachte ihr T-Shirt wunderbar zum Wackeln.
Beim Küssen rieb Andrea weiter meinen Schwanz und setzte mir auch verbal weiter zu: „Ich glaube, da freut sich einer wirklich auf den Nachbarschaftsfick. Und du willst mir erzählten, dass ich mich verhört habe?! Dein bestes Stück wünscht sich jedenfalls, dass es genau so ist, wie ich gesagt habe.“
Grundsätzlich ließ ich mich gerne aufziehen, aber irgendwann war auch meine Geduld mal am Ende. Ich ging zum Gegenangriff über: „Und du, würdest du gerne mal mit Horst, oder wie Herr Schmidt auch immer heißt? Der ist doch mindestens einen halben Kopf kleiner als du und sein Haar wir auch schon ganz schön dünn.“
„Er heißt Frank und ja, er ist nicht der Größte. Aber hast du mal seine Arme gesehen. Zum anbeißen. Und was er für ein tolles Deck hinter dem Haus gebaut hat. Auf jeden Fall würde ich ihn gerne mal näher kennenlernen. Von dem kann man handwerklich bestimmt noch viel lernen – und jetzt fick mich endlich, auf Samstag kann ich auf keinen Fall warten.“
Das war das Ende der Diskussion. Zum Glück war ich vorbereitet. Ich hatte Andrea längst von dem T-Shirt, in dem sie schief, befreit und angefangen, an den Steckern in ihren Brustwarzen zu spielen. Ihre Brüste waren klein und spitz aber dieses Spielzeug, das noch aus ihrer Punkphase während des Studiums stammte, machte das mehr als wett.
Gleichzeitig hatte sie mir die Boxershorts heruntergezerrt und zog mich zwischen ihre Beine. Ein weiteres Vorspiel war nicht erwünscht und auch nicht notwendig. Sie positionierte meinen Schwanz am Eingang ihrer Möse und schlang dann die Beine um mich.
Sie war so feucht wie ich hart war. Unser Dirty Talk hatte sie auch angemacht. Ob es die Vorstellung war, von den muskulösen Oberarmen unseres Nachbarn gehalten zu werden? Ich schob den Gedanken beiseite und konzentrierte mich darauf, sie erst behutsam dann immer fordernder zu stoßen. Es war kurzer, schnörkelloser Sex. Nach Spießerart in der Missionarsstellung.
Hinterher schliefen wir befriedigt aneinander gekuschelt ein. Alle großen und kleinen Probleme hatten sich in wundersamer Weise aufgelöst. Über die merkwürdige Einladung der Nachbarn oder die Farbe des Wohnzimmers würden wir uns später den Kopf zerbrechen.
What's next?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
„When in Rome, do as the Romans do“, heißt es ja so schön. Das gilt auch für meine Frau Andrea und mich. Wir haben uns ein Haus in der Vorstadt gekauft und versuchen uns zu integrieren. Zum Glück sind unsere Nachbarn alle sehr aufgeschlossen und nehmen uns mit offenen Armen auf.
Updated on Mar 15, 2026
by Reyhani
Created on Dec 18, 2025
by Reyhani
- All Comments
- Chapter Comments