What's next?
Sohle und Seide
Sie ließ die Handfläche noch einen Herzschlag lang auf meiner Brust ruhen, spürte das wilde, unkontrollierte Hämmern darunter und zog die Finger dann langsam zurück.
„Schlafzimmer“, sagte Loona kühl. Kein Laut mehr.
Ich folgte ihr durch den gedämpften Flur, den Kopf noch voll von Emmas lautlosem Zusammenbruch, während tief im Unterleib das vertraute, dumpfe Pochen gegen das Harz schlug. Drinnen brannte nur das matte, bernsteinfarbene Licht der kleinen Nachttischlampe. Loona setzte sich auf die Bettkante, gekleidet in die weiche, dunkle Sweatpants, die sie zu Hause trug. Ihre Hand glitt neben sich auf das Kissen und hob ein breites, schweres Seidentuch empor. Schwarz, blickdicht, unnachgiebig. Sie hielt es mir wortlos entgegen.
Ich zögerte keine Sekunde. Ich nahm ihr den Stoff aus den Fingern, legte die kühle Seide über meine Augen und knotete sie am Hinterkopf fest.
Die Schwärze schluckte den Raum mit einem Schlag, und im selben Moment schärften sich alle anderen Sinne bis zur Schmerzgrenze. Das leise, schleifende Rascheln von Baumwolle verriet mir, dass sie die Beine öffnete und das Gewicht auf dem Bett nach hinten verlegte.
„Komm her“, raunte sie in die Dunkelheit.
Ich sank auf die Knie und kroch blind über den Teppich auf die Matratze, bis meine Stirn die Wärme ihrer nackten Oberschenkel streifte. Meine Hände tasteten sich an ihren Hüften empor und schoben den elastischen Bund ihrer Hose nach unten. Bei jeder Vorwärtsbewegung bohrte sich der Harzkäfig unbarmherzig in meine Leiste. Die starre Hülle schnürte mich gnadenlos ein, verweigerte mir die winzigste Schwellung und jagte pulsierende Hitzewellen durch mein Becken. Ich war versiegelt. Ich konnte mir nichts nehmen, forderte nichts ein. Ich durfte nur geben – und ich durfte sie nicht sehen. Nicht nackt. Nicht in dieser Blöße. Nur schmecken.
Als meine Lippen die feuchte, brennend heiße Haut zwischen ihren Schenkeln berührten, entfuhr Loona ein langes, zitterndes Keuchen. Ihre Finger fuhren augenblicklich in mein Haar, krallten sich mit brutaler Bestimmtheit in die Strähnen und rissen mein Gesicht noch tiefer gegen sich.
Ich verlor mich vollständig darin. Ohne Augenlicht existierte nichts außer dem Geschmack ihres Körpers auf meiner Zunge, dem unruhigen Aufbäumen ihres Beckens unter meinen Händen und dem unerbittlichen Rhythmus, den ihre Faust an meinem Hinterkopf diktierte. Ich leckte sie mit einer Präzision und Ausdauer, die jeden eigenen Gedanken auslöschte, Zentimeter für Zentimeter. Bei jedem ihrer heiseren, unterdrückten Laute zuckte mein eingesperrtes Glied hilflos im Zylinder, schmerzhaft überreizt und zur absoluten Reglosigkeit verdammt. Diese totale Ausweglosigkeit trieb mich nur noch tiefer hinein. Ich wollte nirgendwo anders sein als hier.
Ihre Schenkel begannen unkontrolliert zu zittern. Der Griff in meinen Haaren wurde schneidend fest.
„John… genau da… wag es nicht aufzuhören…“
Ihr Becken ruckte hart nach vorn, ein heftiger Krampf riss durch ihre Muskeln, und sie entlud sich mit einem erstickten Schrei direkt gegen meine Lippen. Ich hielt sie, trank jeden Schauder in mich auf, während sie mir die Beine fest um den Kopf presste.
Doch sie ließ mich nicht los.
„Noch einmal“, hauchte Loona, ihre Stimme heiser, rau und doch ein eisernes Diktat. „Du bleibst.“
Ich gehorchte. Ich leckte weiter, die Wangen nass von ihrer Nässe, der Kiefer schmerzend, mein Käfig eine glühende, nutzlose Enge unter dem Stoff. Den zweiten Orgasmus forderte sie noch unerbittlicher ein. Ihre Fingernägel gruben sich tief in meine Kopfhaut, ihr Körper presste sich so schwer auf meinen Mund, dass mir für Momente der Atem stockte. Ich nahm alles, was sie mir aufzwang, bis das Beben in ihr verebbte und sie schwer atmend über mir zusammensank.
Minutenlang herrschte nichts als ihr unruhiger, keuchender Atem in der Stille.
Bevor sich ihr Körper ganz entspannte, spürte ich hinter der Binde, wie sie sich zurückzog. Der Stoff ihrer Sweatpants raschelte wieder leise, als sie ihn nach oben zog und den Bund akkurat glattstrich. Erst als sie wieder vollkommen angezogen und unnahbar auf der Kante saß, löste sich der feste Griff in meinem Nacken. Ihre Finger glitten langsam durch meine Strähnen, strichen beiläufig über meine feuchte Wange und zogen das Seidentuch von meinen Augen.
Ich blinzelte benommen gegen das schwache Lampenlicht. Mein Kinn glänzte nass, die Lippen brannten taub, und mein Atem ging flach. Loona saß vor mir – kühl, vollkommen gesammelt, die Sweatpants wieder akkurat an Ort und Stelle, als wäre die Hitze der letzten Minuten eine bloße Einbildung gewesen.
Ihre Hand glitt in die Tasche, und mit einem metallischen Laut zog sie den kleinen Schlüssel hervor. Sie schob meine Jogginghose mit einer beiläufigen Bewegung hinab. Das Schloss klickte, der Harzkäfig löste sich, und die kühle Luft traf mein überreiztes, pulsierendes Glied wie ein Schlag.
Doch sie berührte mich nicht mit den Händen.
Loona lehnte sich gemächlich auf der Bettkante zurück, stützte sich auf die Ellbogen und hob ein Bein. Die kühle, samtige Sohle ihres nackten Fußes legte sich schwer auf meinen schmerzhaft pochenden Schaft. Ihre Zehen schlossen sich um die Eichel, formten eine enge, geschmeidige Schlinge und begannen mit langsamem, erbarmungslosem Druck über das gereizte Fleisch zu gleiten.
„Siehst du?“, flüsterte sie mit einem herablassenden Lächeln, während ihr Fuß den Rhythmus anzog. Die weiche Mulde ihrer Fußsohle rieb fest an der Unterseite, ihre Zehenspitzen kneteten die Spitze mit chirurgischer Grausamkeit. „Braver Junge. Du hast dir eine Belohnung verdient. Aber du bekommst nur meine Füße, wobei das mehr als genug ist. Du scheinst ja auf Füße zu stehen, wenn ich mir so ansehe, wie du die Füße meiner Mutter anstarrst.“
Die Reizüberflutung brach explosionsartig über mich herein. Nach Tagen der Abschnürung, der Finsternis unter dem Tuch und dem Geschmack ihres Körpers noch frisch auf meiner Zunge trieb mich diese beiläufige Verachtung über den Rand. Mein Becken bäumte sich unkontrolliert gegen ihre Fußsohle auf. Ein erstickter Laut riss sich aus meiner Kehle, und die Entladung schoss heftig hervor, ergoss sich in pulsierenden Schwüngen über ihren Spann und ihre Zehen, während sie mit unbewegter Miene von oben herab zusah.
Noch während mein Körper bebend nachließ, zog sie den feucht glänzenden Fuß langsam zurück und wischte ihn mit einer demonstrativen, fast gelangweilten Bewegung am Stoff meiner heruntergezogenen Hose ab.
„Saubermachen“, sagte sie tonlos, griff nach dem Käfig auf der Decke und hielt mir die kalten Harzschalen vor die Augen. „Und dann machst du dich wieder zu.“
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