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Reste der Clubnacht

Chapter 44 by Levantin Levantin

Das dumpfe Summen des Rechnerlüfters war längst verstummt. Mein Zimmer lag im tiefen, kühlen Schatten der späten Nacht, nur das fahle Licht der Straßenlaternen warf gitterartige Muster über die Decke. Ich lag auf dem Rücken, die Bettdecke bis zur Hüfte gezogen. Schlafen konnte ich nicht.

Mein Schritt fühlte sich an wie ein einziger pochender Schmerzherd. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, hallten Timos begeisterte Worte in meinem Kopf nach – gepaart mit den schmutzigen Lügen, die ich ihm über Loona aufgetischt hatte. Der Harzkäfig hatte die unfreiwillige Erregung brutal zusammengedrückt; die Haut an der Basis brannte heiß und wund. Ich war erschöpft, doch die ständige Angst vor der Haustür hielt mein Adrenalin am Kochen.

Gegen vier Uhr morgens schnappte das Schloss der Wohnungstür leise ins Schloss.

Gedämpfte Schritte auf dem Parkett. Das helle Klacken von Absätzen, die nach wenigen Metern abgestreift wurden. Mein Magen zog sich reflexartig zusammen. Mein Herzschlag hämmerte bis in die Schläfen.

Die Tür zu meinem Zimmer wurde ohne anzuklopfen aufgestoßen. Ein Streifen warmes Flurlicht schnitt durch das Dunkel und riss mich vollends aus der Starre.

Im Türrahmen lehnte Loona. Ihr Anblick verschlug mir sofort den Atem: Das kurze, schwarze Kleid saß noch immer hauteng an ihren Hüften, doch die feinen Träger waren leicht verrutscht. Ihre dunklen Haare fielen wild und ungezähmt über die Schultern. Der Raum füllte sich mit einem berauschenden, schweren Duft – teures Parfüm, vermischt mit dem herben Hauch von Alkohol, Zigarettenrauch aus dem Club und der warmen Ausdünstung durchtanzter Stunden.

Ihre Augen glänzten im Halbdunkel, dunkel und schwer von Rausch und purer Dominanz. Ein zynisches, träges Lächeln lag auf ihren rot bemalten Lippen.

„Immer noch wach, mein Guter?“, flüsterte sie mit rauchiger Stimme. Sie schloss die Tür hinter sich, und das Zimmer versank wieder in dämmrigen Schatten.

Sie trat langsam an mein Bett heran, das Rascheln ihrer Strümpfe auf dem Teppich klang bedrohlich nah. Ohne ein weiteres Wort riss sie mir mit einem Ruck die Decke weg. Die kühle Nachtluft traf meine Beine und die dünne Schlafhose, unter der sich die harte Kontur des Harzgehäuses unübersehbar abzeichnete.

Sie beugte sich hinab, stützte sich mit einer Hand auf meiner Brust ab und drückte ihr ganzes Gewicht leicht nach unten. Ihr heißer Atem strich über mein Gesicht. Mit der anderen Hand griff sie grob durch den Stoff direkt in meinen Schritt.

Ihre lackierten Fingernägel tasteten unbarmherzig nach dem Schloss. Sie packte den Zylinder, rüttelte einmal fest daran – ein stechender Schmerz schoss mir durch die Leiste, und ich keuchte auf.

„Sehr brav“, murmelte sie zufrieden und strich mit den Fingerspitzen über das feste Plastik, das mein gefangenes Fleisch umschloss. „Kein Kratzer. Kein Fluchtversuch. Du hast die Leine heute genau so gehalten, wie ich es befohlen habe.“

„Ich… ich habe getan, was du gesagt hast“, stammelte ich heiser, unfähig, ihrem intensiven Blick standzuhalten.

„Ich weiß“, hauchte sie dicht an meinen Lippen, doch als ich den Kopf auch nur einen Millimeter hob, wich sie zurück und lachte leise. „Glaub aber bloß nicht, dass die Nacht damit für dich vorbei ist. Der Club war fantastisch. Die Musik war laut, die Bässe tief, und mein Körper brennt.“

Sie richtete sich auf und griff nach dem Nachttisch, wo sie mit geübter Hand zwei Gegenstände hervorzog: die weichen Lederriemen mit den Schnallen und die dicke, schwarze Augenbinde.

„Hände über den Kopf. An die Bettpfosten. Sofort.“

Mein Körper gehorchte, bevor mein Verstand protestieren konnte. Ich streckte die Arme aus, packte das kalte Metall des Gestells. Loona verschwendete keine Sekunde. Mit schnellen, routinierten Griffen zurrte sie die Riemen um meine Handgelenke fest, zog das Leder unnachgiebig stramm, bis mir jede Bewegungsmöglichkeit genommen war. Danach glitt das kühle Seidentuch über meine Augen. Die Dunkelheit schlug vollkommen über mir zusammen. Ich hatte sie noch nie vollkommen unbedeckt gesehen, und die Schwärze vor meinen Augen zementierte diese unüberwindbare Distanz gnadenlos ein.

Meine Sinne verengten sich schlagartig auf das Gehör und den Tastsinn. Ich hörte das leise Reiben von Stoff, das Knistern von Nylon, das Hochraffen des Saums – sie entkleidete sich keineswegs ganz, sondern schob nur beiseite, was ihr im Weg war.

Die Matratze federte ein, als sie auf das Bett stieg. Kühle Knie drückten sich links und rechts neben meinen Hals in die Kissen.

„Du hast vorhin ganz brav am Hörer gebeichtet, wie sehr dich die kleine Emma erregt hat“, flüsterte ihre Stimme direkt über mir, nun völlig frei von Zögern. „Jetzt wirst du mir zeigen, wofür deine Zunge wirklich taugt.“

Bevor ich antworten konnte, senkte sich ihr ganzes Gewicht auf mein Gesicht.

Die glatte, feuchte Hitze ihrer Scham presste sich mit voller Wucht über meinen Mund und meine Nase. Der Geruch war überwältigend – moschusartig, heiß, getränkt von durchtanzten Stunden. Ich keuchte auf, doch der Laut erstickte sofort an ihren Schamlippen.

„Leck mich“, befahl sie dumpf von oben, während sie eine Hand in meine Haare grub und meinen Kopf unbarmherzig in ihr Fleisch zog. „Feste. Jeder Tropfen gehört dir.“

Ich streckte die Zunge heraus und begann zu arbeiten. Doch schon beim ersten tiefen Zug stockte mir das Herz im Leib.

Da war etwas anderes.

Eine dickflüssige, fremde Feuchtigkeit mischte sich unter ihren eigenen Saft. Ein unverkennbar bitterer, metallisch-salziger Geschmack legte sich schwer und heiß auf meine Zungenspitze.

Sperma.

Ungeschützt. Sie war im Club nicht nur tanzen gewesen. Irgendein Fremder hatte sie gehabt, hatte sich rücksichtslos in sie ergossen, kurz bevor sie nach Hause gekommen war. Die Erkenntnis traf mich wie ein Stromschlag, schnürte mir die Kehle zu und ließ die Welt um mich herum kippen.

„Schluck es runter, John“, hauchte sie mit grausamer Belustigung, als hätte sie mein kurzes Erstarren genau gespürt. Ihre Finger krallten sich noch fester in meine Kopfhaut. „Schluck alles.“

Sie begann, ihr Becken kreisend auf meinen Zügen zu reiben, presste sich mit einer Rücksichtslosigkeit gegen meine Zungenspitze, die mir fast die Luft zum Atmen abschnitt.

In mir explodierte ein Inferno. Der Kontrast war unmenschlich: Unter der Augenbinde blind, die Handgelenke gefesselt, das Gesicht unter den Schenkeln der Frau begraben, von der ich Timo gerade noch vordiktiert hatte, wie ich sie im Bett beherrschen würde – während ich nun die nassen Reste eines namenlosen Fremden von ihr leckte. Und tief in meiner Hose revoltierte mein Schwanz gegen das Verbot. Er pumpte sich voll, verlangte nach Erlösung, schlug mit unerträglicher Wucht gegen die Wände des Harzkäfigs. Die Schmerzen schnitten mir tief ins Fleisch, pulsierten synchron zu meinen verzweifelten Zügen.

Loona ritt mein Gesicht immer wilder. Ihre Nägel gruben sich schmerzhaft in meine Kopfhaut, ihr Atem ging stoßweise, keuchend, heiß.

„Ja… genau so, du erbärmliches kleines Spielzeug… nimm alles!“, stieß sie hervor, das Becken im harten Takt gegen meine Lippen hämmernd.

Sie bäumte sich auf, ein langes, kehliges Stöhnen riss sich aus ihrer Kehle, und ihre Oberschenkel pressten sich wie zwei Schraubstöcke um meine Schläfen. Eine glühende Welle brach über meinen Mund herein, während ihr Körper in heftigen Krämpfen über mir erbebte. Ich leckte und schluckte blind, trank das Gemisch aus ihrer Lust und dem fremden Samen in mich hinein, während sie ihren Höhepunkt bis zum letzten Zucken auf meinen Gesichtszügen auskostete.

Schließlich sackte sie mit einem schweren, erschöpften Seufzen in sich zusammen. Sie blieb noch einen quälend langen Moment auf mir sitzen, bevor sie ihr Becken langsam hob und von mir herabglitt.

Mein Gesicht brannte, nass und klebrig. Meine Lungen zogen keuchend die kühle Zimmerluft ein, während auf meiner Zunge noch immer der bittere Geschmack klebte.

Ich lag blind in den Fesseln und lauschte. Neben dem Bett raschelte Stoff. Das Streifen von Seide, das Glattziehen ihres Kleids, das Zurechtrücken der Träger. Sie kleidete sich vollkommen wieder an, verhüllte jeden Zentimeter ihres Körpers, bevor sie überhaupt daran dachte, mich zu befreien.

Erst als das Leder ihrer Absätze wieder leise über den Boden scharrte, traten ihre Hände an meinen Kopf. Mit einem beiläufigen Ruck riss sie mir die Augenbinde vom Gesicht.

Das Dämmerlicht stach in meinen Augen. Ich blinzelte benommen. Loona stand vollständig angezogen neben dem Bett, das schwarze Kleid perfekt glattgestrichen, die Lippen dunkel und verwischt, die Augen voller herablassendem Spott. Nicht ein Millimeter Haut, den ich nicht auch auf der Straße hätte sehen können.

Sie löste mit schnellen, gleichgültigen Griffen die Riemen an meinen Handgelenken, ohne mich aus den Augen zu lassen. Ihr Blick wanderte kurz zu meinem Schritt, wo sich die Hose über dem verriegelten Käfig wie ein gespannter Bogen wölbte.

„Das Schloss bleibt natürlich zu“, sagte sie trocken, wandte sich um und warf sich ihren Mantel über die Schultern. „Schlaf gut, John. Morgen nach der Schule wartet Emma mit ihren Freundinnen auf dich – und du wirst perfekt sein.“

Die Tür fiel ins Schloss. Ich blieb allein im Dunkeln zurück, die Fesseln lose neben mir, den Geschmack fremden Spermas im Mund, während mein gefangener Schwanz im Harz um Gnade bettelte.

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