Ein echtes Problem wie es scheint.

Probleme und Lösungen.

Chapter 32 by The Pervert

Die Kettenglieder bestanden aus Eisen und der Kragen sogar aus Waffenstahl. Obwohl Lesya kräftiger war als man ihr zutraute, konnte sie die dicken Eisenringe der Kette nicht aufbiegen. Auch nicht als sie einen Stock zu hilfe nahm.
Die Kette war über einen Bolzen mit dem Kragen verbunden, der diesen auch geschlossen hielt. Auch der Bolzen bestand aus Eisen.

Lesya überlegte. Sie hatte sich in dem Dorf immer genau umgesehen und eine Menge Dinge gelernt indem sie den Leuten bei ihren Arbeiten zusah.
Auch den Schmied hatte sie häufig bei der Arbeit beobachtet. Das kam ihr nun zugute.

Sie hatte zwar keine Werkzeuge und verstand nichts vom Schmieden, aber sie hatte auch gesehen wie der Schmied seine Arbeiten nachbearbeitete.
Etwa wenn er die Klingen von Messern, Sensen oder auch Schwertern dadurch schärfte indem er die Klingen immer wieder in Kisten mit Eisenspänen stiess.
Oder wenn er Grate entfernte und Kanten abrundete mit einer Stange aus Waffenstahl in die er zuvor mit einem Meissel eine Reihe von dicht aneinander liegenden Kerben gehauen hatte.
Er hatte ihr erklärt das er dieses Werkzeug, das er „Feile“ nannte benutzte um so auch Kanten zu glätten die er mit seinen normalen Schleifsteinen nicht erreichen konnte.

Das war ihr Schlüssel. Sie wusste welche Sorte Steine der Schmied benutzte um Kanten zu schleifen und nach einigem Suchen fand Sie im Bachbett auch welche.

Sie suchte den brauchbarsten heraus, länglich und von der richtigen Grösse und begann den breit gehämmerten Kopf des Bolzens zu bearbeiten.
Das Eisen liess sich tatsächlich abschleifen, wenn die Arbeit auch sehr mühsam war, weil Lesya den Kragen und den Stein nicht gut halten konnte und dauernd abrutschte.
Es würde eine ganze Weile dauern, aber wenn sie den Kopf des Bolzens abgeschliffen hatte konnte sie ihn durch die Öffnung des Kragens drücken und das störende Ding los werden.

Inzwischen war der Tag schon eine Weile angebrochen und Lesya fühlte sich eindeutig besser als am Tag zuvor. Sie freute sich über das zwitschern der Vögel in den Zweigen, die sich nicht um Orken und Menschenleben kümmerten sondern nur um ihre eigenen Probleme.
Lesya hörte und sah auch einige der anderen Waldbewohner durch das Dickicht streifen und freute sich an diesem normalen Leben. Mehr den je fühlte sie sich zwischen den Bäumen dieses Waldes geborgen. Sie wusste das der friedliche Schein trog, auch hier herrschten Jagd und tot, aber es gab zumindest keine Kreaturen die nur aus Hass oder Bosheit andere töteten.
Der Tod hier war ehrlicher als in der Welt der Menschen.

Deshalb fiel ihr auch sofort auf als sich etwas veränderte.
Nicht das Lesya sich besonderes auf ihre Umgebung konzentriert hätte. Es war genau derselbe Instinkt der sie auch in einem verschlossenen Haus oder einer Höhle genau wissen liess ob es Tag oder Nacht war und wo die Sonne oder die Monde Aerterils standen.
Es waren kleine Veränderungen die sie unbewusst registrierte und die sie von ihrer Beschäftigung mit dem Schleifstein aufschauen liess.
Sie spürte das sich ihr erneut eine Gefahr näherte.
Und die Elfe brauchte nicht lange zu raten was für eine Gefahr das sein mochte.

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Die Flucht geht weiter.

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