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Chapter 10 by ThormGravis

Unternimmt Remy noch etwas?

sie macht sich auf den Weg

Remy ahnte, dass sie nicht schlafen können würde, ohne noch wenigstens noch einen kleinen Spaß- und Adrenalin-Kick zu erleben. Wie üblich hatte sie es nicht schwer, sich selbst einzureden, dass es klüger sei, noch ein wenig Party zu machen statt sich unzufrieden im Bett hin und her zu wälzen. Daher putschte sie sich mit einem Energydrink und einer kleinen Dosis Amphetaminen auf und wählte ein sexy, aber nicht übertrieben aufgestyltes Outfit aus Minirock, Heels und Tanktop.

Während sie auf den Aufzug wartete, wog sie innerlich Vor- und Nachteile ab, vielleicht doch noch bis New York zu fahren, wo das Partyleben wesentlich ausschweifender und exzessiver war. Dagegen sprach eindeutig, dass sie auf Amphetaminen immer Probleme mit dem Autofahren hatte. Außerdem würde es eine gute Stunde dauern und Remy wollte lieber jetzt als gleich mit der Party beginnen.

Der Aufzug kam und Remy fuhr ins Erdgeschoss. Sie hatte sich gegen New York und somit auch gegen die Tiefgarage entschieden. Als sich die Türen öffneten, erschrak Remy leicht und wisch instinktiv einen Schritt zurück, als ihr drei junge Männer gegenüber standen. Sie hatte um diese späte Zeit nicht mehr noch mit anderen wachen Bewohnern des Gebäudekomplexes gerechnet. Offenbar ging es dreien ebenso. Der erste machte einen unaufmerksamen Schritt vorwärts, als er den Aufzug betrat, und hatte den Blick zu seinen Freunden gewandt, so dass er und Remy beinahe zusammenstießen, als die Ärztin ihrerseits den Lift verlassen wollte. Nur ihre schnelle Reaktion verhinderte einen Zusammenprall. Einen Augenblick später lachten beide über das Missgeschick.

"Oh, Verzeihung, Dr. Hadley", entschuldigte sich der junge Mann.

"Macht doch nichts. Ich habe selbst nicht aufgepasst." Remy winkte ab und schenkte ihrem Gegenüber ein freundliches Lächeln. Sie kannte ihn von flüchtigen Begegnungen im Treppenhaus oder wie gerade am Aufzug. Er hieß Mark oder Matt oder etwas in der Art und war, wenn Remy sich richtig erinnerte, Student für Informatik oder irgendetwas anderes, was mit Computern zu tun hatte. Er war 18 oder 19, wohnte ein Stockwerk über ihr, war recht groß, hatte kurzes schwarzes Haar und eine durchschnittliche Figur. Ihn als attraktiv zu bezeichnen wäre eine Schmeichelei gewesen, doch er war auch nicht gerade hässlich. Dann fiel Remys Blick auf seine beiden Begleiter, die etwa im selben Alter waren. Einer schien ziemlich sportlich zu sein, der andere hatte einen ziemlich dicken Bauch. Als sie die Kiste Bier und den Rucksack sah, aus dem ein Flaschenhals ragte, der eindeutig nach Spirituose aussah, deutete sie lächelnd darauf. "Lasst mich raten. Ihr trefft euch, um noch für das College zu lernen."

"Aber sicher doch, Dr.Hadley." Ihr Nachbar grinste. "Sie wissen das ja sicher von ihrer College-Zeit. Eifriges Lernen ist immer wichtiger als dieser Partyunsinn."

"Natürlich. Ich habe auch niemals Partys gemacht", spielte sie mit und schenkte den jungen Männern ein vielsagendes Lächeln. "Deine Eltern haben dir die Wohnung ja auch nicht gekauft, um dort wilde Partys zu feiern, sondern damit du in Ruhe und Abgeschiedenheit deine Ausbildung vorantreiben kannst."

"Aber klar doch. Und meine Freunden helfen mir, die ganzen schweren Lektüren hochzutragen. Wir werden die ganze Nacht über ausgiebig mit deren Studium verbringen." Dabei deutete er auf seine Begleiter, erst auf den Sportlichen, dann auf den Dicken. "Das sind Kevin und Donny." Dann schien ihm ein anderer Gedanken zu kommen und sein Blick glitt bemüht unauffällig über Remys Körper.

"Was für tugendhafte junge Männer", erwiderte Remy mit leicht lasziver Stimme, als sie den Aufzug verließ, "wie schade, dass ich nicht keine netten Männer mag." Sie zwinkerte den dreien zu und wackelte leicht mit dem Hintern. "Viel Spaß beim Lernen."

Trennen sich ihre Wege?

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