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Tagebuch: In einer Beziehung mit Peter
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Liebes Tagebuch,
es ist komisch und aufregend zugleich. Peter will uns noch nicht öffentlich machen, weil ich seine Mieterin bin. Scheinbar gibt es hier im Dorf sehr viel Klatsch. Auch ohne dass wir uns öffentlich sehen, schauen mich die Frauen mit finsteren Blicken an. Ich kann verstehen, warum wir uns Zeit lassen sollten. Zu mir kann er leider nicht kommen, weil der Bürgermeister seit letzter Woche fast jeden Abend bei Silke ist. Wenn er nicht so alt und dick wäre, würde ich denken, sie hat eine Affäre. Im Moment ist mir das egal. Zu ihm können wir auch nicht, weil er scheinbar noch in der Nähe oder bei seinen Eltern wohnt. Dorf halt.
Abends mache ich das Licht an, schaue, ob Peter über seine zweite Nummer geschrieben hat, und dann mache ich mir meistens ein Hörspiel an. Die zweite Nummer ist unser Geheimnis. Keine Herzchen im normalen Chat. Aber ist kein Vermieter-Ton. Nur er, hart und nah, als hätte jemand den höflichen Mann an der Tür ausgezogen und den anderen davorgelassen. Wenn wir uns irgendwo sehen, ist er wieder der Coole, der Normale, der mit dem Werkzeugkasten nickt und weitergeht. Über die zweite Nummer ist er der Schlimmste. Oh Gott, ist das geil. Er ist fast so dominant wie in meinen Hörspielen.
Ich liege oft noch eine Weile mit dem Handy auf der Brust und warte auf den kurzen Ton. Drei Häkchen. Gut. Wie immer. Dann die andere Linie, und plötzlich bin ich nicht mehr die Mietern, sondern die, die im Ruheraum gesagt hat, er dürfe Fotos machen, nur für ihn. Ich muss das nicht wiederholen. Er fragt nach einem Foto und er bekommt eins. Oder ich schicke ihm einfach eins. Seitdem weiß mein Körper, dass er zu ihm gehört. Ich prüfe das Display, als hinge mein Abend davon ab, und meistens hängt er das.
Es hat damit angefangen, dass ich ihm das Tittenbild geschickt habe. Oben ohne, Spiegel, ein Grinsen, das nach Mitwisserin aussah. Er schrieb, er wolle mehr. Ich habe ihm ein Foto von meiner blanken Muschi geschickt. Es kam nur ein Teufel-Emoji zurück. Davon habe er schon viele. Er möchte bewegte Bilder. Also habe ich für ihn getanzt und gestrippt.
Ich habe die Lampe angemacht, das Handy auf den Stuhl gelehnt und zuerst nur gestanden, als müsse ich noch überlegen. Bluse auf. Schultern kreisen. Der Stoff rutschte über die Brustwarzen, und sie wurden sofort hart, weil ich wusste, dass er das später sehen würde. Rock zu den Füßen. Kein Slip. Ich habe mich gedreht, den Po zur Kamera, den Rücken durchgedrückt, dann wieder nach vorn, die Hände an den Innenseiten der Schenkel, bis der Schritt im Bild lag, glatt, schon glänzend, nur weil jemand auf der anderen Seite warten würde. Ich habe die Brustwarzen zwischen zwei Finger genommen und gezogen, langsam, und in die Linse gelächelt, klein und devot, als fragte ich, ob das reicht. Es hat ihm sehr gefallen. Das hat er nicht höflich geschrieben. Das hat er geschrieben wie ein Befehl, der schon erledigt war.
Dann kam das Foto von seinem Schwanz. Endlich. Jetzt weiß ich, was ich da in mir gespürt und geschmeckt habe. Dick, die Eichel dunkel, ein Glanz an der Spitze, der Schaft mit dieser Aderung, die man nicht erfindet, wenn man nur Hörspiele kennt. Ich habe lange darauf gestarrt. Nicht prüfend. Verliebt und durstig. Das also. Das war in mir. Das hat mich vollgespritzt und ist gegangen, bevor die Stunde um war. Ich habe das Bild gespeichert, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nichts zu speichern, und mir später die Finger in die Muschi geschoben, nur um den Satz zu wiederholen: er wird mich wieder ficken.
Seitdem schicke ich ihm regelmäßig um halb elf etwas von mir. Seine erste Pause. Ich stelle den Wecker etwas eher damit er mich die ganze Pause anschauen kann. Manchmal sitze ich noch am Schreibtisch, das Headset schief, und ziehe unter dem Rock den Slip zur Seite. Ein Foto von unten, die Lippen schon feucht. Manchmal nur die Brustwarzen, hart vom Zug am Fenster. Manchmal ein kurzes Video, zwei Finger, die sich spreizen, ein Flüstern, das ich selbst kaum höre: für dich. Dann warte ich. Nicht auf Herzchen. Auf den Ton der zweiten Nummer. Auf ein Wort, das sich zwischen die Beine setzt.
Vor ein paar Tagen wollte er mehr. Ich dachte, ich sehe ihn. Ich habe mich angezogen, als ginge es um ein Date, und bin zu der Stelle gegangen, die er genannt hatte. Vor Ort war nur eine Art Kiste und ein altes Sofa und ein Brief, so wie ich ihn im Ruheraum hinterlassen hatte. Dieselbe Nüchternheit. Dieselbe Hand. Ich soll mich ausziehen und vor Ort masturbieren, bis ich komme, dann meinen Mösensaft mit meiner Unterwäsche abwischen und in die Tüte machen.
Ich habe den Brief zweimal gelesen. Draußen im nirgendwo. Drinnen dieses Sofa, das nach Keller und Staub roch. Ich habe die Bluse auf den Rand der Kiste gelegt, die Jeans darüber, den Slip zuletzt in der Hand behalten, weil er das Opfer sein sollte. Dann auf das Sofa. Die Beine auf, weil niemand da war und trotzdem alles von ihm angeordnet war. Ich habe mich angefasst, zuerst nur außen, die glatten Lippen, der Kitzler schon dick, dann zwei Finger, tief, der Daumen fest. Ich bin nicht sofort gekommen. Ich habe an den Ruheraum gedacht, an die Stunde, an das Gehen, an seine zweite Nummer, und erst dann hat der Körper nachgegeben. Nässe auf den Fingern, auf dem Bezug, ich habe den Slip durch den Spalt gezogen, fest, bis der Stoff schwer war, und ihn in die Tüte gesteckt, als wäre das ein Liebesbrief.
So habe ich jetzt schon drei teure Slips verloren. Ich habe ihm geschrieben, dass ich lieber sein Sperma in mir hätte. Devot und gierig und ein bisschen trotzig. Er hat mich wieder an den Ort geschickt. Ich dachte, ich soll wieder masturbieren oder er wäre da und würde mich ficken. Diesmal war da eine Tüte und ein Brief. Du willst Sperma, dann hier.
In der Tüte lag ein günstiger synthetischer Slip, der in Sperma schwamm. Oh Gott. So viel Sperma. Er muss echt dicke Eier haben. Der Stoff war nass, kalt stellenweise, warm nur in der Einbildung, und als ich die Tüte öffnete, schlug mir dieser Geruch entgegen, salzig, streng, eindeutig. Ich tat ihm den Gefallen. Es gab inzwischen sogar einen Handyhalter, damit ich mich besser filmen konnte. Erst probierte ich es. Die Zunge an den nassen Bund. Bitter. Es machte es noch umso geiler. Nicht sauber. Nicht frisch wie in meiner Fantasie. Bitter und echt und von ihm, dachte ich, und genau deshalb habe ich nicht aufgehört.
Diesmal zog ich mich ganz aus. Alles auf die Kiste. Ich holte seinen nassen Slip raus. An einigen Stellen war schon etwas eingezogen. Weil der Slip so günstig war, habe ich mir den Rest auf den Bauch geschüttet. Die Flüssigkeit sah nicht mehr aus wie frisches Sperma. Sie war dünner, hatte sich abgesetzt, ein milchiger Grund und darüber etwas Wässriges. Ich habe auf meinem Bauch alles wieder zusammen gemischt, mit flachen Händen, rund um den Nabel, hinunter zur Scham, bis die Haut glänzte und der Geruch nach oben stieg. Dann habe ich es mir in die Spalte gerieben. Zwei Finger, die Lippen auf, der Kitzler unter dem Schleim, innen schon schlüpfrig, ohne jedes Gel. Ich habe mir die Finger abgeleckt, bitter, und bin gekommen, die Knie weit, das Handy im Ständer, der Mund offen, als könnte er das später hören.
Meinen Slip habe ich in die Tüte getan. Seinen habe ich angelassen. Den nassen, billigen Stoff über die kahle Muschi, zu eng, zu kalt, und trotzdem habe ich ihn den ganzen Nachmittag getragen wie eine Kette. Abends das Foto: ich trage ihn noch. Zu Hause habe ich die Harnröhre sauber gemacht. Keine Lust auf Blasenentzündung. Auch das gehört dazu. Verliebt sein und trotzdem den Wasserhahn aufdrehen. Devot sein und trotzdem nicht dumm im falschen Moment.
Heute hatte ich wieder eine neue Tüte, dieses mal in meinem Briefkasten. Wieder dieser Geruch. Wieder dieser billige Stoff. Ich wollte den neuen Vibrator ausprobieren, den man einfach ins Höschen klicken kann, Druckwelle direkt auf die Spitze, und habe begriffen, dass ich kein Gleitgel brauche. Ich hatte ihn. Ich habe die Augenbinde genommen, die Handschellen, die Kopfhörer, den mechanischen Dildo. Das Sauna-Hörspiel. Härter als zuvor. Dominanter. Vielleicht liegt es daran, wie die letzten zehn Tage waren. Peter kann das echt gut. Die Stimme im Ohr sagt hinlegen, und ich lege mich hin. Die Stimme sagt Beine auf, und ich öffne. Der Dildo gleitet rein, weil der Slipinhalt noch zwischen den Lippen liegt, schlüpfrig, kühl zuerst, dann warm vom Körper. Kein Gel. Nur er, denke ich, und der Gedanke allein zieht die inneren Wände zusammen. Dieses mal würde der Vibrator es tief in mich drücken.
Die Druckwelle klickt ins Höschen, genau auf den Kitzler. Die Handschellen vor dem Bauch, nicht hinter dem Rücken, weil ich allein bin und trotzdem gebunden sein will. Die Binde nimmt das Zimmer weg. Übrig bleibt Holz in der Geschichte, Hitze, ein Mann mit Eimer, der kein Gast ist, und darunter Peter, der auf der zweiten Nummer Teufel schickt und in der Straße nur nickt. Der Dildo stößt. Nicht schnell zuerst. Tief. Der Sauger setzt ein, ein Puls auf der Spitze, und ich höre mich stöhnen, bevor die Geschichte überhaupt so weit ist. Ich bin devot bis in die Fußsohlen. Ich will, dass er sagt, wann. Ich will, dass er sagt, wie. Ich will, dass er später das Video sieht und weiß, dass ich das für ihn gemacht habe, nicht für die App.
Ich komme das erste Mal, während der Dildo noch in mir arbeitet und die Welle nicht aufhört. Die Muschi zieht sich, lässt los, zieht wieder. Sperma und eigene Nässe laufen an den Schenkeln herunter auf das Höschen. Ich bleibe liegen. Die Geschichte geht weiter. Härter. Ich stelle mir vor, er steht am Rand des Sofas wie damals am Rand der Liege, macht Bilder, nur für sich, und geht, bevor irgendwer uns zuordnen kann. Romantisch, sage ich mir. Dorf. Vermieter. Zweite Nummer. Klug.
Es war dieses mal fast zu extrem. Es ging über eine Stunde und ich wurde so hart von der Maschine gefickt. Aber ich durfte einfach nicht die Hände auseinander ziehen und damit die Saunageschichten behalten. Ich musste durchhalten für ihn, für seine Stimme in seinem Kopf.
Irgendwann war es vorbei. Und ich war fertig.
Silke hat schon wieder Besuch. Stimmen, Lachen, das nicht zu mir gehört. Morgen muss ich mal mit ihr reden. Über ihn. Über den Bürgermeister und dass ich eine Freundin brauche. Im Moment ist mir das egal, weil mein Kopf voll ist von Tüten und Pausen und einem Schwanz, den ich jetzt endlich gesehen habe.
Ich bin naiv. Das weiß ich. Ich bin glücklich. Das spüre ich. Ich bin verliebt in einen Mann, der öffentlich nichts riskiert und privat schreibt, als gehöre ich ihm schon. Ich bin verdammt geil. Die ganze Wohnung riecht nach dem, was ich heute aufgemacht habe. Und ich bin devot genug, um den nächsten Brief zu lesen, bevor ich nach einem Kuss frage.
Halb elf. ich schicke ihm das Video wie ich das Sperma in mich schütte. Dann schicke ich ihm ein paar Ausschnitte wie ich mich mit dem Dildo und seinem Sperma gefickt habe.
Ich dusche nicht sofort. Ich will noch etwas behalten. Zwischen den Lippen bleibt ein Film.
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