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Chapter 37 by daimon daimon

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Heimweg und Nachklang (22. März)

Ohne viele Worte trennten sich die beiden Frauen daraufhin. Die Straße war nicht der richtige Ort für eine ordentliche Aussprache. Simone fror in ihrem dünnen Kleid auf dem Weg zur U-Bahn. Sie hatte weder Gelegenheit noch Zeit gehabt, sich zu reinigen. Eine schnelle Katzenwäsche auf der Toilette, in der sie sich in ihre Kleidung schälte, die ihr die Polizisten gebracht hatten, hatte genügen müssen. So wurde sie wenigstens den Großteil des eingetrockneten Spermas in ihrem Gesicht los.

Der Same, den ihre drei Liebhaber in ihrem Unterleib hinterlassen hatten, folgte dem Gesetz der Schwerkraft und nässte durch ihr Höschen. Längst hatte sich wieder ein Rinnsal des Zeugs auf der zuvor notdürftig abgewischten Innenseite ihrer Oberschenkel gebildet.

Sie widerstand dem Bedürfnis, nachzusehen, ob das Zeichen ihrer Schande bereits sichtbar war. Aus Angst vor verräterischen Flecken auf Kleidung oder Sitz, vermied sie es, sich in der U-Bahn auf einen der zu dieser Abendstunde zahlreichen freien Sitzplätze zu setzen.

Und das, obwohl sie völlig erschöpft und weich in den Knien war. War sie einem Leben als Hure wirklich gewachsen? Ein Leben, aus dem es wahrscheinlich kein Zurück mehr gab? Wollte sie sich als Prostituierte registrieren und regelmäßig testen lassen?

Wieder an die Erdoberfläche zurückgekehrt, nahm sie ihr Telefon aus der Handtasche. Sie hatte es auf Sandras Geheiß abgeschaltet. Als der kleine Bildschirm zu neuem Leben erwachte, zeigten mehrere Signaltöne fünf versäumte Anrufe in der letzten halben Stunde an. Alle von einer unterdrückten Nummer.

Keine neuen Nachrichten von Tim.

Wer hatte da so **** versucht, sie zu erreichen?

Schon begann das Gerät zu vibrieren. Wieder eine unterdrückte Nummer. Simone nahm das Gespräch an.

„Hallo, wer spricht …“

„Ich habe gehört, was passiert ist. Was hast du dort gemacht? Bist du OK?“

Tim klang aufgeregt. War er verärgert? Sollte sie ihm reinen Wein einschenken? Da es keinen Sinn hatte, ihm etwas vorzumachen berichtete sie kurz von den Erlebnissen der letzten Stunden.

Schweigen am anderen Ende. Dann:

„Der alte Sack! So ein verdammtes …“

„Ich habe es nicht gewusst!“

„Das weiß ich doch. Du hast mir ja gesagt, dass wir nicht exklusiv sind. Dass du experimentieren willst.“

„Ich bin so froh, deine Stimme zu hören und, dass du nicht verärgert bist.“

„Verärgert bin ich allerdings, nur nicht mit dir. Deine feine Schwester! Ich hatte gar nicht gewusst, dass sie so tief drinsteckt.“

„Woher hast du eigentlich so schnell erfahren, was passiert ist?“

„Hel…“

Tim verstummte abrupt. Zu spät.

„Heller? Du kennst ihn?“

Dann ein gezischtes Fluchen und die Verbindung war unterbrochen.

Endlich in ihrer Wohnung angekommen, widerstand Simone dem Drang, sich gleich in ihr Bett fallen zu lassen und begab sich ins Badezimmer.

Eine halbe Stunde später und einigermaßen sauber, warf sie sich auf ihr Bett. Sie hatte viel Stoff zum Nachdenken. Über Sandra. Über ihre Zukunft. Über Tim …

Sie war wirklich völlig verblödet. Wie konnte sie Tim so in Gefahr bringen. Hoffentlich hatte das Gespräch niemand über- oder abgehört.

Sie nahm ihr Telefon zur Hand. Kein weiterer Anruf. Keine Nachrichten.

Wie sie so in ihrem Bettchen lag, kamen ihr – ungebetener Weise – ganz andere Gedanken. Solche, die ihre doch eigentlich gut durchgefickte Muschi in einen wohlig warmen Sumpf verwandelten.

Da waren Liesi, Sandra, die Ahmeds und der standfeste Mohamed. Sie alle trafen sich zu einer wilden Orgie in ihrem Kopfkino. Ob es Liesi recht wäre, dass sie sie gerade auf dem dicken Schwanz des einen Ahmeds reiten ließ? Sandra küsste sie derweil und liebkoste ihre Brüste …

Längst tanzten ihre Finger über ihre empfindliche Perle. Das Bocken, Keuchen und Zittern, dann die selige Ruhe, die sie sich dieses Mal danach gönnte. Irgendwann schlief sie ein und träumte …

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