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Chapter 88 by gogo58 gogo58

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Auf zu neuen Ufern...

Auf zu neuen Ufern.

POV Ben

„ Opa, ich weiß nicht was ich sagen soll. Danke, danke, danke!“ „Vielen Dank, Oma“ drücke ich beide, nachdem Oma, die sich eine Jacke angezogen hat, auch dazu gekommen ist. „Wenn wir ihn brauchen sollten, können wir ihn uns bestimmt mal bei dir leihen, oder?“ grinst Oma mich an. „Na klar, keine Frage!“ grinse ich zurück.

Und dann stehe ich nur noch ehrfürchtig vor meinem Benz. Groß und hoch und schwer und quietschgelb steht er vor mir. Mein neuer alter Mercedes hört nämlich auf den Namen “Mercedes Benz Sprinter 313 CDI“, ist mehr als 10 Jahre alt und hat über 100.000 Kilometer im Dienst von DHL gelaufen. Opa hat den Kastenwagen vor Jahren aus einer Versteigerung heraus gekauft, alles erneuert, was erneuert werden musste und ihn dann mit Oma zusammen liebevoll zum Wohnmobil ausgebaut. Gemeinsam haben die beiden damit Europa bereist. Dass das Auto tipptopp gepflegt und sofort fahrbereit ist, daran habe ich nicht den leisesten Zweifel. Und natürlich habe ich sofort eine Idee, mit wem ich die erste Reise machen möchte.

_„Komm, ich bringe dich mit dem Smart nach Hause. Am Wochenende kommst du wieder, dann erkläre ich dir die ganze Wohnmobiltechnik, und dann kannst du ihn mitnehmen. Solange lassen wir ihn überdacht hier stehen. Fahr´ ihn wieder rein.“ „Waaas, ich?“ „Klar. Dein Auto, deine Verantwortung. Oder willst du ihn etwa nicht? Ist doch kein großer Akt, Kamera hinten“ erklärt Opa, und es ist wirklich einfach zu fahren. Stolz wie Oskar sitze ich danach auf dem Fahrersitz und kann nur an meine künftige Beifahrerin denken. „Opa, ich habe eine Freundin und es ist wohl etwas ernstes. Ich kann aber noch nicht darüber reden, es ist kompliziert“ gebe ich meinem Opa als erstem mein Geheimnis preis. Opa zieht nur eine Augenbraue hoch und antwortet ernsthaft „Das freut mich für dich, Ben. Wenn du einen Rat oder Hilfe brauchst, sag Bescheid“._ Und genau das liebe ich an den beiden, sie nehmen mich für voll und es wird nicht als Schwärmerei eines Jungen abgetan. „Das mache ich, Opa. Versprochen.“

Im Smart öffne ich verstohlen Lauras Nachricht. Sie hat sich wohl in einer Umkleidekabine in einem Kaufhaus selber fotografiert, diesmal nur in Schlüpfer und BH; züchtig, nicht übertrieben sexy. Alltagswäsche halt. Dazu textet sie „Wieder gut? Hast du Lust, mich bei meinen Einkäufen zu beraten? Bin im Modekaufhaus Klein, Damenabteilung“. Ich muss zugeben, auch in der nur normalen Unterwäsche sieht sie wirklich megascharf aus, die Brüste quellen oben etwas aus dem BH heraus, ebenso wie die straffen, festen Pobacken seitlich aus dem Slip. Mein Entschluss steht fest: „Opa, kannst du mich zum Kaufhaus Klein bringen, ich muss noch etwas einkaufen?“

An Laura sende ich nur ein Wort. „Komme!“

In der Damenabteilung muss ich nicht lange suchen, Laura stöbert in den Angeboten bei den T-Shirts.

Wir begrüßen uns mit Küsschen links und rechts, und Laura fragt mich nach meiner Meinung zu einigen Oberteilen. Ich nenne ihr die Teile, die mir gefallen, und gemeinsam gehen wir zu den Umkleidekabinen. Es ist ein Gang hinter der normalen Ware, wo etwa ein Dutzend Kabinen vorhanden sind, sechs auf jeder Seite. Zwei ganz vorne sind belegt, Laura sucht sich eine freie Kabine weiter hinten aus. „Halt mal bitte“ drückt sie mir zwei Taschen in die Hand, von Einkäufen, die sie bereits getätigt hat, und verschwindet mit den anzuprobierenden Teilen hinter dem Vorhang. Sie probiert ein Teil nach dem anderen, auch eine neue Jeans ist darunter. Eins von den T-Shirts will sie kaufen, die anderen lege ich auf einen Stapel, der von den Verkäuferinnen wieder richtig einsortiert wird.

Ab und zu erhasche ich einen Blick auf Laura beim Umkleiden, die mit ihrem knackigen Hintern, den vollen Brüsten und ihren roten Haaren einfach supersexy aussieht. So wie jetzt gerade, als sie in Unterwäsche den Vorhang leicht öffnet und mir die Jeans in die Hand drückt. „Beeen, kannst du mir die Jeans bitte noch einmal in der 34er Länge besorgen? Die hier ist etwas zu kurz“ flötet sie mit lieblicher Stimme. _„Klar!“ _mache ich mich auf den Weg. Nachdem ich die richtige Jeans gefunden habe, gehe ich wieder zurück zur Umkleide.

In Gedanken verloren reiche ich die Jeans hinter den Vorhang, als Laura mich plötzlich mit aller Kraft in die Kabine zieht.

Sie nimmt meinen Kopf in beide Hände und küsst mich stürmisch mit voller Hingabe und völlig perplex erwidere ich ihren Kuss. Ihre Zunge drängt in meinen Mund und sofort beginnen unsere Zungen einen wollüstigen Tanz. Laura drückt mich mit ihrem Körper an die Wand, sodass ich mich einerseits nicht mehr bewegen kann, andererseits das auch gar nicht möchte, da mir der Kontakt mit ihren warmen, weichen Titten nur durch einen BH und meinen Pullover getrennt einen weiteren Schauer durch den Körper jagt. „Mmmmhhh“ „Mmmmmhh“ sind die einzigen leisen Geräusche, die nach draußen dringen.

Und dann kommt das Geräusch eines Reisverschlusses hinzu, als Laura mir den Schlitz aufmacht. Mit geschickten Fingern öffnet sie meinen Gürtel und den Knopf und streift Boxershorts und Jeans in einem nach unten. „Eigentlich würde ich dich jetzt gerne nach allen Regeln der Kunst vernaschen und mich von dir in den Arsch ficken lassen Ben, aber dafür haben wir keine Zeit. Das wird jetzt ein Quickie in der Umkleide. Ich brauche dich jetzt“ erklärt sie mir mit bestimmender Stimme._ Mit einem Ruck zieht sie ihren BH über die Brüste, und hebt sie leicht an. „Na, gefallen dir meine beiden Goldstücke immer noch so gut? Oooh ja, das kann ich schon fühlen…“ beantwortet sie ihre Frage selbst. „Da fehlt nur noch ein bisschen“_ hält sie die ganze Zeit den Blickkontakt, während sie in die Kniee sinkt.

_„AAAHHHH“ stöhne ich kurz auf, als sich ihre vollen Lippen um meine Eichel stülpen. Laura macht aber nur zwei, drei Wichsbewegungen mit dem Mund und entlässt meinen mittlerweile steinharten Pens aus ihrem Mund. Danach setzt sie nur noch ihre Zunge ein, auf eine Art und Weise, dass mir hören und sehen vergeht. Ganz, ganz sanft und langsam leckt sie mit ihrer Zunge an meiner Eichel. Mal vorne, mal hinten, mal umkreist sie sie ganz zärtlich, um die Eichel dann wieder kurz ganz in den Mund zu nehmen und daran zu lutschen. Mit der Zunge nimmt sie die ersten Tropfen meiner Vorfreude auf. Während der ganzen Zeit hält sie Blickkontakt, mit einem lasziven Gesichtsausdruck. In der Zwischenzeit habe ich mich um ihre Brustwarzen gekümmert, deren Nippel maßlos erregt abstehen und die ich mit beiden Händen etwas zwirble. „Ooohhhh jaaaa“ _scheint Laura die Behandlung zu genießen.

Mein Penis glänzt inzwischen von ihrer Spucke, so intensiv hat Laura daran gelutscht. Plötzlich steht sie auf, streift schnell den Slip ab und springt an mir hoch. Mit den Beinen klammert sie sich um mein Becken, die Arme um meinen Hals gelegt. „Komm Beeen, mach schnell, ich brauche jetzt ganz dringend einen guten Fick. Mir lauft es schon nass am Bein herunter, so geil bin ich“ bettelt sie mich an. Mit einer Hand halte ich Laura weiter fest, mit der anderen greife ich meinen zum Bersten gefüllten Penis. Zwei, drei Mal schlage ich ihr damit auf ihre Klitoris, was sie jeweils mit einem abgehackten „Ja -ja-ja“ quittiert.

Dann setzte ich meinen Riemen direkt zwischen ihren geschwollenen Schamlippen an und Lara lässt sich herunter, bis ich mich völlig in ihr versenkt habe. „Oooh jaaaahhh, soooo groß und dick hatte ich ihn in Erinnerung“ stöhnt Laura mir leise ins Ohr. Mit beiden Händen drücke ich ihr Becken nach oben, während Laura mit ihren Beinen mithilft, um sich im gleichen Moment wieder bis auf die Wurzel fallen zu lassen. „Ooohhh jaaa“ stöhne ich nun leise, während mein Penis gut geschmiert durch Lauras Scheidenwände gleitet und von ihr sanft gemolken wird. „Ohhh Beeen, mir kooommmt es schooon gleeich“ hechelt mir Laura ins Ohr, während sie sich weiter um meinen Hals klammert. _„Jeeetzzzt, jeeeetttzzzttt, oooh Gooootttt, iiiich kooommmme……“ _stöhnt sie mir ins Ohr, während ihre Scheidenmuskeln kontrahierend meinen Stamm melken.

„Komm, spritz mir in den Mund, ich will allles von dir haben“ flüstert sie leise und entlässt mich aus ihrer Beinschere. Wieder schaut sie mich die ganze Zeit durchdringend an, während sie in die Knie geht. Mit der rechten Hand und festem Griff wixxt sie schnell meinen Riemen, mit der linken spielt sie mit meinen Eiern. „Verdammt, ich koommmme aaaauuuch“, stöhne ich und spritze los. Sofort stülpt Laura ihren Mund über meinen Penis und schluckt und schluckt und schluckt. Aber wirklich alles, es geht nichts daneben, was eine Kunst ist, bei der Menge.

Nachdem sie mich ausgesaugt und sauber geleckt hat, kommt sie wieder hoch und küsst mich auf den Mund, verteilt die Reste meines Spermas in unseren Mündern. Sie schaut mich ernst und nachdenklich an und sagt „Danke Ben. Das habe ich jetzt gebraucht.“

Leise ziehen wir uns wieder an. Laura schaut vorsichtig an dem Vorhang vorbei, und unbeobachtet verlasse ich schnell die Kabine, stehe dann wieder davor, wie ein beratender Freund. Laura probiert weiter die restlichen Kleidungsstücke an und bezahlt dann, was sie kaufen möchte. „Soll ich dich nach Hause bringen?“ fragt sie mich , was ich bejahe. Im Auto unterhalten wir uns wie alte Freunde, ohne Stress miteinander zu haben. „Danke, das du gekommen bist, und das gleich zwei Mal“ lacht mich Laura zum Abschied an, „beim nächsten Mal hätte ich aber gerne mehr Zeit“ schließt sie etwas wehmütig. „Es war mir ein Vergnügen, das ich gerne wiederholen würde“ stimme ich ihr zu und steige aus, nicht ohne vorher Küsschen rechts und Küsschen links. An Hanna verschwende ich - noch immer unter dem Eindruck von Lauras atemberaubendem Körper und der nicht geplanten Nummer in der Umkleide - keinen Gedanken.

POV Hanna

Nachdem ich gefühlt gerade erst eingeschlafen war, klingelt wieder der Wecker. Sofort fallen mir wieder alle wichtigen Details des Vortags ein. Erst Ben, dann Bernd, und sofort bin ich hellwach. Erneut machen Zweifel sich bei mir breit, ob ich richtig gehandelt habe, aber die Zuversicht gewinnt dann doch Oberhand. Insgesamt bin ich in letzter Zeit auf einer Achterbahn der Gefühle und sehr erleichtert, dass ich sofort gestern die Gelegenheit hatte, in Ruhe mit Bernd zu sprechen, und noch mehr erleichtert, wie gefasst er das aufgenommen hat.

Das Bad habe ich für mich alleine, Bernd geht mir ein wenig aus dem Weg. Dann frühstücken wir doch gemeinsam und beschließen, heute Abend den organisatorischen Teil der Trennung zu besprechen. Vorrübergehend werde ich im Gästezimmer schlafen, mit dem Argument, dass Bernd so doll schnarcht. So haben wir es abgesprochen, falls die **** fragen sollten. Ich öffne das Auto, setze mich hinein und schreibe als erstes eine Nachricht. „Viel Erfolg! Küsschen, Küsschen Küsschen“.

************

Der Arbeitstag war anstrengend, weil sich eine Kollegin krank gemeldet hat und wir alle ihre Gruppe mit übernehmen mussten. Nach der Arbeit fahre ich einkaufen, wir brauchen Lebensmittel für den täglichen Bedarf und einige Artikel aus dem Drogeriemarkt. Lebensmittel gehen schnell, meine Liste abgearbeitet weiter geht’s zum Drogeriemarkt. Hier lasse ich mir etwas mehr Zeit, besorge erst meine Einkäufe laut Liste und bummle dann durch Nagellacke, Eyeliner und Parfums. Ich möchte mich doch für meinen jungen Freund hübsch machen, denke ich mit Vorfreude so bei mir. Für Laura kaufe ich noch Tampons und aus einer Laune heraus kaufe ich auch einen Schwangerschaftstest und Kondome. „Hanna, bist du bescheuert? Du merkst doch schon, wie deine Tage kommen“ meckere ich mit mir selber, denke dann aber _„3 Euro 45 sind nicht viel Geld für Sicherheit. Ist wie mit den Präsern. Besser haben als brauchen“ _beruhige ich mich grinsend selber wieder.

Zuhause angekommen verstaue ich alle Einkäufe und habe am Schluss nur noch den Test und die Präservative übrig. „Hanna, pack´ beides bloß gut weg. Nicht auszudenken, wenn Bernd oder die **** auch nur eins davon finden würden“ ermahne ich mich selber. Schließlich verstecke ich meine geheimen Einkäufe in meinem Kosmetikkoffer, da hat auch Laura nichts daran zu suchen.

Versonnen in Gedanken an den gestrigen Kinobesuch und dann ernst in Gedanken an mein Gespräch mit Bernd bereite ich eine gemeinsame Mahlzeit zu, wobei gemeinsam nicht stimmt. Bernd und ich essen zusammen zu Abend, die **** bedienen sich zu unterschiedlichen Zeiten und je nach ihren Verpflichtungen und machen sich ihr Essen dann in der Mikrowelle warm.

Nachdem Bernd aus dem Unterricht nach Hause gekommen ist, setzen wir uns zum Essen in die Küche. Beide **** sind nicht da, und mit dem Abstand, eine Nacht über alles geschlafen zu haben, setzten wir unser Gespräch zur einvernehmlichen Trennung fort. Keiner von uns beiden glaubt ernsthaft an eine wundersame Wendung.

Die Aufteilung unserer gemeinsamen Errungenschaften geht wider Erwarten relativ schnell. Warum gibt es bei so vielen Ehepaaren immer Hauen und Stechen? Bernd behält das Haus und zahlt mich aus dem Erbe seiner Eltern aus. Die Hütte in den Bergen gehört seit Jahrzehnten meiner ****, alleine wegen meiner Erinnerungen daran hätte ich darum gekämpft, was aber nicht nötig war, Bernd respektiert meine Gefühle. Jeder behält sein Auto, Kapital und Ersparnisse werde hälftig geteilt. Auch bei einigen Lieblingsstücken wie Möbeln besteht schnell Einigkeit. Die **** sollen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, ich werde mir eine kleine Wohnung suchen. Erleichtert über so viel Einvernehmen gehe ins Gästezimmer. „Wir haben miteinander gesprochen. Ich werde ausziehen. Bernd weiß Bescheid“ texte ich. „Wollen wir morgen telefonieren?“

„Ja. I.Herzchen.U. Übrigens: bestanden!“ kommt zurück. „Neumodisches Zeugs“ muss ich grinsen, nachdem ich gratuliert habe. „Das kommt davon, wenn man sich mit einem Jüngeren einlässt. Ganze Sätze werden völlig überbewertet.“ Glücklich sende ich noch einen Kussmund zurück, mache ich mich für die Nacht fertig und schlafe einen traumlosen Schlaf. Am anderen Morgen wache ich wieder mit Gewissensbissen auf, denke an all die guten Jahre mit Bernd und an meine ****, ob und wie sie eine Trennung verkraften werden. Und habe ein wenig Angst vor dem, was noch kommen wird. „Ist es das wert, Hanna?“ frage ich mich und bin hin- und hergerissen zwischen meinen Gefühlen. „Es ist wie bei einem Buchhalter, soll und haben“ denke ich etwas **** mit Tränen in den Augen bei mir, aber gegen meine Gefühle für Ben bin ich dann doch machtlos. Etwas entmutigt fahre ich zur Arbeit.

Die kranke Kollegin ist wieder da, und so finden wir im Kollegenkreis zwischendurch auch etwas Zeit für private Gespräche. Vorsichtig lenke ich das Gespräch mit meiner Kollegin Gabi auf ihre Scheidung vor 5 Jahren. Gabi und ich kennen uns schon lange und wir haben ein enges, freundschaftliches Verhältnis zu einander. „Sag mal Gabi, bereust du deine Scheidung manchmal, schon alleine wegen der ****? Wie funktioniert das bei euch mit den Kindern? Wir haben aktuell auch eine Trennung im Freundeskreis und meine Bekannte macht sich Vorwürfe, weil die Trennung von ihr ausgeht.“

Gabi schaut mich durchdringend an, und ich kann ihrem Blick fast nicht standhalten. „Da soll sich deine Bekannte mal nicht so viele Sorgen machen. Alles findet sich, die **** sind alt genug und gewöhnen sich ziemlich schnell an neue Partner. Gut, bei Martin und mir waren es ja auch nur zwei. Und falls da vorher schon jemand anderes war: Zwischen eine funktionierende Beziehung passt kein Blatt Papier. Da war vorher schon etwas nicht in Ordnung. Da muss man sich nicht mit Vorwürfen quälen.“ Erneut schaut sie mich intensiv an und lächelt dann. „Und wenn deine Freundin einen guten Rat oder Hilfe beim Umzug braucht, kann sie mich jederzeit anrufen.“ „Danke“ antworte ich leise, bestimmt im Gesicht rot wie eine Tomate.

Das Gespräch mit Gabi hat mich wieder zuversichtlicher gemacht, und so freue ich mich auf den Feierabend und das Telefonat mit Ben. Schnell steige ich am Nachmittag nach der Arbeit ins Auto und wähle Bens Nummer.

„Hallo?“ nimmt Ben den Anruf mit einem neutraler Stimme entgegen. „Hallo Ben, ich bins, Hanna“, antworte ich. „Oooh, es ist sooo schön, deine Stimme zu hören!“

„Ach Hanna, ich habe sooolche Sehnsucht nach dir. Ich will nicht mehr ohne dich sein, du meine Traumfrau“ antwortet Ben, und sofort sind alle Schmetterlinge im Bauch wieder da.

Gegenseitig berichten wir uns dann von den Neuigkeiten des Tages. Ich gratuliere Ben zum bestandenen Führerschein. Er erzählt von der Prüfung und ich erzähle dann die wichtigsten Dinge, die zwischen mir und Bernd passiert sind und ihn betreffen.

„…und bis auf weiters werde ich im Gästezimmer schlafen, bis ich eine kleine Wohnung gefunden habe,“ beende ich meine Erzählungen. „Haaannaaah, meinst Du, du könntest das nächste Wochenende mit mir verbringen? Ich habe ein Auto geschenkt bekommen und würde sehr gerne von Freitag bis Sonntag mit dir wegfahren“ fragt mich Ben sehr flehentlich und zögerlich.

„Ooohh Been, nichts würde ich lieber tun, aber das geht doch nicht und weißt es auch“ lehne ich mit Bedauern ab. Voller Sehnsucht suche ich nach einem Ausweg. Ich möchte ihn doch auch so gerne sehen, anfassen, küssen und auch vor allem lieben.

Und dann fällt mir Anita ein. Anita war meine beste Freundin und ist der Liebe wegen vor mehr als einem Jahrzehnt aus unserer Stadt weggezogen, über 300 Kilometer entfernt. Der Kontakt ist aber nie abgerissen, alle paar Jahre besuchen wir uns gegenseitig und tausche alte Erinnerungen aus. _„Ben, kann ich dich gleich noch einmal anrufen? Ich muss mit einer Freundin telefonieren?“ frage ich ihn. „Klar, ich warte auf dich“_ bekomme ich als Antwort und mit einem Kussgeräusch legt er auf.

_„Busch?“ meldet sich Anita am Telefon und ich antworte „Hallo Anita, hier ist Hanna. Lange nichts voneinander gehört. Ich erkläre dir alles später, aber kannst du mir eventuell einen Gefallen tun…..?“_

„Hallo Prinzessin,“ nimmt Ben das Gespräch an, und wieder tanzen die Schmetterlinge in meinem Bauch. „Ben, könntest du mich am Freitagnachmittag am Hauptbahnhof abholen? Ich schreibe dir, wann genau. Wir haben Zeit bis Sonntagnachmittag. Oohh, ich freue mich so sehr auf dich, Ben.“

„Mein Gott Hanna, ich kann nicht glauben, dass wir Zeit für uns haben und nicht aufpassen müssen, dass wir entdeckt werden. Ich freue mich so sehr, ich kann dir gar nicht sagen wie sehr…Ich kann mein Glück gar nicht fassen.“

„Been, wo willst du den mit mir hin? Und wo sollen wir dann schlafen? Im Auto ist es zum kalt, wir haben ja noch Winter. Hast du genug Geld für ein Hotel, oder soll ich noch zur Bank etwas abheben? Ganz viel geht aber nicht, das würde mich verraten“ teilt Hanna mir ihre Bedenken mit.

_„Hanna, das ist ein Geheimnis. Aber es ist alles geregelt, vertrau mir“ _antworte ich mit fester Stimme.

„Ooh Liebling, natürlich vertraue ich dir. Ich kann es nicht erwarten, dich endlich wieder zu sehen. Aber sagst du mir wenigstens, wohin?“ bettelt Hanna und gibt nicht nach.

„Ans Meer. Wir fahren ans Meer, Hanna!“

Hanna und Ben sehen sich wieder in Wenn einer eine Reise tut…

stay tuned…

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