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Chapter 87
by
gogo58
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Weichenstellungen....
Eine Trennung und ein Mercedes
POV Ben
…. „Aber wenn du mich dann wirklich noch willst, dann werde ich allen Problemen, Widerständen und Konventionen zum Trotz deine Geliebte, Frau oder Freundin sein und mit dir durch dick und dünn gehen. Ich liebe dich, Ben.“ höre ihre Worte und sitze mit offenem Mund neben ihr. Mein Herz rast und schlägt Purzelbäume vor Glück.
Hanna Schuster, die Mutter meines besten Freundes liebt mich so sehr, dass sie ihre **** für mich verlassen will. Mein erster Gedanke ist traurig und gilt merkwürdigerweise Mike und Laura, wie beide mit der Trennung klar kommen werden, aber dann erobern mich die Glücksgefühle wieder im Sturm. Hanna, eine phantastisch aussehende Frau in den besten Jahren, die jeden Arzt, Rechtsanwalt oder Unternehmer haben könnte, hat mir gerade zum zweiten Mal ihre Liebe gestanden.
_„Oh Hanna, ich kann mein Glück nicht in Worte fassen, ich bin sprachlos, was wirklich selten vorkommt. Du bist die eine, das Juwel unter den Kieselsteinen, so schön und so liebevoll, die Liebe meines Lebens und ich kann nicht glauben, dass mein Traum wahr wird, ich liebe dich so sehr, dass ich es wirklich nicht in Worte fassen kann“ _sprudeln die Worte ungeprüft und unüberlegt aus meinem Mund.
Hanna wird verlegen und greift spontan mein Gesicht mit ihren zarten Händen. „Danke, Ben. Deine Worte geben mir die Kraft, diese schwere Phase durchzustehen. Ich rufe dich an, sobald es etwas neues gibt.“ Sie küsst mich so liebevoll und innig auf den Mund, das ich mir wünsche, dieser Moment würde nie enden. „Ich muss jetzt fahren, sie werden schon auf mich warten“ setzt sie traurig hinzu.
„Hanna, ich liebe dich. Wenn du mich brauchst, werde ich für dich da sein“, antworte ich mit fester Stimme und meine jedes Wort, so, wie ich es gesagt habe. „Danke Ben“ antwortet Hanna sehnsüchtig, während ich aussteige und wirft mir zum Abschied einen letzten Kuss zu. Dann sehe ich dem Golf hinterher, der in der Nacht immer kleiner wird und schließlich hinter Häusern verschwindet.
Immer noch kann ich nicht ganz realisieren, was Hanna gesagt hat, aber die Schmetterlinge in meinem Bauch wissen Bescheid. Glücklich und befriedigt gehe ich nach Hause.
Zuhause angekommen gehe ich direkt auf mein Zimmer. Das Haus ist ruhig, meine Eltern schlafen wohl schon. Morgen ist ein großer Tag, erst die theoretische Prüfung , dann die Fahrprüfung. Aber irgendwie ist das alles im Moment so weit weg, ich kann nur an den vergangenen Abend denken. Der Sex mit Hanna war atemberaubend gut, aber in die Glücksgefühle mischen sich nun auch andere. Wie werden Laura und Mike eine Trennung verkraften? Was werden meine Eltern, Bernd oder Laura und Mike sagen, wenn sie von mir und Hanna erfahren? Opa und Oma und Celine werden mich verstehen und zu mir halten, da bin ich mir sicher, aber alle anderen? Meine Mannschaftskollegen werden sich über mich lustig machen, Mutterkomplex und so, aber nur solange, bis sie Hanna kennengelernt haben. Der Rest der Leute ist mir eigentlich egal. Nur schwer verfalle ich in einen unruhigen Schlaf.
POV Hanna
Eigentlich hatte ich von mir selbst erwartet, dass ich meine Entscheidung selber ängstlich hinterfragen würde. Das ist aber nicht so, was mich doch etwas erstaunt. Meine Ehe mit Bernd war gut, sie war glücklich, bis – ja, bis Ben in mein Leben getreten ist. Während Bernd und ich in den letzten Jahren wie Geschwister zusammen gelebt haben, hat mir Ben mir wieder die Augen geöffnet, wie sehr ich darunter gelitten habe, das mein Sexualleben fast zum Erliegen gekommen ist. Und wenn mir selbst ich gegenüber ehrlich bin merke ich erst jetzt, wie sehr es mir gefehlt hat.
Ich werde das Gespräch mit Bernd suchen. Das wird nicht einfach und ich habe ein Stück weit Angst davor, aber ich habe eben nur dieses eine Leben. Und das will ich neu gestalten. Bernd wird immer einen Platz in meinem Herzen haben, als Vater meiner **** und als sehr guter Freund. Aber nicht mehr als der Mann, den ich liebe.
Aber wenn wir das Gespräch geführt haben, dann fangen die Probleme erst einmal richtig an. Wie werden Bens Eltern reagieren? Seine Mutter könnte vom Alter her fast mit mir zur Schule gegangen sein. Geld? Ich werde mir eine kleine Wohnung suchen und auf vieles verzichten müssen, mit meinem Gehalt als Kindergärtnerin. Nun, wir werden sehen…
Eine ganze Zeit sitze ich schon im Auto vor unserem Haus, während mir diese Gedanken durch den Kopf gehen. Langsam wird mir kalt. Ich gehe hinein, meine Tasche lasse ich aber auf dem Rücksitz liegen. Wenn ich morgen alleine bin, werde ich sie holen und die Decke waschen. Allein beim Gedanken an den vergangenen Abend überkommt mich ein Schauer und eine sinnliche Sehnsucht. Schnell gehe ich hinein.
_„Und, wie war der Film?“ fragt mich Bernd, der mit einem Glas Rotwein in der Hand aus dem Wohnzimmer kommt. „Gut“ antworte ich „ein typischer Tom Cruise Film. Viel übertriebene Action.“ _
_„Möchtest du auch ein Glas Wein?“ fragt mich Bernd. „Ja, gerne“ antworte ich mit dem Blick zur Uhr. 23.15 Uhr. „Jetzt oder nie, Hanna“ denke ich und frage „Bernd, bist du eigentlich glücklich?“ Gegen meine Erwartung antwortet er mit einer Gegenfrage. „Warum fragst du das?“_ will er wissen ….
**********
Um Fünf Uhr waren wir im Bett. Bernd ist nicht völlig überrascht worden, vielleicht hat er auch schon eine passende Alternative, von der ich nichts weiß, eine Referendarin eventuell. Vielleicht war er deshalb in letzter Zeit so brummig…?
Wir haben geweint, gelacht, in Erinnerungen geschwelgt, uns gestritten und auch wieder vertragen. Aber wir haben einen Rahmen für eine faire, vernünftige Trennung festgelegt und werden die Details in den nächsten Tagen besprechen. Die **** werden wir erst später informieren.
POV Ben
Mein Wecker klingelt , und müde schalte ich ihn aus. Aber dann fällt mir der gestrige Abend wieder ein, und glücklich schwinge ich mich aus dem Bett._ „Waschen oder duschen?“ frage ich mich selber. „Duschen. Mom hat so eine feine Nase, hinterher riecht sie noch, was du gestern so getrieben hast“ _antworte ich mir selber. Frisch gestylt gehe ich zu meinen Eltern frühstücken.
_„ Na, müssen unsere Nachbarn ab jetzt aufpassen, weil Ben vielleicht den Führerschein hat?“ frozzelt mein Vater. „Warum sollten sie ihr Verhalten ändern? Sie sind dich doch schon gewohnt!“ gebe ich angriffslustig zurück. Da hält Erol auch schon vor der Tür, um mich abzuholen. Meine Eltern drücken mich noch einmal und wünschen mir viel Erfolg und dann geht’s los. Ich will mich gerade anschnallen, da kommt eine Nachricht. „Viel Erfolg!“_ und drei küssende Gesichter. Hanna hält sich nicht an ihre eigenen Regeln.
*************
Bestanden! 3 Fehler in der Theorie, aber fehlerfrei gefahren, auch mit Anhänger. Es ist mittlerweile früher Nachmittag. Schule war heute nicht, meine Eltern habe ich angerufen, beide haben sich mit mir gefreut und mir gratuliert, und eigentlich habe ich Langeweile und nichts weiter vor. „Soll ich dich nach Hause bringen? Ich muss los, habe gleich den nächsten Fahrschüler.“ fragt Erol.
Eigentlich könnte ich bei Opa und Oma mit meinem neuen Lappen glänzen, denke ich so bei mir, ich sollte doch sowieso vorbeikommen. „Erol, du hast nicht zufällig schon eine Route für deinen Fahrschüler geplant?“ frage ich ihn. „Nein, wieso. Soll er dich irgendwo hin fahren?“ „Das wäre toll“ antworte ich und beschreibe den Weg.
Der Fahrschüler ist neugierig, wie der Tag heute gelaufen ist, und ich gebe während der Fahrt bereitwillig Auskunft. Nach kurzer Zeit sind wir bei der Kate angekommen. Aussteigen und Bedanken geht schnell und kurz darauf klingle ich an der Tür meiner Großeltern. Opa öffnet die Tür und begrüßt mich mit den Worten „Was willst du denn hier?“ und lacht mich an. _„Du hast doch gesagt, ich soll vorbeikommen, wenn ich den Führerschein habe“ gebe ich stolz zurück. „Oh herzlichen Glückwunsch mein Junge, da freue ich mich aber“ drängelt sich Oma an Opa vorbei und drückt mich ganz feste an sich. „Steht da nicht rum, kommt rein“ kommandiert sie Opa und mich. „Ist kalt draußen, ist ja auch immer noch Winter!“_
***************
Wir **** Kaffee und essen von Omas selbstgebackenen Kuchen und haben insgesamt einen wirklich schönen Nachmittag gehabt. Als ich aufstehe und mich bedanken und anziehen will, fragt mich Opa „Junge, wo willst du denn hin?“ „Na zum Bus, ich muss morgen früh raus.“ Gebe ich freundlich Antwort, immer noch unter dem Eindruck eines wirklich schönen Nachmittags. Beide akzeptieren mich wirklich auf Augenhöhe, denke ich so bei mir.
Dann merke ich, wie Opa Oma fragend ansieht und sie zustimmend nickt. „Komm mal mit“ fordert er und geht hinaus zur Scheune. „Hilf mir mal mit den Toren“ öffnet er das Schloss und zieht an einem der großen Türflügel. Ich entriegele die andere und frage mich die ganze Zeit, was er in Gottes Namen in der Scheune will, schließlich ist es Winter und die Scheune nicht vorgeheizt. Beide Türen sind nun weit geöffnet und geben den Fuhrpark der beiden preis, ihr Smart Cabrio, den Mercedes und das Boot.
„Warte mal, ich will den Mercedes rausfahren“ meint Opa. Er steigt ein, lässt das Auto an und fährt den Mercedes vor die Scheune. Mit einem Grinsen im Gesicht wirft er mir den Schlüssel zu.
„Das ist nun deiner. Oma und ich schenken dir den Benz. Uns reicht der Smart. Es ist sicherlich kein Stadtauto und erfordert eine gewisse Umsicht, aber besser schlecht gefahren als gut gelaufen. Halte ihn in Ehren und fahre vorsichtig! Oma und ich hatten eine gute Zeit mit ihm.“
Fast wehmütig sinnierend schaut er sich das Auto an. „Er ist vollgetankt und die Versicherung und Steuer sind für fast ein Jahr bezahlt. Deine Eltern wissen Bescheid. Fahr vorsichtig und viel Spaß damit“ knufft er mich in die Seite.
Ich bin sprachlos, weiß nicht, was ich sagen soll. Und dann brummt mein Handy und eine Nachricht von Laura kommt, wieder mit Bild….
Weiter geht’s mit Jackpot
stay tuned…
What's next?
Das Winterabenteuer
Die Abenteuer eines 18 Jährigen Schülers.
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