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Chapter 67 by Bitbuster Bitbuster

Vorbereitungen

Checkliste

In seinem Quartier holte Patrick als erstes den Speicherbaustein aus dem kleinen Tresor.

So, wie war das jetzt?“ überlegte er und steckte den Baustein in die Vorrichtung am Replikator.

Es öffnete sich ein Menü und die Qual der Wahl begann. Es wurden nicht nur die verschiedensten Materialien angezeigt, es gab auch die Wahl zwischen ‚nur‘ Vibration, mit und ohne Heizelement, zusätzlicher Rotation und eine Pumpbewegung.

Sophia meinte, ich soll das volle Programm nehmen“ und so bestellte er eine möglichst naturgetreue Kopie von seinem Penis, erweitert um die angebotenen zusätzlichen Funktionen.

Keine Sekunde später lag die gewünschte Kopie im Replikator und schon beim Herausnehmen fühlte er, wie gut die Kopie gelungen war.

Fühlt sich tatsächlich wie echt an, kein Vergleich mit dem Kram, den es in meiner Zeit gibt“.

Mit einer leichten Faszination betrachtete er „sein Bestes Stück“ aus Blickwinkeln, die ihm anatomisch sonst nicht möglich wären.

„Computer: Eine passende Geschenkverpackung für…ähm … für das soeben replizierte Objekt erzeugen.“

Die Geschenkpackung hatte nicht nur eine Innenschale, in die der Luxusvibrator maßgeschneidert passte, es gab auch eine Umhüllung aus einer Art Seidenpapier und der Karton selbst war mit Schleifen und kleinen Anhängern dekoriert.

Nachdem Patrick alles verpackt hatte, deponierte er das Geschenk und den Speicherbaustein wieder in dem kleinen Tresor.

Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es noch fast drei Stunden bis zur Mittagspause waren.

Der Kapitän hatte ihn zwar als Person mit dem Status: ‚Gast‘ von allen Aufgaben freigestellt, jedoch durfte er überall mithelfen, sofern er daran Interesse hatte und natürlich auch fachlich geeignet war.

So war es eine Entscheidung, die nur Sekundenbruchteile benötigte und er machte sich auf den Weg zum Labor. Wenig später stand er im Arbeitsoverall neben Koshiko.

„Hallo, ich würde gerne helfen“.

Koshiko ließ fast den Gesteinstrenner fallen, als sie Patrick umarmte.

Wie ein eingespieltes Team untersuchten sie die Proben und da in den letzten Tagen wenig neues Probenmaterial gesammelt wurde, waren sie fast punktgenau zur Mittagspause fertig.

Sophia hatte mit ihrem typischen Grinsen zur Kenntnis genommen, dass Patrick sich einfach so an den Analysen beteiligte und sie nicht noch einmal extra dafür im Büro aufgesucht hatte.

„So ihr Beiden, wie sieht es bei euch aus? Mittag essen?“ fragte Sophia und schnell war auch Koshiko überredet worden, mit in das Kasino zu gehen.

Das Essen verlief aus Sophias Sicht ungewöhnlich wortreich, da es das erste Mal seit langer Zeit war, dass Koshiko etwas aus ihrer Vergangenheit preisgab.

Nach dem Essen trennten sich die Drei und Patrick kehrte zu seinem Quartier zurück.

Er überlegte, ob irgendetwas für den abendlichen Besuch von Thea vorzubereiten sei, aber ihm fiel nichts dazu ein.

Gut, dann morgen der Geburtstag.

Da solche Dinge wie Lebensmittel einkaufen und Geschirr besorgen wegfielen, überlegte er was man sonst so brauchte.

Dekoration, Teelichter, Blumen, Gestecke, Girlanden, Luftschlangen oder Lampions. Tischdecken, vielleicht auch etwas Konfetti?“ er überlegte weiter „Musik, eine Liste mit Musikstücken kann nicht schaden.

Den Nachmittag verbrachte er mit dem Zusammenstellen einer Musikliste, die an dem Abend abgespielt werden sollte. So verging die Zeit schneller als gedacht und es war Zeit für das Abendessen.

Da er nicht sehr hungrig war, begnügte er sich mit einem Obstsalat und einem kleinen Stück Zitronenkuchen. Sein geliebter Tee durfte dabei nicht fehlen.

Als er das Geschirr in den Replikator räumte kam ihm die Idee, das Holodeckprogramm für Thea auf einen separaten Speicherbaustein zu kopieren.

Schnell war die Kopie angefertigt und das Original wieder gut verschlossen in seinem kleinen Tresor deponiert.

Noch sieben Minuten“ verriet ihm der Blick auf die Uhr.
Ich werde es langsam angehen“ überlegte er sich und schaute fast im Minutentakt auf die Uhr.

19:00
19:01

Ha, zu spät

19:02 ertönte der Türsummer.

Mit einem „Hallo“ begrüßte ihn Thea.

Patrick schwieg und warf ihr den Speicherbaustein zu.

Geschickt fing sie den Baustein auf. Es folgte eine einladende Handbewegung und etwas zögerlich, vielleicht war es auch nur Vorsicht, ging Thea auf den Schreibtisch und damit der Computerkonsole zu. Wie zur Bekräftigung nickte Patrick und deutete noch einmal auf den Computer. Thea steckte den Baustein in die Öffnung und sah im Verzeichnis sofort, dass etwas nicht stimmte, oder genauer: nicht so war, wie sie sich das vorgestellt hatte.

Sie öffnete routiniert die Holodeckprogrammierung und überflog nur kurz die enthaltenen Anweisungen für den Computer. Als sie auf den Teil mit der versteckten Wand kam, schluckte sie etwas und beendetet die Datei.

„Ich weiß nicht, was ich jetzt sagen soll“ sagte Thea langsam und er meinte doch tatsächlich so etwas wie Ratlosigkeit in der Stimme zu hören.

„Naja, so etwas wie: Meister, ich bitte meine Verspätung zu entschuldigen, es wird nicht wieder vorkommen?!“

Thea überlegte und sagte dann mit fester Stimme: „OK, wenn ich mich darauf einlasse, dann erwarte ich aber auch etwas von meinem Meister.“ Wobei sie das Wort „Meister“ besonders betonte.

„Und was wäre das?“ fragte er.

„Ganz einfach. Ich werde Dir gleich etwas erzählen und wenn Du das irgendjemanden, selbst Svea oder Sophia, sagst, werde ich Dich töten und das meine ich total ernst.“

Er nickte.

„Versprich mir, dass Du das niemandem sagst, es ist wirklich wichtig und ich erkläre Dir auch, warum das so wichtig ist.“

„Ja, versprochen“

Thea holte tief Luft. „Also gut. Wie Du weißt, bin ich für die Sicherheit und den Schutz des Schiffes und der Crew verantwortlich. Seit ich klein war…“

Patrick schaute auf Thea runter und konnte sich Grinsen nicht verkneifen.

„…ich meine das ernst.“ sagte Thea scharf.

„Ja, schon gut."

„Also… schon als kleines Kind wurde ich darauf trainiert, andere zu beschützen. Immer stark und für andere da zu sein, sich notfalls selbst zu opfern. Da ist es wahnsinnig entspannend, wenn ein anderer für einen sorgt, auch mal mich beschützt, ich mich fallenlassen kann.“

Er nickte zustimmend.

„Das kann aber als große Schwäche ausgelegt werden und daher darf auf gar keinen Fall jemand anderes von unserer Übereinkunft wissen. Wenn Du wirklich bereit bist, für mich zu sorgen und aufzupassen, dass mir nichts passiert, dann bin ich gerne bereit, mich – auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist – in Deine Hände zu begeben.“

„Ok, ich danke Dir für die offenen Worte, muss Dir aber auch sofort sagen, dass ich da möglicherweise ein Problem sehe.“

„Welches?“

„Die Idee zu dem Programm stammt von Sophia und Svea weiß ebenfalls davon. Vielleicht solltest Du zumindest mit den Beiden sprechen. Wir können uns auch alle vier zusammensetzen und darüber sprechen.“

Thea überlegte. „Gut, ich werde mit den Beiden sprechen und Du bist dann auch dabei.“

„Ok, Themenwechsel?“ fragte Patrick.

„Ja, was stellst Du Dir vor?

„Wie willst Du morgen den Raum für Svea gestalten? Es ist das erste Mal, dass ich eine Feier auf einem Raumschiff ausstatten soll.“

„Achso, da gibt es schon ein Programm im Computer, das können wir einfach aufrufen und dann wird alles repliziert, was wir so benötigen.“

„Ist das nicht etwas unpersönlich?“

„Es sind die Gäste, die eine Party persönlich machen“ dozierte Thea.

Durch ein Signalton meldete sich Theas Kommunikator und mit eiligen Schritten verließ sie sein Quartier.

Durch den Gong gerettet“ dachte Patrick und überlegte, wie er den Abend verbringen könnte.

Da der nächste Tag bestimmt sehr lang werden würde, entschied er sich, so ausgeruht wie möglich in den Tag zu starten und so legte er sich schlafen.

Geburtstagsfeier

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