Chapter 66
by
Bitbuster
Keine Diskussion
Der weitere Ablauf steht fest
Am nächsten Morgen wurde Patrick von Svea geweckt.
Er schaute sich um und fragte: „Ist Sophia schon wieder weg?“
„Sie ist in der SE“ (sanitäre Einrichtung = Bad)
„Ah, ok. Irgendwie hat sie die Angewohnheit, morgens immer das Quartier zu verlassen.“
„Sie ist eben sehr reinlich, fast schon übertrieben reinlich“ sagte Svea und lächelte etwas.
„Ja und? Verstehe ich nicht“.
„Du warst noch nie bei ihr in der SE?“
Er überlegte und stellte dann fest: „Nein, wenn ich so überlege… ich war zwar schon mal in ihrem Quartier, was ja schon eine Seltenheit ist, aber in ihrer Dusche stand ich noch nie“.
Svea grinste. „Die Haar- oder Fellpflegeprodukte die da auf einem Extratisch herumstehen, würden jeden Friseur neidisch machen.“
„Achso, ja, dann verstehe ich das.“
Einige Zeit später fragte Svea: „Willst Du als Nächstes, oder ich? Das scheint bei ihr heute länger zu dauern.“
Sie einigten sich darauf, dass Patrick als erstes in die SE gehen sollte und Svea schon den Tisch decken würde.
Dann könnte er später das Frühstück replizieren lassen.
In der sanitären Einrichtung hörte er Sophia unter der Schalldusche Geräusche machen.
„Soll das irgendeine Art Gesang sein? Oder schnurrt sie einfach nur laut?“
Vorsichtig öffnete er die Tür zur Dusche.
„Ist alles in Ordnung?“
„Jetzt ja, komm rein“
Kaum hatte er die Tür der Dusche geschlossen, als sich diese wieder aktivierte und sich schlagartig alle seine Haare aufrichteten. Wie üblich hatte Sophia die stärkste Einstellung gewählt, damit die Schallwellen auch durch ihr dichtes Fell bis an die Haut kommen konnten.
„Hier“ sie drückte eine Bürste in seine Hand und kehrte ihm dann den Rücken zu.
Wie auch schon beim letzten Mal begann er bei ihren Schulterblättern und auch wie zuvor wurde das Schnurren lauter und langgezogener. Da war es fast vorhersehbar, dass sie auch wieder mit ihrem Schwanz wedelte und er ihn erneut unter seinem Arm festklemmte.
Er wartete nur darauf, dass sie sich wieder mit ihrem Hintern an ihm reiben würde und der Gedanke war noch nicht ganz zu Ende gedacht, da spürte er sie auch schon.
Er arbeitete sich langsam nach unten vor und als er fast an ihrem Hintern angekommen war, drehte sie sich seitlich zu ihm.
„Du kannst auch so weiterbrüsten, oder?“ fragte sie eher rhetorisch und schnappte sich nun seinen Schwanz.
„Ähm, Sophia?“
„Nix ähm, bürste weiter“ sagte sie und grinste so breit, wie sie konnte.
Mit jeder Bürstenbewegung wichste sie ihn im Takt.
„Mach schneller, wir müssen gleich zum Dienst und Svea wartet bestimmt auch schon“ trieb sie ihn an.
Patrick bürstete schneller und wie zuvor erhöhte auch sie ihre Geschwindigkeit.
Als er den ersten Schub abspritzte, schaute er fasziniert zu, wie sich sein Sperma in eine Art Nebelwolke verteilte und an die Wand der Dusche transportiert wurde. Dabei vergaß er ganz, dass er doch weiterbürsten sollte.
Sophia hatte den letzten Tropfen aus ihm herausgeholt und meinte gespielt tadelnd: „Wenn Du beim nächsten Mal nicht weiterbürstest, dann höre ich auch auf zu wichsen.“
„Ich… ich habe so etwas noch nie gesehen“ stammelte er fasziniert.
„Echt nicht?“ Sophia versuchte auf den Boden zu spucken, aber der Speichel fiel nur einige Zentimeter, bis auch er sich zu einer feinen Nebelwolke verwandelte und Richtung Wand bewegte. "Kinderspiele in der Dusche".
„Na komm, lass uns gehen“ sagte sie und öffnete die Tür.
Als die Beiden die Dusche verlassen hatten, aktivierte sie das Selbstreinigungsprogramm, bei dem alle Partikel, die sich an den Wänden gesammelt hatten, entsorgt wurden. So war die Dusche wieder hygienisch sauber und stand für Svea bereit.
Keine Sekunde zu früh, denn nun betrat auch Svea den Raum.
„Was macht ihr hier so lange?“ fragte sie etwas verärgert.
„Wir mussten uns doch reinigen und du weißt, wie gründlich ich bei so etwas bin“.
„Ja, ja“ grummelte Svea und ging zur Dusche, die noch im Reinigungsmodus war.
Patrick schaute kurz zu den Beiden, verließ dann aber ganz schnell die SE.
Er zog sich an und war gerade fertig, als auch Sophia komplett angezogen in den Wohnbereich kam.
„Was möchtest du denn frühstücken?“
„Ich lasse mich überraschen, aber etwas schnelles, so viel Zeit haben wir nicht mehr“ erklärte sie mit Blick auf die Uhr am Schreibtisch.
So replizierte er für sie ein Brötchen mit Heringssalat und dazu einen Becher Milch mit Honig.
Für sich selbst ließ er ein Erdnussbuttersandwich und einen Becher schwarzen Tee replizieren.
Ein Brötchen mit Quittengelee und den Becher Kaffee stellte er auf den freien Platz für Svea.
„Du bist gleich bei der Besprechung dabei?“ fragte Sophia noch einmal zur Bestätigung.
„Ja, Shawn hatte darum gebeten“.
Sophia nickte und schaute zur Tür, als Svea den Wohnbereich betrat.
„Oh, noch gar nicht angezogen“ dachte Patrick und schaute automatisch auf die festen Brüste.
Svea blickte zum Schreibtisch. „Ernsthaft? Fisch und Milch?“
„JA, ist lecker“ erklärte Sophia mit einem Nicken und leckte sich über die Lippen.
Svea schüttelte sich und suchte ihre Sachen zusammen. „Fangt ihr schon mal an zu essen“.
Fast schon raubtierhaft verschlang Sophia ihr Brötchen und Patrick wurde einmal mehr bewusst, dass man sich mit einem Caithianer, oder auch Caithianerin lieber nicht anlegen sollte. So war Sophia schon fertig, als er noch auf seinem halben Brötchen herumkaute.
Ebenso schnell leerte sie den Becher und verabschiedete sich.
Mit einem Kopfschütteln schaute Svea ihr nach und schnappte sich dann ihr Brötchen.
Wenig später gingen Svea und Patrick zum Konferenzraum.
Als alle saßen, begrüßte Shawn die Anwesenden und erklärte: „Wie wir uns geeinigt haben“ dabei schaute er kurz zu Patrick und dann wieder in die Runde „werden wir jetzt noch 70-80 Jahre von dieser Zeit aus in die Vergangenheit springen, aber nicht direkt in unsere Zeitlinie, sondern nur annähernd. Damit wird verhindert, dass wir unsere Zeitlinie stören, wobei wir natürlich auch versuchen, die andere Zeitlinie so wenig wie möglich zu beeinflussen. Und es hat den Vorteil, dass unsere Karten annähernd stimmen und damit die Navigation vereinfacht wird. Weiterer Vorteil ist, dass die Technik dann ebenfalls weit hinter unserer liegt und wir uns damit unentdeckter bewegen können. Wenn wir dann genügend Mansil eingesammelt haben, ist der Sprung in unsere Zeit und in unsere Zeitlinie geplant. Damit haben wir dann die Gelegenheit, ein unabhängiges Gericht aufzusuchen und die können die Frage klären, ob und wenn ja wie wir für die Entnahme von Patrick aus seiner Zeit zu bestrafen sind. Ebenso kann dann durch eine unabhängige dritte Stelle der weitere Verbleib geklärt werden.“
Svea und Steven schauten Shawn etwas grimmig an. Beide mochten es nicht, dass der Kapitän Patrick schon wieder wie eine Sache behandelte, zumal er mit am Tisch saß.
Shawn bemerkte die Blicke, war aber kein Gedankenleser. „Keine Diskussion. Darauf haben wir, also ich als der Verantwortliche für dieses Schiff und damit auch der Situation und auf der Gegenseite die betroffene Person, uns geeinigt.“
„Der Esel nennt sich stets zuerst“ flüsterte die LMO zu Steven, die auch nicht damit einverstanden war, wie über 'die betroffene Person' hier gesprochen wurde.
„Keine Diskussion, hatte ich angeordnet!“ wiederholte Shawn noch einmal mit Nachdruck.
Es herrschte absolute Stille. Thea meinte zwar, ihren Sitznachbarn atmen zu hören, aber vielleicht war es auch nur Einbildung.
„Da meine Ausführungen wohl deutlich genug und genau waren, wird es auch keine Fragen geben. In die Funktion wegtreten. Äh, Stop Thea und Patrick bleiben noch hier, der Rest wegtreten“.
Alle anderen verließen den Raum und als sie zu Dritt waren sagte Shawn zu Thea: „Morgen ist doch Sveas Geburtstag. Ich gehe davon aus, dass Du wieder den Raum dekorieren wirst?“
„Ja, das hatte ich vor“ bestätigte Thea.
„Gut, dann würde ich dich, Patrick, bitten, mitzuhelfen, da ich es als Strafe ja nicht befehlen kann“.
„Manchmal sollte man einfach nur vernünftig miteinander reden. Dann benötigt man auch keine Strafen oder Drohungen.“
Shawn hatte ein Einfaches „ja“ erwartet und überlegte, ob es nun Ungehorsam, Respektlosigkeit oder einfach nur Starrsinn war. Mit einem Kopfschütteln verließ der Kapitän den Konferenzraum und ließ damit Thea und Patrick alleine zurück.
Kaum hatte sich die Tür geschlossen, da warf sich Thea auf ihn und stürzte mit ihm dabei fast auf den Konferenztisch.
Es folgte ein langer und intensiver Zungenkuss.
Als sich Thea von ihm löste, biss sie ihn noch kurz und schnell auf die Unterlippe.
Mit großen Augen schaute er sie an.
„Verschwinde bloß nicht wieder, weißt Du eigentlich, was ich mir für Sorgen gemacht habe?“ sagte sie vorwurfsvoll, aber auch mit viel Erleichterung.
So kräftig und schnell er konnte, holte er aus und klatsche Thea die flache Hand auf die Wange.
Sie war von seiner Reaktion völlig überrumpelt und reagiert zunächst gar nicht.
So schlug seine Hand ungebremst auf Thea ein.
Jetzt war sie es, die ihn mit aufgerissenen Augen anstarrte.
„Wir sind unter uns und da wagst du es, deinen Herrn, Meister und Gebieter ungefragt zu beißen?“
Er wischte sich das Blut von der Lippe und schaute auf seinen blutverschmierten Finger.
„Ich… aber… woher…?“ brachte Thea mühsam hervor.
„Komm heute um 19:00 in mein Quartier, verstanden?“ bellte Patrick.
„Äh, ja, .. ja klar.“ antwortete Thea.
„ ‚Ja, Meister‘ heißt das oder ‚sehr gerne, Meister‘ “
„Ja, äh, Meister“ sagte Thea noch immer sichtlich irritiert.
Patrick drehte sich um und verließ wortlos den Konferenzraum.
Er schaffte es gerade noch zu warten, bis sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte, dann lachte er laut los. So hatte er sich das zwar nicht vorgestellt, aber so langsam verstand er, was Sophia ihm damals über Thea sagen wollte.
„Sophia“ dachte er und ging zu den Wissenschaftslaboren.
Wie so oft saß sie an ihrem Schreibtisch und tippte einen Bericht.
„Hallo Sophia“ meinte er freundlich.
„Hallo mein Kater. Steven hat mir schon erzählt, das im KR besprochen wurde.“
„Gut, was Du aber noch nicht weißt ist, dass Thea heute Abend zu mir ins Quartier kommt“.
„Oh, … braucht sie es mal wieder?“ fragte Sophia und grinste breit.
„Kann ich nicht sagen, aber…naja… ich werde wohl meine Rolle vom Holodeck weiterspielen“.
„Siehste, ich hatte dir doch gesagt, dass sie darauf steht.“
„Ich muss auch noch das Geschenk für Svea replizieren, hast Du da noch einen Tipp?“ Er versuchte, zu einem anderen Thema zu gelangen.
„Nimm einfach das volle Programm, dann fehlt nachher nichts.“
„Ok, dann gehe ich in mein Quartier und verpacke das auch noch hübsch.“
„Das kann auch der Computer für dich übernehmen“ erinnerte sie ihn.
„Sehen wir uns heute Mittag im Casino?“
„Hm, ja und ich versuche auch Koshiko zu überreden, mitzukommen“
Patrick nickte und ging zu seinem Quartier.
Vorbereitungen
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
- 229 Likes
- 74,161 Views
- 40 Favorites
- 10 Bookmarks
- 98 Chapters
- 97 Chapters Deep
Comments moved below the chapter.

Comments