Gibt das noch eine Reaktion?

Nur eine milde

Chapter 68 by Hentaitales Hentaitales

Jessie wollte schon zu einer wütenden Entgegnung ansetzen, aber Tom kam ihr zuvor. "Niemand hält dich von irgendetwas ab, Shorty", sagte er ruhig, "wir geben dir nur einen Ratschlag. Wenn du Sorge hast, wir könnten mit Asha Mist bauen, blasen wir die Mission ab und du kannst gerne selbst versuchen, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Eidolon wird sich zwar in den Arsch beißen, wenn du dich wieder in Gefahr begibst, nachdem er ein paar Monate lang deine Befreiung geplant hat, aber letzten Endes bist du freiwillig hier. Und ich hoffe, du bleibst uns auch noch ein bisschen erhalten."

Zur allseitigen Überraschung schien das ihr Mütchen ein wenig zu kühlen. "Okay, Eidolon wollte ich jetzt nicht unbedingt an die Karre fahren... Na gut. Ihr kriegt das schon irgendwie gebacken. Aber bitte, gebt euch wirklich Mühe mit ihr, versprochen?"

"Versprochen", meldete sich nun Alex zu Wort, "wir tun unser Bestes. Kannst uns ja ein bisschen was von Asha erzählen - wie sie so drauf ist, was ihr wichtig ist und so. Dann haben wir es auch einfacher. Was sollten wir über sie wissen?"

Eine halbe Stunde später wussten sie etwas besser Bescheid.


Noch am selben Nachmittag fuhren Alex und Jessie los, diesmal mit ihm am Steuer des Kompaktwagens und zwei kleinen Taschen Gepäck im Kofferraum. Sie hatten gute drei Stunden Fahrt vor sich, und es war nicht zu erwarten, dass viel passieren würde, dementsprechend hatte Jessie etwas Musik für die Anlage im Auto vorbereitet. Zu Alex' Überraschung war es recht rockig und durchaus sein Geschmack, auch wenn die allermeisten Stücke ziemliche Oldies waren, zum größten Teil noch aus dem vergangenen Jahrtausend.

Nach einer Dreiviertelstunde war er dann doch neugierig geworden. "Sag mal, Syren..."

"Mh?"

"Hörst du nur solche Musik?"

Jessie musste schmunzeln. "Nein, ich höre sehr viel unterschiedliche Musik. Dachte allerdings, das hier könnte auch dir gefallen. Du hast dich ja schon mal über die anderen 'Schnulzen' aufgeregt, da wollte ich dieses Mal was anderes auflegen."

Auch Alex musste schmunzeln. "Ist auf jeden Fall besser als dein Gejaule vom Mondlicht."

"Ey!" Jessie boxte ihn in die Seite. "Das ist ein absolut großartiges Stück Musikgeschichte! Eins, das ich echt gerne mal aufgeführt hätte." Sie seufzte. "Leider hat es bei mir nur für Rumpleteazer gereicht und nie für Grizabella."

"Soll mir das was sagen?" Alex sah sie etwas verwirrt von der Seite an.

Mit einem Kopfschütteln winkte Jessie ab. "Ich hab ein paar Jahre lang an einem Theater gearbeitet, Spezialisierung auf Musicals. Unser Publikum war eher sechzig und aufwärts - wenn du mit der Musik nichts anfangen kannst, ist das also kein Wunder. Trotzdem musst du es nicht 'Gejaule' nennen. So schlecht singe ich jetzt auch wieder nicht!"

Alex grinste. "Ich sag ja auch nicht, dass du schlecht singst. Nur die Musik ist schlecht."

"Banause!" Sie boxte ihn noch einmal gegen den Arm. "Ich hätte dir damals wirklich was vorsingen sollen, damit du ein bisschen Respekt bekommst."

"Du hast mir schon mal was vorgesungen", warf Alex ein, "als ich mit nem gebrochenen Arm in eurer Garage lag. Ich hab damals gar nicht gemerkt, dass du deine Kräfte bei mir eingesetzt hast, noch nicht mal hinterher. Respekt vor dir hab ich also schon."

Jessie stieß verächtlich etwas Luft zwischen den Zähnen hervor. "Respekt vor mir, aber nicht vor der Musik! Und das bei Webber! Was würdest du erst zu Sondheim sagen?" Sie schüttelte den Kopf. "Na ja, vielleicht müssen wir bei dir klein anfangen. Ich glaube, mit 'Tommy' würde ich dich nicht überfordern. Und da kann man ja drauf aufbauen."

Alex sah aus den Augenwinkeln zu ihr. "Du weißt schon, wenn ich von heute auf morgen plötzlich einen anderen Musikgeschmack habe, werd ich garantiert nicht an einen Zufall glauben. Und ich werde es nicht lustig finden, wenn du mir mit deinen Kräften das Hirn verschwurbelst!"

"Keine Sorge, das muss ich gar nicht", lächelte Jessie. "Gute Musik setzt sich von ganz alleine im Hirn fest, Roadie. Ich mach dir fürs nächste Mal eine kleine Playlist fertig. Nur Ohrwürmer! Dann reden wir noch mal, okay?"

"Meinetwegen. Allerdings-" Alex tippte sie nun seinerseits mit dem Ellenbogen an. "Du hörst dann auch mal in meine Musik rein, klar?"

Mit einem Grinsen nickte Jessie. "Gerne. Aber glaub nicht, dass du mich noch mit irgend was groß überraschen oder schockieren kannst. Ich hab mal Playlists mit Eidolon ausgetauscht. Vertrau mir - da läuft es dir kalt den Rücken runter..."

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Verläuft die Fahrt ansonsten reibungslos?

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