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Chapter 137 by Jan1974 Jan1974

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Kellerbar Party II

Wie das bei neuen Situationen oft so ist, brauchten alle erst einmal etwas Zeit, um sich an die ungewohnte Konstellation zu gewöhnen. Die Jungs wussten nicht so recht, wie sie mit Mia und den laufenden Kameras umgehen sollten, und Mia wollte am Anfang ebenfalls nichts überstürzen oder zu offensiv wirken. So blieben die Gespräche in den ersten Minuten angenehm belanglos.
Mia ging von Gruppe zu Gruppe, unterhielt sich mal mit vier, mal mit zwei oder drei Männern. Es ging ums Wetter („Endlich mal wieder richtig warm“), um Fußball („Seid ihr gut drauf diese Saison?“), um ihren Weg hierher und wie schön es sei, dass sie gekommen war. Oberflächliches Geplänkel, das aber seinen Zweck erfüllte: Die Stimmung lockerte sich merklich, und die Kameras wurden nach und nach fast vergessen – zumal viele Jungs schon das erste oder zweite Bier intus hatten.
Irgendwann setzte Mia sich an einen der rustikalen Holztische zu drei jungen Männern. Einer war blond und etwas schüchtern, der zweite hatte dunkle Locken und war etwas vorlauter, der dritte wirkte ruhig und beobachtend.
Nach ein paar Minuten Smalltalk fiel der Blick des Lockenkopfs auf Mias Shirt. Er grinste unsicher und fragte schließlich:
„Sag mal… was hat es eigentlich mit dem Shirt auf sich? ‚Meine Freunde nennen mich Schlampe‘… Ist das ernst gemeint oder nur Provokation?“
Mia lächelte breit und lehnte sich etwas zurück, sodass der Schriftzug gut zu sehen war. „Ist das nicht eindeutig?“
Der Blonde mischte sich ein: „Na ja… schon. Aber ist ja immer die Frage, wie man das verstehen soll.“
Mia hob eine Augenbraue und schaute ihn amüsiert an. „Wie soll man das denn sonst verstehen?“
Der Dritte am Tisch, der bisher eher still gewesen war, zuckte mit den Schultern. „Also… ‚Schlampe‘ ist ja kein Begriff, den Frauen normalerweise gerne hören.“
Mia lachte leise und erwiderte völlig entspannt: „Ich kann damit sehr gut leben. Für mich ist das nicht so falsch. Ich bin damit ganz zufrieden, wenn man mich Schlampe nennt. Irgendwie passt es ja auch.“
Die drei Männer schauten sie ungläubig an. Der Lockenkopf lachte nervös. „Das find ich schon ziemlich mutig. Aber trotzdem… ich kann’s noch nicht so ganz einordnen.“
Mia schaute einen nach dem anderen an, dann lächelte sie herausfordernd. „Ihr könnt ruhig glauben, dass die Sache mit dem Second-Hand-Laden stimmt. Ich habe Leon und Tim dort wirklich einen geblasen – ohne dass ich vorher ihre Namen kannte.“
Sie ließ die Worte einen Moment wirken, bevor sie mit einem süßen Lächeln hinzufügte: „Ist das für euch nicht schlampe genug?“
Die drei saßen mit offenen Mündern da, sichtbar überfordert. Bevor einer von ihnen eine passende Antwort finden konnte, stand Mia elegant auf, strich ihren kurzen Rock glatt und zwinkerte ihnen zu.
„Ich hol mir mal was zu ****“, sagte sie fröhlich und schlenderte mit wiegenden Hüften in Richtung Theke.
Zurück blieben die drei Männer, die ihr mit großen Augen und Fragezeichen über den Köpfen hinterherstarrten.

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