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Chapter 7 by MissLeen MissLeen

Wie geht es weiter?

Ein außergewöhnliches Angebot

Thomas neigte leicht den Kopf, wobei das Sonnenlicht auf dem Silber in seinem dunklen Haar glitzerte. "Oder", fuhr er fort, "wir könnten eine andere Art der Bezahlung vereinbaren." Die Stille zwischen ihnen dehnte sich aus, schwer von Andeutungen. Anika bekam einen Kloß im Hals, als sein Blick die Rundung ihrer nackten Schulter nachzeichnete. "Eine mehrteilige Serie mit erotischen Aufnahmen", präzisierte er. "Etwas … Aufwändiger. Verschiedene, private Aufträge, sagen wir mal."

Anikas Puls stockte. Sie wusste genau, was er meinte – den unausgesprochenen Vertrag, der zwischen ihnen schwebte. Die Wohnungsschlüssel zwinkerten ihr vom Beistelltisch zu, verlockend nah. Sie schluckte schwer, ihre Finger gruben sich in das das Laken. "Wie viele?" Die Frage rutschte ihr heraus, bevor sie sie **** konnte, heiser und stockend.

Thomas lächelte. Er trat näher, seine polierten Schuhe schoben ihre abgelegte Unterwäsche mit gespielter Nonchalance beiseite. "Vier Shootings. Eines sofort, drei zu späteren Terminen." Sein Daumen strich gedankenverloren über den Auslöser der Kamera. "Explizite Erotikaufnahmen, komplett nackt mit Fetisch-Inhalten. Künstlerische Freiheit." Sein Blick huschte nach unten und verweilte auf der Art, wie ihre Oberschenkel noch immer gegen das Bett zitterten. "Du würdest natürlich eine Einverständniserklärung unterschreiben. Für das Portfolio."

Anika stockte der Atem, das Wort *Portfolio* hing wie ein Messer zwischen ihnen. Das Erkerfenster der Wohnung rahmte die Skyline der Stadt hinter Thomas ein, die fernen Lichter verschwammen, als ihr Blick sich trübte. Sie spürte noch immer den Hauch seiner Fingerspitzen auf ihrem Rücken, wie das Kameraobjektiv jedes Zittern eingefangen hatte. Vier Sitzungen. Explizit. Die Worte wanden sich in ihrem Magen, zu gleichen Teilen aus Angst und etwas Dunklerem, Heißerem.

Thomas neigte den Kopf und musterte ihr Schweigen. Er griff erneut nach der Kamera, sein Daumen strich mit geübter Leichtigkeit über den Sucher. "Du hättest das letzte Wort bei allen Bildern, auf denen man dich wiedererkennen könnte", fügte er hinzu, als wäre das ein Zugeständnis und keine Falltür. "Dein Gesicht könnte man unkenntlich machen oder mit KI verändern." Der Kameragurt knarrte, als er ihn sich über die Schulter warf; das Gewicht zog sein Hemd straff über seine Brust. "Betrachte es als … Zusammenarbeit."

Anikas Fingernägel gruben sich in ihre Handflächen. Die Wohnung war perfekt – sonnig, möbliert, preislich wie eine Fata Morgana. Aber die alternative Bezahlung? Ihre Haut brannte dort, wo sein Blick verweilte. "Und wenn ich nein sage?", brachte sie hervor, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

"Auch kein Problem. Das steht dir selbstverständlich frei. Dann musst du die Kaution einfach umgehend überweisen", sagte Thomas, wobei das Wort *umgehend* wie ein Hammerschlag zwischen ihnen einschlug. Er lehnte sich gegen die Fensterbank zurück und trommelte mit den Fingern einmal – zweimal – gegen den Kameragurt. "Vorabüberweisung, spätestens bis morgen Nachmittag."

Anikas Magen zog sich zusammen. Sie rechnete schnell im Kopf nach – zwei Monatsmieten plus die vereinbarte Gebühr – und spürte, wie sich die Zahlen hinter ihren Augenlidern in rote Nullen auflösten. Ihr Studentenkonto würde nicht einmal die Hälfte davon decken. "Ich …" Ihre Kehle schnappte. "Könnten wir über Ratenzahlungen sprechen?"

Thomas hob eine Augenbraue, sein Mund verzog sich zu einem Lächeln. "Die Standardregelung lautet: vollständige Vorauszahlung." Er stieß sich von der Fensterbank ab. "Es sei denn …" Seine Finger streiften gedankenverloren den Auslöser der Kamera.

Anikas Finger lösten sich langsam von den Kissen. Sie atmete durch die Nase aus – lang, gleichmäßig –, bevor sie einmal nickte. Durch diese Bewegung klebte sich eine Haarsträhne an ihre geöffneten Lippen. "Na gut", flüsterte sie, wobei das Wort nach Kapitulation schmeckte und nach etwas Schärferem, Metallischem.

Thomas grinste nicht triumphierend. Er schaltete die Kamera einfach mit einem entschlossenen *Klick* wieder ein, wobei der Objektivdeckel mit einem dumpfen Schlag auf den Parkettboden fiel. "Gute Wahl", murmelte er, doch es war kein Lob – eher eine Feststellung der Unvermeidlichkeit.

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