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Chapter 4 by Reyhani Reyhani

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Ein Miami-Hemdchen für Margot

Gerds Bericht über eine seiner ersten Lieferungen:

„Margot war so ein Fall, an den ich mich gerne erinnere. Sie hat sich sehr über meinen Besuch gefreut: ‚Mein ****, wie schön, dass du mal vorbeikommst. Du bist aber gewachsen.‘ Dabei kannte ich sie gar nicht. Könnte höchstens eine Freundin meiner Mutter gewesen sein. Die Weiber in der Kolonie steckten ja alle unter einer Decke.

Als ich ihr das Päckchen übergeben habe, hat sie sich noch mehr gefreut: ‚Ist es endlich da?! Das ist nämlich eine Geburtstagsüberraschung für meinen Mann Helmut‘, hat sie mir verschwörerisch zugeblinzelt. Wir sind reingegangen, sie wollte mal gucken, ob es das Richtige wäre, dann würde sie mir das Geld geben.“

„Was haben die Frauen denn damals so bestellt bei eurem Wirtschaftswunder-Amazon?“

„Das hätte ich auch gerne gewusst. Das kleine Päckchen war ziemlich leicht, ein Messerset aus Solingen war da jedenfalls nicht drin. Aber Margot hat es nur vorsichtig an einer Seite geöffnet und hat so geheimnisvoll reingespingst. Da bin ich noch neugieriger geworden und habe mir den Hals verdreht.

‚Es ist was zum Anziehen‘, hat Margot verraten. ‚Da kannst du mir gleich mal eine ehrliche Rückmeldung geben, wie es aussieht.‘ Natürlich hab ich mich als Gentleman umgedreht, während sie sich umgezogen hat. Und als sie ‚Kannst gucken‘ gerufen hat, stand sie da in so einem rosa Dings.“

„Was denn für ein Dings?“

„So ein Nachthemd. Nicht diese sackartigen Teile, wie wir sie getragen haben aus so festen weißen oder blau-karierten Stoff. Sondern es war ein durchsichtiges Nichts, mit kurzen Ärmeln und unten endete es mit so einem Gepuschel auf den Oberschenkeln. Wie hat sie es nochmal genannt, ach ja, ein Miami-Hemdchen. Und sie guckte mich ein bisschen verlegen an und zupfte an dem Ding rum und fragte, ob sie denn sowas noch tragen könnte, sie wäre ja kein junges Mädchen mehr.

Ich konnte erst mal gar nichts sagen, so baff war ich. Man konnte durch den Stoff wirklich alles sehen. Untenrum schimmerte noch eine weiße Unterhose durch, aber oben habe ich ihr direkt auf die Titten geguckt. Natürlich ganz in rosa. Sie waren ganz anders, als was ich bei Bea gesehen hatte. Margot hatte einen riesigen, weichen Busen. Er hing hinunter bis fast auf ihren Bauch und stand nicht nach vorne wie bei der Tochter meiner Chefin. Aber beeindruckt war ich trotzdem. Ich bin da bis heute nicht auf einen Typ festgelegt, mir gefallen Titten in allen Formen und Größen. Also z.B. bei der Uschi …“

„Opa, bitte, das muss ich jetzt aber wirklich nicht so genau wissen. Erzähl lieber, wie es weiterging.“

„Ja, ja, schon gut. Wenn du so gar nicht neugierig bist. Also ... Margot mit einem treuherzigen Blick so: ‚Und gefällt dir, was du siehst?‘ Ich hab immer noch nicht den Mund aufgekriegt aber konnte zumindest energisch nicken. ‚Das ist ein ganz leichter Stoff aus Perlon. Fühl mal, zart und luftig.‘

Ich war noch dabei, vorsichtig meine Hand auszustrecken, da hat sie sich schon an mich gedrängt und, schwupps, hatte ich eine ihrer Titten in der Hand. Und ich muss sagen, das fühlte sich wirklich gut an. Ich hätte es jetzt eher als schwer und wattig bezeichnet, doch ich habe lieber meinen Mund gehalten und mich aufs Fühlen konzentriert. Ich war ja noch ganz neu im Geschäft.

Aber dann war es gleich schon wieder vorbei, denn es rumpelte an der Tür und Helmut, Margots Mann, stand auf einmal im Raum. Von Margot kam ein spitzer Schrei und ich kalkulierte schon mal, ob ich wohl durch das kleine Fenster der Laube passen würde. Immerhin stand es schon offen.

Aber eine Flucht war zum Glück nicht nötig, denn Margot ging zeternd zum Gegenangriff über. Ihren verdatterten Mann keifte sie an, jetzt hätte er die ganze Überraschung kaputt gemacht und er sollte sich was schämen, einfach so reinzuplatzen. Dann hat sie uns beide einfach rausgeworfen. Sie müsste sich jetzt erst mal was Richtiges anziehen und Helmut sollte gefälligst das Hemdchen, das sie nur wegen ihm gekauft hätte, bezahlen und ja nicht vergessen, mir ein ordentliches Trinkgeld zu geben.

Helmut wollte mich dann möglichst schnell loswerden. Er hätte grade keine Moneten da und würde nachher schnell selbst bei Ingrid vorbeischauen. Und was mein Trinkgeld anging, hat er gesagt: ‚Schau doch am Sonntag Mittag mal vorbei. Da hat die Margot einen Kuchen gebacken und ich bin mit den Alten Herren auf dem Platz.‘

Dann hat er mir noch mit so einem merkwürdigen Blick auf die Schulter geklopft und ist schnell wieder rein.“

„Jetzt bin ich aber neugierig, was am Sonntag passiert ist.“

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