Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 2 by MissLeen MissLeen

Was macht sie?

Anika zieht ihren Pullover aus

Anikas Finger schwebten über dem Saum ihres weißen Pullovers, ihr Puls pochte in ihren Ohren. Plötzlich wurde es in der Wohnung zu warm, die Nachmittagssonne fiel schräg über den Parkettboden wie ein Vorwurf. Sie zögerte, ihre Kehle war trocken. "Nur – nur den Pullover?"

Thomas neigte den Kopf und musterte sie. "Fürs Erste." Er hob die Kamera, das Objektiv fing das Licht ein. "Es sei denn, du möchtest lieber gehen?"

Anikas Finger zitterten, als sie sich in den Strickstoff ihres Pullovers krallten. Für einen Herzschlag lang überlegte sie, ob sie vielleicht lieber gehen sollte. Aber das Angebot war zu verlockend. Der Pullover glitt über ihren Kopf, und durch die statische Aufladung klebten Strähnen ihres blonden Haares an der Innenseite. Sie stand da, die Arme vor ihrem schlichten weißen BH verschränkt, während die Kühle der Wohnung ihre nackten Schultern kribbeln ließ.

"Gut", murmelte Thomas und umkreiste sie mit erhobener Kamera. Der Auslöser klickte zweimal, in rascher Folge. "Jetzt nimm die Arme weg." Als sie zögerte, fügte er leiser hinzu: "Du versteckst nichts, was ich nicht schon gesehen habe."

Ihre Arme sanken herab. Der Auslöser klickte erneut, das Geräusch hallte schrill durch die stille Wohnung. Anikas Haut kribbelte unter dem Gewicht von Thomas' Blick, dessen Kameralinse wie ein schwarzes, unbewegliches Auge wirkte. Er trat näher und umkreiste sie mit langsamen, bedächtigen Schritten. "Dreh dich um", wies er sie an, seine Stimme tief und gemessen.

Anika gehorchte, ihr Atem stockte, als sie sich auf der Stelle umdrehte. Der Parkettboden knarrte leise unter ihren Turnschuhen. Sie spürte die Hitze seiner Aufmerksamkeit, die die Linie ihrer Wirbelsäule und die Rundung ihrer Hüften nachzeichnete. Die Kamera surrte erneut und hielt sie fest wie ein Präparat unter Glas.

"Gut", murmelte Thomas. "Jetzt die Jeans."

Anikas Finger fummelten am Knopf ihrer eng anliegenden, blauen Jeans herum, das Metall fühlte sich kalt auf ihrer Haut an. Sie zögerte – um sie auszuziehen, müsste sie zuerst ihrer weißen Canvas Sneaker ausziehen. Der Gedanke, nur mit BH, Höschen und Socken bekleidet dazustehen, ließ ihre Wangen noch heißer werden. Sie bückte sich, um die Schnürsenkel zu lösen, wobei ihr Haar nach vorne fiel und ihr Gesicht wie ein Vorhang verdeckte.

Anikas Jeans glitt mit einem leisen Rascheln des Stoffes über ihre Hüften und sammelte sich an ihren Knöcheln wie eine Jeanslache. Sie stieg vorsichtig aus der Hose, als könnte der Boden sie beißen. Die Luft in der Wohnung kribbelte an ihren Oberschenkeln und ließ ihr an den Kniekehlen eine Gänsehaut aufsteigen.

"Socken?", sagte er, als hätte sie eine kleine Übertretung begangen. Das Kameraobjektiv fing das Licht des späten Nachmittags ein, als er es leicht neigte. "Zieh sie auch aus."

Anikas Zehen krümmten sich auf dem Hartholzboden, als sie die Socken nacheinander auszog. Der Boden war kühler als erwartet, die Maserung fühlte sich rau an ihren nackten Fußsohlen an. Sie richtete sich auf und war sich plötzlich jedes Zentimeters ihrer entblößten Haut überaus bewusst – wie die Luft über ihre Oberschenkel strich, wie Thomas’ Blick auf ihren Füßen verweilte, als sie ihr Gewicht verlagerte. Thomas umkreiste sie erneut, während der Kameraverschluss in schneller Folge klickte. "Hände auf die Hüften", murmelte er, und Anika gehorchte, noch bevor sie merkte, dass sie sich bewegt hatte; ihre Finger legten sich auf die scharfen Vorsprünge ihrer Beckenknochen. Die Pose fühlte sich absurd inszeniert an – wie eine Doppelseite in einem Magazin, die sie in der Zahnarztpraxis überblättern würde –, doch Thomas stieß ein zufriedenes Geräusch tief in seiner Kehle aus, und irgendwie machte das die Sache noch schlimmer.

"Schau mich an", sagte er, und als Anika den Blick hob, verschlang das Kameraobjektiv sie gänzlich. Sie konnte ihr eigenes Spiegelbild in der gläsernen Oberfläche sehen – gerötete Wangen, leicht geöffnete Lippen – und der Anblick ließ einen seltsamen Schauer über ihren Rücken laufen. Thomas stellte mit geübten Fingern etwas an der Kamera ein. "Jetzt den BH."

Anika stockte der Atem. Instinktiv zuckten ihre Arme nach innen, doch Thomas schüttelte bereits den Kopf. "Versteck dich nicht", sagte er, wobei seine Stimme leiser wurde, fast schon einschmeichelnd. "Du bist doch nicht schüchtern, oder?"

Wie reagiert sie?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)