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Chapter 3 by MissLeen MissLeen

Wie reagiert sie?

Sie zieht ihren BH aus

Die Frage hing zwischen ihnen, voller Bedeutung. Anikas Finger krochen zu dem Verschluss zwischen ihren Schulterblättern, das Metall fühlte sich warm an ihrer Haut an. Sie zögerte, ihr Puls pochte unter ihren Rippen.

Der Verschluss ihres 75B BHs gab mit einem leisen Klicken nach, das in der Stille der Wohnung lauter klang, als es hätte sein sollen. Anika hielt den Atem an, als die BH-Träger über ihre Schultern glitten; der Stoff blieb einen Herzschlag lang an ihren Ellbogen hängen, bevor er vollständig herabfiel. Die Luft war kälter, als sie erwartet hatte, was ihr eine Gänsehaut auf den Armen bereitete und ihre Brustwarzen zu steifen Spitzen werden ließ. Sie hielt ihren Blick auf einen Riss im Parkettboden neben Thomas’ linkem Schuh gerichtet, unfähig, seinem Blick zu begegnen.

Er trat plötzlich näher, nah genug, dass Anika den schwachen, würzigen Duft seines Parfüms riechen konnte – etwas Teures und Holzigem, überlagert vom schärferen Geruch der Entwicklungschemikalien. Sein Daumen streifte ihr Schlüsselbein, federleicht, während er ihre Haltung mit einem kleinen Schubs hier und einer Neigung dort korrigierte. "Besser", murmelte er, sein Atem warm an ihrem Ohr. Die Kamera hob sich erneut, das Objektiv schwebte nur wenige Zentimeter von ihrer nackten Haut entfernt. "Jetzt dreh dich um. Langsam."

"Beuge deinen Rücken", sagte Thomas mit leiser Stimme. Seine Finger streiften sanft die Rundung ihrer Taille und führten sie, ohne Druck auszuüben. "Nicht so, als würdest du posieren. Sondern so, als würdest du dich im Aufwachen strecken." Anika atmete aus, ließ ihre Wirbelsäule sich natürlich krümmen und hörte, wie Thomas scharf Luft holte. Die Kamera surrte und hielt die Bewegung der Muskeln unter der Haut fest. "Gut. Jetzt heb deine Arme – langsam – als würdest du nach etwas greifen, das gerade außerhalb deiner Sichtweite liegt."

Sie gehorchte, ihre Arme hoben sich, bis ihre Fingerspitzen die Decke streiften. Die Bewegung spannte ihren Oberkörper an, ihre Rippen zeichneten sich unter der blassen Haut ab. Thomas umkreiste sie, die Kamera senkte sich nie. "Du errötest", stellte er fest, sein Tonfall sachlich, trotz der Hitze in seinem Blick. "Wehre dich nicht dagegen. Es ist ehrlich." Der Auslöser klickte erneut, jetzt näher, das Objektiv fokussierte auf die Röte, die sich über ihre Brust ausbreitete.

"Lass deinen linken Arm sinken", flüsterte Thomas, sein Atem streifte sanft ihren Nacken. "Nur den linken. Lass ihn locker hängen." Anika gehorchte, ihr Arm fiel mit einem leisen Seufzer der Erleichterung an ihre Seite. Der andere blieb nach oben gestreckt, ihre Finger gespreizt, als würde sie nach etwas Unsichtbarem greifen. Thomas’ freie Hand – die, die nicht die Kamera hielt – fuhr langsam ihren Unterarm hinunter, seine Berührung leicht wie ein Mottenflügel. "Jetzt dreh deinen Kopf. Schau mich über deine Schulter hinweg an."

Sie tat es, wobei ihr Hals sich zunächst unbeholfen reckte, bis Thomas ihr Kinn mit einer einzigen Fingerspitze zurechtzog. Das Kameraobjektiv spiegelte ihr eigenes Gesicht wider – gerötet, die Lippen leicht geöffnet, die Augen weit aufgerissen, in einem Ausdruck zwischen Besorgnis und Vorfreude. Thomas’ Daumen streifte ihren Mundwinkel und drückte ihn zu einem sanfteren Ausdruck. "Denk nicht nach", sagte er, so leise, dass es fast ein Flüstern war. "Sei einfach."

Der Kameraverschluss klickte erneut und hielt fest, wie ihre Wimpern bei dieser Berührung flatterten. Sie spürte das Gewicht seiner Aufmerksamkeit wie eine körperliche Berührung – schwer, bedächtig, jede Reaktion genau erfassend.

"Jetzt die Unterwäsche", sagte Thomas mit ruhiger Stimme, als würde er das Wetter kommentieren. Seine Finger hakten sich in den Bund ihres schlichten Baumwollhöschens ein, zogen noch nicht daran, ruhten nur dort wie ein Versprechen. Oder eine Drohung. Anikas Magen zog sich zusammen. Die Luft zwischen ihnen summte vor einer elektrisierenden, unausgesprochenen Spannung.

Wie reagiert sie?

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