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Chapter 3 by emgla124

Luke geht

und lässt seine Schwester verwirrt zurück

Janice fühlte, wie Lukes Lippen sich von ihren lösten, und für einen Moment stand die Zeit still. Die Welt um sie herum war verstummt, bis auf das leise Plätschern des Wassers im Hintergrund. Lukes Atem strich heiß über ihr Gesicht, und seine Augen suchten die ihren, voller Schuld und Verlangen. "Das dürfen wir nicht", flüsterte er, seine Stimme gebrochen vor Emotionen. Er trat einen Schritt zurück, und die plötzliche Distanz zwischen ihnen fühlte sich wie ein kalter Schlag an. Janice sah ihm nach, als er sich umdrehte und langsam davonging, seine Schultern gesenkt unter der Last dessen, was sie gerade getan hatten.

Janice stand regungslos am Poolrand, die Wärme der Sonne auf ihrer Haut kontrastierte mit der eisigen Kälte in ihrem Inneren. Lukes abrupter Rückzug hatte eine Leere in ihr hinterlassen, die sie nicht zu füllen wusste. Sie sah ihm nach, wie er davonging, seine Schultern unter der Last dessen, was sie getan hatten, gesenkt. Die Träne, die über ihre Wange gelaufen war, tropfte nun ins Wasser, wellenlos verschwand sie in der glitzernden Oberfläche. "Was haben wir getan?" flüsterte sie leise vor sich hin, doch die Worte verloren sich in der Stille. Sie fühlte sich verloren, gefangen in einem Netz aus Verlangen und Schuld, das sie selbst gesponnen hatten.

Die Sonne brannte unbarmherzig auf Janices Haut, doch sie spürte die Wärme kaum, so frostig war das Gefühl in ihrem Inneren. Sie stand noch immer regungslos am Poolrand, die Augen auf den Punkt gerichtet, wo Luke verschwunden war. Die Träne, die zuvor ihre Wange hinabgelaufen war, hatte sie nicht einmal bemerkt, so in Gedanken war sie. Die Welt um sie herum schien stillzustehen, als ob selbst die Zeit selbst den Atem angehalten hatte, um das Geschehene zu verarbeiten.

Die Stille wurde abrupt durch das Geräusch von Schritten durchbrochen, die sich langsam näherten. Ihre Mutter trat näher, die Sorge in ihren Augen war nicht zu übersehen. Janice fühlte, wie die Last ihrer Geheimnisse fast unerträglich wurde, doch sie wusste, dass sie sie für sich behalten musste. "Janice, du siehst blass aus", sagte ihre Mutter und legte eine Hand auf ihre Stirn. "Vielleicht solltest du auf dein Zimmer gehen und dich ausruhen." Janice nickte stumm, dankbar für die Ausrede. Als sie sich umdrehte, um davonzugehen, fing sie einen Blick ihrer Mutter auf, der eine Mischung aus Sorge und Misstrauen zeigte. Sie wusste, dass ihre Mutter etwas ahnte, aber sie hoffte, dass sie die Wahrheit nie herausfinden würde.

Die Stille, die sich nach dem Gespräch mit ihrer Mutter über sie senkte, fühlte sich an wie ein schweres Tuch, das jeden Laut erstickte. Janice zog sich in ihr Zimmer zurück, doch die Ruhe, die sie suchte, blieb aus. Ihr Geist wanderte unentwegt zu Luke, zu dem Kuss, der wie ein Fluch auf ihnen lastete. Sie wusste, dass sie ihn nicht wiedersehen konnte, und doch sehnte sie sich nach seiner Nähe, nach der Wärme seiner Haut und dem Klang seiner Stimme. Die Schuld, die in ihr brodelte, fühlte sich an wie glühende Kohlen, die jeden Atemzug zu einem qualvollen Akt machten.

Später am Abend

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