What's next?
eine Woche später
In der folgenden Woche ging ich wie gewohnt zur Universität. Von Johannes hörte ich nichts. Kein Anruf, keine Nachricht, nicht einmal ein flüchtiges Zeichen. Je länger die Tage vergingen, desto stärker fragte ich mich, ob unser letztes Treffen für ihn längst abgeschlossen war oder ob sein Schweigen Teil einer Ordnung war, die ich noch nicht verstand.
Als ich mich am Freitagabend gerade auf den Weg in den Club machen wollte, klingelte es an meiner Wohnungstür. Der Ton schnitt scharf durch den Flur, und für einen Moment blieb ich reglos stehen. Als ich öffnete, stand Johannes vor mir. Er lächelte ruhig, beinahe selbstverständlich, als wäre sein Erscheinen keine Überraschung. In der Hand hielt er eine Tüte, die er mir ohne weitere Erklärung entgegenstreckte.
„Du hast heute frei“, sagte er. „Zieh die Sachen an. Wir gehen aus.“ Seine Stimme war nicht laut, aber bestimmt genug, um keinen Widerspruch zu erwarten. Ich nahm die Tüte entgegen und sah hinein. Darin lagen ein schwarzes Kleid und ein Paar Schuhe mit Absatz. Der Stoff wirkte edel und fein gearbeitet, kühl und glatt zwischen meinen Fingern. Zarte helle Einsätze setzten Akzente, und der tiefe Rückenausschnitt verlieh dem Kleid eine auffällige Eleganz.
Ich wollte ins Schlafzimmer gehen, um mich umzuziehen, als seine Stimme mich zurückhielt. „Wo willst du hin?“ Ich drehte mich zu ihm um. „Mich umziehen“, sagte ich leise. Johannes setzte sich, legte den Kopf leicht schräg und lächelte nur. Er sagte nichts weiter, und doch verstand ich, was er erwartete. Wärme stieg mir ins Gesicht. Einen Augenblick blieb ich unschlüssig stehen, dann holte ich tief Luft. Sein Schweigen machte die Situation schwerer als jedes Wort. Schließlich wandte ich den Blick ab und stellte mich der ungewohnten Spannung dieses Moments.
Langsam begann ich, mich umzuziehen. Als ich das Kleid nahm und den Stoff vor mich hielt, schüttelte Johannes nur den Kopf. „Stell dich gerade hin“, sagte er ruhig. Ich tat, was er verlangte, noch bevor ich darüber nachdenken konnte. Sein musternder Blick glitt über mich hinweg, und wieder spürte ich, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg. „Nimm die Hände auf den Rücken und stell dich etwas breiter hin.“ Einen Moment lang zögerte ich. Dann folgte ich seiner Anweisung. Die Stille im Raum wurde dichter, und mit ihr wuchs eine Spannung, die ich weder benennen noch ganz von mir weisen konnte.
Johannes musterte mich ganz genau. Er ließ sich viel Zeit. „Du hast also noch keine Erfahrung?“ „Ja, richtig“, sagte ich. „Außer mit mir selbst habe ich noch keine Erfahrung.“ Johannes nickte nur, stand auf und ging um mich herum. Ich spürte seinen Blick. „Das ist gut. Dann kann man dich besser formen.“
„Zieh die Schuhe an und stell dich dann wieder so hin.“ Ich zog die Schuhe an. Sie hatten etwa acht Zentimeter Absatz, und ich stand etwas wackelig. Wieder musterte er mich. Johannes nickte zufrieden. „Zieh das Kleid an.“ Ich tat, was er sagte. Er beobachtete mich sehr intensiv. Das Kleid war am Rücken sehr weit ausgeschnitten, passte aber perfekt.
What's next?
- No further chapters
- Customize choices
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.