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Chapter 10 by ThormGravis

Unternimmt Remy noch etwas?

die Zeichen stehen auf Party

Wie so häufig gewann Remys verruchte und abenteuerlustige Seite das Ringen um die Vorherrschaft gegen ihre Vernunft. Sie beschloss noch einmal auszugehen - nur ein kurzer Besuch in einer Bar oder einem Club in der näheren Umgebung. Für einen Abstecher nach New York war es zu spät. Das könnte sie immer noch morgen Nacht nachholen und ein wenig Spaß könnte sie auch hier haben, auch wenn sie noch nicht genau wusste, wie der aussehen sollte. Wie üblich würde sie die Sache einfach auf sich zukommen lassen.

Remy machte sich fertig und wählte bewusst ein provokantes Outfit bestehend aus einem denkbar wenig verbergenden String, einem Push-up-BH, der statt ihres eigentlichen B-Körbchen deutlich mehr vorgaukelte, ein enges, ihre Taille betonendes Top, einen kurzen, knallengen Ledermini und eine schwarze, schmal geschnittene Lederjacke. Dazu kamen die Stiefeletten, die sei schon seit dem Krankenhaus trug. Sie betrachtete sich im Spiegel und musste zugeben, dass sie sich gut gefiel und wohl auch den Kerlen gut gefallen würde. Gut, sie sah sicher ein wenig nach Partyluder aus, aber das war sie heute Abend schließlich auch. Einzig ihre eher flache Oberweite störte sie in solchen Momenten, aber daran konnte sie augenblicklich wenig ändern, was nicht schon der Push-up leistete.

Einige Minuten später - es war kurz vor 1 Uhr nachts - ging sie über die nächtlichen und recht leeren Straßen von Trenton in Richtung der Partymeile der Stadt, wenn man das Gebiet mit den meisten Clubs und Bars so bezeichnen wollte. Es war wie gesagt nicht gerade New York, aber Remy war in ihrer aktuellen Stimmung nicht sonderlich wählerisch - weder was die Party-Location noch was die Männer anging.

Auf dem Weg pfiff ihr der ein oder andere Kerl nach und sie spürte wie Blicke sie verfolgten und auf ihrem Hintern, ihren Beinen und anderen Körperteilen ruhten. Sie genoss die Aufmerksamkeit und die anzüglichen Kommentare und sog das Gefühl, begehrt zu werden, wie die klare Nachtluft ein. Hätte einer der Männer sie etwas zudringlicher angemacht, wäre es nicht auszuschließen gewesen, dass sich Remy sofort hätte von ihm abschleppen lassen. Aber da sich scheinbar niemand begründete Hoffnungen darauf machte und alle es bei Pfiffen und Sprüchen aus der Distanz beließen, erreichte Remy gegen Viertel nach eins ihr Ziel: eine Straßenkreuzung, deren vier Eckpunkte allesamt Party-Locations unterschiedlicher Art aufwiesen.

Direkt neben ihr lag der größte Disco-Club von Trenton. Es hatte sich bereits eine lange Schlange vor dem Eingang gebildet, die auf Einlass wartete, doch Remy war sich sicher - ohne arrogant zu sein - dass die Türsteher sie sicher vorlassen würden. Außerdem gab es noch die alte Seitenstraße, die zum Hintereingang des Clubs führte, durch den man schneller in den Backstage-Bereich kam. Auch dort hatte sie gegen ein wenig körperliches Entgegenkommen zu Gunsten des Türstehers bereits häufiger Einlass gefunden.

Auf der anderen Straßenseite wartete eine Bar auf sie, in der es gewöhnlich weitaus ruhiger zu sich ging. Nur mittwochs wurde hier Karaoke gesungen, ansonsten traf sich hier eher ruhiges Klientel, dass sich bei Cocktails in angenehmer Atmosphäre unterhalten wollte.

Schräg gegenüber von Remy lag eine weitere Bar, die jedoch einen eher lauten Ruf hatte und von recht jungem Publikum besucht wurde. Vor allem bei feier- und sauffreudigen Studenten genoss diese Bar eine große Beliebtheit, aber sie wurde auch in regelmäßigen Abständen von Abschiedspartys für Junggesellen und Jungesellinnen besucht. Remy erinnerte sich noch schmunzelnd an ein Erlebnis vor einem knappen Jahr, als sie an einem Abend sowohl mit einem Junggesellen als auch mit einer Junggesellin unabhängig von einander einen One Night Stand hatte - und am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass die beiden ein Pärchen waren, das an diesem Tag vor den Altar zu treten gedachte.

Und schließlich gab es auf der vierten Ecke noch eine ziemlich heruntergekommene Kellerbar mit einem eher schmierigen Ruf, in dem Billard, Flipper und Kicker gespielt und dazu viel **** verzehrt wurde. Remy hatte diese Bar erst einmal aufgesucht und konnte sich daran erinnern, dass es einen deutlichen Männerüberschuss gab.

Für welche Location entscheidet sich Remy?

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