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Chapter 19 by Geilspecht99 Geilspecht99

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Zurück zu Renate

Renate legte ein ordentliches Tempo vor, denn sie hatte keine Lust, so auf der Straße gesehen zu werden, dennoch konnte Isabella nicht anders als die Fragestunde zu beginnen.
“Wieso hast du deine Haare blondiert?”
“Weil ich es mag, wenn ich nicht gefragt werde!”
“Aber das 6. Gebot sagt doch, dass man sich nicht leichtfertig verwehren soll. Macht das dann überhaupt noch nen Unterschied!”
“Du hast recht. Es kommt nicht oft vor, dass jemand nein sagt, aber der Unterschied liegt woanders. Die Nacktheit lockt mehr Männer an, die wegen mir auf schmutzige Ideen kommen und diese dann auch auf der Stelle bei mir ausprobieren, weil sie quasi dazu eingeladen werden.”
Sie gingen an einem Bekannten ihres Vaters vorbei.
“Guten Tag, Herr Huber!”, grüßten die Mädchen.
“Gute Besserung euch beiden!”, antwortete der Herr, der Renate genau betrachtete, ehe er weiterging.
“Man sieht sich und Gruß an die Mütter!”, sagte er noch.

“Hast du gesehen, wie enttäuscht er wegen der Windel war? Normalerweise hätte er mich nicht ohne eine Entsaftung weitergehen lassen!”
“Zum Glück bin ich nicht blond!”
"Du redest von Glück und ich habe wegen dir auf eine Ladung verzichtet. Außerdem hätte Herr Huber deine Beteiligung erwartet, immerhin kennt man sich ja!”
“Aber das kann er doch nicht verlangen”, sagte Isabella ungläubig.
“Es wird von jedem erwartet, für Sex zur Verfügung zu stehen. Das geht nicht auf das 6. Gebot zurück, sondern ist mittlerweile die gesellschaftliche Norm im Umgang mit Bekannten, Freunden und der ****!”
“Soll das bedeuten, dass ihr hier mit allen Sex habt, denen ich in meiner Welt nur ‘Guten Tag’ sage?”
“Das kann ich dir so nicht beantworten, ich kenne deine traurige, entsexualisierte Welt ja nicht!”, antwortete Renate unbekümmert.
“Bei uns ist Sex was Privates!”
“Nur in den eigenen vier Wänden?”
“Im Allgemeinen, bei der Jugend ist man nachsichtiger und solange man sich nicht erwischen lässt, ist auch alles gut. Offiziell sollte Sex nur unter Paaren vorkommen.”
“Du meinst nur, wenn man verheiratet oder verlobt ist?”
“Es ist nicht ganz so streng, es reicht, wenn man ein Paar ist!”
“Wann ist man ein Paar, wenn man dazu nicht heiraten muss?”
“Da geht es eher darum, dass man gemeinsam als Paar auftritt! Wie nennt ihr es, wenn zwei Menschen vom Sex abgesehen Zärtlichkeiten austauschen, viel Zeit miteinander verbringen und sich ineinander verliebt haben?”
“Ich glaub ich versteh, was du meinst. Mama und Papa waren auch ein Paar, bevor sie geheiratet haben! Aber wir reden hier nicht über Paare.”
“Ihr redet nicht über Paare?
“Über verheiratete und verlobte schon!”
“Und über unverheiratete nicht?”
“Bis zur Verlobung ist eine Liebesbeziehung absolute Privatsache. Keiner weiss wer mit wem geht und mit wem nicht!”
“Auch nicht die beste Freundin?” wurde nun Isabella neugierig
“Die weiß zumeist mehr als die ****!”, sagte Renate vieldeutig.
“Habe ich hier eine Beziehung?”
“Nicht wirklich Schätzchen, aber du bist seit gerade zehn Tagen 18!” Isabellas Enttäuschung hielt sich in Grenzen, mit nichts anderem hatte sie gerechnet.
“Und was ist mit dir?”
“Nun, ich hatte ein paar Anläufe, aber länger als zwei Wochen hat mich keiner interessiert! Hast du zu Hause auch keine Beziehung?”
Isabella schüttelte ein wenig resignierend den Kopf.
“Kein Wunder bei den Klamotten, die du heute morgen anhattest!”, feixte Renate. Wortlos gingen sie ein Stück weiter.

“Sag mal, war das dann heute mit Konrad dein erstes Mal ficken?”, fragte auf einmal Renate ganz besorgt.
“Gott sein Dank nicht ganz”
“Hätte mich auch gewundert, so wie ich Andreas und deinen Vater kenne!”
“Bei uns läuft das anders. Die **** ist ein ganz starkes Tabu! Wenn ich mit Papa was haben würde, könnten wir dafür ins Gefängnis kommen!”
“Gibt es bei euch auch versteckte Sex-Clubs und geheime Prostitution für die, denen es nicht reicht?”
“Ja, schon!”
“Und wieso hattest du schon Sex, obwohl die **** tabu ist und du noch keinen Freund hast, junge Dame?”
“Teenagerparty und ****”
“Familiensex ist verboten, aber das Saufen lässt man durchgehen?”, fragte Renate empört.
“Es wird bis zu einem gewissen Punkt geduldet, dass die Jugend sich die Hörner abstößt!”
“Was für eine verkommene Welt. Ich kann verstehen, wieso du zu uns geflüchtet bist!”
“So ist das nicht, ich habe mir das nicht ausgesucht!
Da erreichten sie das Haus von Renates ****.

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