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Chapter 22 by drz drz

Es dauerte. Doch endlich kam der Trecker mir entgegen. Ohne Licht. Das hatte ich vorher schon am Telefon gesagt. Ganz vorsichtig. Kleiner Gang, wenig Gas um bloß keinen Lärm zu machen.

Hinter dem Trecker war ein Viehtransporter angehangen. Ein ähnlicher Anhänger wie ein Pferdewagen. Nur etwas größer und Geländegängiger. Dieser Anhänger parkte nun neben dem Bulli. Die runtergelassene Rampe direkt neben der Seitentür.

Hei. Alles klar? Wo ist das Schwein?

Na hinten im Laderaum sagte ich.

Der ist schwer. Sagte meine Freundin. Pack mit an!

Sie hatte das Kommando übernommen. Sie zerrte an Juris fesseln und zog in über den Boden einfach so nackt wie er war durch die Tür auf die Rampe. Da lag er nun und konnte sich kaum regen. Aber das brauchte er auch nicht. Die Rampe hatte eine Hydraulik und klappte automatisch wieder hoch. Juri rutschte dabei in den Anhänger. Eingeladen. Wie? War mir doch egal.

Zeih dich aus. Lass alles hier. Egal was. Wir kommen hier wieder hin.

Warum? Fragte ich meine Freundin.

Der Wagen, von dem du erzählt hast. Der steht immer noch auf der Hauptstraße am Rand. Die können dich orten. Also alles aus. Ich habe dir Gummistiefel mitgebracht.

Also zog ich mich komplett aus. Keine Schuhe, kein Schmuck. So wie Gott mich schuf stand ich vor meiner Freundin und stieg in ihre Stiefel. Die Schlüssel vom Bulli versteckte ich auf einem Hinterrad. Nichts sollte mit. Glück hatten wir gehabt. Die Haare hatte ich vergessen. Aber in der Perücke war wohl kein Sender. Unsere Aktion ist trotzdem nicht unbemerkt geblieben. Die Lichter von der Hauptstraße setzten sich in Bewegung und kamen uns näher.

Es ging los.

Mit dem Trecker sind wir quer über ein besonderes Felder gefahren. Unsere Verfolger hatten das auch versucht.

Städter. Wollen einem 300 PS Traktor in einem GPS vermessenem Feuchtbiotop folgen, in dem Löcher ausgehoben wurden um kleine Tümpel zu bilden.

Meine Freundin brauchte weder Licht noch Lenkrad. Der Traktor folge einer programmierten Route. Wir sahen noch, wie das Licht hinter uns in einem Loch verschwand. Wir hatten sie abgehangen. Auf der Straße wieder angekommen gab es nur noch Vollgas. 60 Km/h ca. 20 Minuten.

Wenn die gewusst hätten wie nah wir waren…

Es war mittlerweile etwa 23 Uhr als wir auf ihrem Bauernhof waren.

Meine Freundin hatte keinen Mann. Nur ihre Eltern und ihr Sohn war noch da. Doch die waren eingeweiht. Ihr Vater ließ sich blicken. Er hielt eine Kamera und sollte das Finale filmen.

Juri wurde entladen. Klappe runter. Ein Stachelhalsband für einen Hund über den Kopf gelegt und die Leine daran in meiner Hand. Wenn ich zog, oder Juri mir nicht folgte, dann würgt dieses Halsband nicht nur, nein kleine Stacheln bohren sich in den Hals. So vorbereitet wurden die Fußfesseln gelöst.

Juri lernte schnell. Ein Zug von mir, ein Schrei von ihm. Wir gelangten so in den Schweinestall. Besser gesagt in den Raum, in dem der Eber die Sau beglück damit diese wieder Ferkel wirft. Der Boden ist mit Stroh bedeckt. Die Schweine sollen es ja gut haben während ihre Tête-à-Tête. Es sind keine Tiere in diesem Stall. Noch nicht, den alle Bereiche des Stalls können nach hier hin geöffnet werden.

Juri lag auf dem Stroh. Die Leine hatte ich kurzgehalten und stand mit einem Stiefel drauf.

Meine Freundin drehte ihn auf den Rücken.

Ein Prachtexemplar. Sagte sie und meinte den Schwanz dieses Schweins.

Und damit hat er dich vergewaltigt? Mit diesen Worten griff sie nach Juris Pimmel und massierte diesen. Und der wurde steif.

Tja. Wenn du nichts dagegen hast? Ich hätte gern noch ein Kind.

Bediene dich. Soviel Zeit haben wir noch. Sagte ich zu ihr.

Meine Freundin zog sich aus. Fummelte ein bisschen am Schwanz und auch an sich. Dann setzte sie sich auf ihn und ritt los.

Na Juri. Das hier ist dein letzter Fick. Wenn du kommst, ist es vorbei. Dann bringen wir dich um. Also noch ein paar Minuten? Wie lange kannst du noch?

Meine Freundin ritt diesen Mann und ihr Vater filmte dabei Juris Gesicht, meine Stiefel und den Unterleib meiner Freundin.

Die Kamera zeichnete alles auf. Vor allem aber, was wir sagten, was er sagte.

Er jammerte und flehte um sein Leben. Warum? Fragte er. Warum?

Also habe ihn aufgeklärt. Du bist zu weit gegangen Juri. Das war doch ganz einfach heute. Ein bisschen Blasen. Nur Blasen. Von Ficken war keine Rede du Hurensohn. Aber das ist nicht alles. Du bist zu weit gegangen. Die anderen Zuhälter haben deinen Tod beschlossen. Wir sind hier nur exekutive.

Dann zählte ich die Namen der Zuhälter auf, die beschlossen hatten Juri aus dem Weg zu räumen. Meine Freundin ritt derweil diesen Schwanz und stöhnte mit Juri um die Wette. Nach 10 Minuten wusste Juri jedes Detail des Komplotts.

Seine Kommentare gaben tiefen Einblick in dieses Geflecht von Menschenhandel, Gewalt, Gehirnwäsche und Profit.

Dann war es so weit. Juri konnte seinen Samen nicht länger zurückhalten. Meine Freundin stieg ab und tauschte mit mir den Platz auf der Leine.

Ihr Vater reichte mir ein Bolzenschussgerät. Ein Zylinder, in dem eine Treibladung einen Bolzen ca. 5cm weit vorschießt. Damit werden Schweine geschlachtet.

So Juri für dich endet der Tag hier und jetzt. Ich drehte ihn auf den Bauch, stellte mein Knie auf seinen Rücken, setzte das Gerät an Juris Lendenwirbel an und drückte den Abzug. Ein Knall wie bei einer Pistole erfüllte den Raum. Der Bolzen hatte einen Wirbel zertrümmert. Juri lief nicht mehr weg. Also konnte ich die Fesseln auf dem Rücken lösen.

Meine Freundin, ihr Vater und ich verließen diese Box und positionierten uns hinter dem Gitter.

Denn nun sollte der Kadaver entsorgt werden. So entsort, wie damals der englische Soldat.

Schweine fressen alles. Kannibalismus ist dort nicht unüblich. Wir waren auf einem Biohof. Hier werden Eber und Sauen, die Ferkel werfen, alt. Das Fleisch eines 10 Jahre alten Schwein ist zäh und kommt nicht in den Handel.

Die kommen hier in den Stall. Dann werden alle Tore zu den anderen Boxen geöffnet und die Herde beginnt ihr Festmahl.

Das dieses Schwein noch nicht Tod war, war dabei irrelevant. Es lief nicht mehr weg. Das reicht.

Voller Vorfreude hörte man es quieken als die Gatter geöffnet wurden. Kurz darauf ertönten die ersten Schreie von Juri. Und die Kamera hielt noch 20 Minuten lang alles fest. Danach war von ihm nichts mehr zu hören.

Ausblende.

Die Schweine werden noch mehrere Tage mit dem Kadaver zu tun haben. Danach wird der Rest in der Viehküche im Bruggepott mit anderen Schlachtabfällen gekocht bis sich das Fleisch von den Knochen löst. Dieser Biohof schlachtet und vermarktet seine Schweine selbst.

Die Knochen kommen mit anderen Schweineknochen in eine Knochenmühle. Das Mehl wird als Dünger auf den Feldern ausgetragen.

Nemo me impune lacessit

(Niemand fordert mich ungestraft heraus.)

Meine Freundin und ich duschen noch gemeinsam. Ihr Vater schneidet das Video und übergibt mir eine Kopie auf einem USB Stick.

Danach bringt man mich zurück zum Bulli.

01:00 Juri ist Geschichte

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