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Chapter 42 by ThormGravis
Wie verläuft Laras Plan?
Zunächst verläuft alles nach Plan
Die Dämmerung war schon hereingebrochen, als sich Lara in ihrem hautengsitzenden Tauchanzug zu einem der Stege begab und sich ein Boot ausborgte, ohne dessen Besitzer darüber in Kenntnis zu setzen. Wenn alles glatt lief, würde sich das Boot morgen früh wieder an Ort und Stelle befinden, und selbst wenn sie scheiterte, würde es einfach nur Mitten auf dem Wannsee treiben.
Lara gab Gas und das Boot schoss aus dem kleinen Hafenareal hinaus auf den See. Als sie etwa die Hälfte der Strecke zum gegenüberliegenden Ufer zurückgelegt hatte, schaltete sie den Motor ab und ließ sich vom verbleibenden Vorwärtsschub über die niedrigen Wellen tragen. Schließlich kam das Boot schaukelnd zum Stehen. Lara packte ein Nachtsichtfernglas aus und ließ ihren Blick über den Uferbereich schweifen, an dem sich das Anwesen Kurt von Waldheims erhob. Sie konnte einige Wachen sehen, doch das Bootshaus lag wie erwartet vollständig im Dunkeln.
"Wie sieht es aus, Joey?" fragte Lara über das Headset bei ihrem Helfer an, der in ihrer schäbigen Unterkunft zurückgeblieben war, um von Waldheims Anwesen über die gehackten Kameras zu überwachen. Während sie auf eine Antwort wartete, packte Lara das Nachtsichtfernglas wieder in den wasserdichten Rucksack und checkte, ob alle anderen Werkzeuge und die Waffen vollständig waren.
"Es ist noch wenig los, Lara", knackste Joeys Stimme über das Headset, "aber dein spezielle Freund von Waldheim läuft ziemlich nervös auf und ab."
"Gut. Ich schalte jetzt ab und melde mich wieder, wenn ich angekommen bin." Lara nahm das Headset ab und verstaute es ebenfalls in dem Schwimm-Rucksack. Dann unternahm sie einen letzten, halbherzigen Versuch, den Reißverschluss ihres Tauchanzug doch noch ein wenig weiter nach oben ziehen zu können, aber er bewegte sich kein Stück. Lara seufzte und beließ es bei dem mehr als offenherzigen Ausschnitt, den sie unfreiwillig präsentierte. Immerhin habe ich einen Bikini drunter, ging ihr durch den Kopf.
Lara legte schulterte den Rucksack, sprang ins Wasser, nahm das Mundstück einer Sauerstoffdose in den Mund und tauchte unter. Sie war eine erfahrene Schwimmerin und schaffte es trotz der nächtlichen Dunkelheit die Richtung zu halten. Nur gelegentlich tauchte sie auf, um sich zu vergewissern, dann setzte sie ihren Weg fort. Die letzten zweihundert Meter legte sie dicht am langsam aufsteigenden Grund zurück, machte nur leichte Schwimmzüge und atmete so wenig wie möglich, um keine verräterischen Zeichen zu verursachen. Schließlich tauchten die ins Wasser ragenden Pfeiler des Bootshauses vor ihr auf und Lara. Sie tauchte hinein und näherte sich vorsichtig der Wasseroberfläche, durch sie zunächst das schwache Licht eine Lampe und dann erste Konturen erkennen konnte. Sie verharrte einige Augenblicke, dann kam ihr Kopf unter dem Steg aus dem Wasser. Sie lauschte, konnte aber nichts hören, und verließ nach einigen Augenblicken ihre Deckung.
Mit einem Ruck zog sich die heiße Archäologin aus dem Wasser und schlich geduckt zu einem der Fenster. In der Deckung einer großen Kiste spähte sie hinaus und zog den Kopf sofort wieder weg, denn eine Wache war kurz vor der Tür. Einen Moment fürchtete sie, bereits entdeckt worden zu sein, doch gab es weder Alarmrufe noch andere Anzeichen. Sie duckte sich hinter die Kiste und streifte hastig den Rucksack ab. Schon im nächsten Augenblick öffnete sich die Tür zum Bootshaus und ein Wachmann kam herein.
Lara verharrte still und zusammengekauert in ihrer Deckung. Sie hoffte, dass der Mann direkt wieder gehen würde, wenn er nicht Auffälliges erblickte, doch er schloss die Tür hinter sich und legte zu Laras Verwunderung seine MP direkt auf der Kiste ab, hinter der sie sich versteckte. Dann holte er ein Päckchen Zigaretten hervor und tastete seine Taschen nach einem Feuerzeug ab.
Lara stand leise hinter ihm auf. "Darf ich behilflich sein?" fragte sie freundlich und zog mit beiden Händen den Tauchanzug weiter auf, als der Mann sich überrascht umdrehte. Sein Blick fiel auf ihre pralle Oberweite und seine Kinnlade viel herunter. "Wow", entfuhr es ihm. Er war sogar zu verdutzt und von der Aussicht wie gefesselt, so dass er weder einen Warnruf ausstieß noch die die Hände zu einer Deckung hoch bekam, als Lara ihm einen Unterarm schlag versetzte. Er taumelte zurück und war sichtlich benommen. Sofort setzte Lara nach, rammte ihm das Knie zwischen die Beine und dann - als er vor Schmerz keuchend und sich den Schritt haltend vor ihr einknickte - gegen die Schläfe. Der Wachmann schlug der Länge nach auf den Steg und Lara nahm ihm Funkgerät und Magazine ab, bevor sie ihn knebelte, mit ein paar Kabelbindern fesselte, in eines der Boote wuchtete und schließlich mit einer großen Decke zudeckte.
Vorsichtig spähte sie wieder zum Fenster heraus, diesmal war aber niemand zu sehen. Eilig zog sie sich ihr Headset an. "Ich bin im Bootshaus und habe den ersten Kerl ausgeschaltet. Befindet sich irgendwer zwischen mit und dem Wartungsgebäude."
"Nein, du hast freie Bahn", berichtete Joey und sofort verließ die sexy Grabräuberin das Bootshaus. Gebückt hastete sie über das Anwesen, bis sie das Wartungsgebäude erreichte. Es war ein ungepflegter Backsteinbau, der hinter einigen Hecken versteckt lag - vermutlich damit er nicht die Blicke über den Garten störte. Lara öffnete die Tür, huschte hinein und fand schnell eine Treppe, die nach unten ins Kellergeschoss führt. Lara nickte zufrieden: Hier war sie richtig. Sie eilte die eisernen Stufen herunter, erreichte den langen Gang, der diesen Bereich unterirdisch mit dem Hauptgebäude verband, und durchquerte ihn im Laufschritt.
Als sie die schwere Eisentür am anderen Ende des Ganges erreicht, verriet ihr ein unangenehmes Rauchen auf dem Ohr, dass der Funkkontakt zu Joey gestört wurde - vermutlich durch ihre unterirdische Position. Sie hielt kurz inne und flüsterte Joeys Namen ins Mikro, doch es kam keine Antwort. Lara fluchte, aber sie konnte es nicht ändern. Offensichtlich musste sie eine Weile lang ohne Joeys Führung zurecht kommen. Wenn sie sich recht erinnerte, befanden sich in diesem Teil des Kellers des Hauptgebäudes aber ohnehin keine Kameras und Wachen, um die sie hätte herumgelotst werden müssen. Sie nahm das Headset ab, verstaute es, öffnete die Eisentür und...
Was befindet sich hinter der Tür?
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Lara Croft
Die nicht jugendfreien Abenteuer einer Grabräuberin
Wer hat nicht von ihr gehört? Lara Croft, die Actionlegende, die Grabräuberin. Doch aus Gründen der Altersfreigabe und somit der Umsätze verschweigen uns die Computer-Spiele, Comics und Filme uns seit jeher jene Abenteuer der Actionheldin, die keine Jugendfreigabe erhalten würden. Hier können wir hingegen Zeugen ihrer mehr oder weniger freiwilligen und heldenhaften Abenteuer für die erwachsene Leserschaft werden.
Updated on Apr 4, 2024
by ThormGravis
Created on Apr 9, 2016
by ThormGravis
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