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Chapter 18 by Reyhani Reyhani

What's next?

Yasemins Verlust

Es hilft alles nichts, Yasemin kann nicht einschlafen. Immer wieder wälzt sie sich in ihrem Bett von einer Seite zur anderen. In den letzten Wochen dreht sich ihr Leben ständig im Kreis, wie der Döner im Imbiss ihres Cousins. Wie hat sie sich gefreut, als Herr Meller ihr das Angebot für die Wohnung gemacht hat – ihre erste eigene Wohnung. Wie groß ist die Enttäuschung gewesen, als rauskam, dass die Wohnung nicht wie versprochen umsonst ist, wie groß die Erleichterung, als Herr Meller ihr die Probezeit zugestanden hat.

Damals ist sie noch ganz schön dämlich gewesen, sich solche Sorgen zu machen. Sie hat noch nicht gewusst, wie kostbar jede Minute ist, die sie länger schlafen kann. Die neue Wohnung ist ja ganz nah beim Bauamt, wo sie ihre Ausbildung macht und sie muss nicht mehr eine Stunde mit dem Auto in die Stadt fahren. Sie hat noch nicht gewusst wie komfortabel es ist, einfach nach Feierabend die Füße hochzulegen. Sie muss nicht mehr dauernd ihrer Mutter in der Küche helfen. Sie hat noch nicht gewusst, wie gut man vor dem Fernseher relaxen kann. Ihre nervigen Brüder und die komischen Bekannten, die ihre Mutter immer einlädt, sind weit weg.

Für diesen Komfort macht sie gerne ein bisschen beim Lieblingssport in diesem Haus mit: beim Sex oder, wie hier alle sagen, beim Ficken. Yasemin hat keinen blassen Schimmer, warum der Vermieter ausgerechnet sie ausgesucht hat, denn sie versteht ja eigentlich nicht viel vom Ficken. Am Anfang hat sie sogar ziemlich Angst davor gehabt, weil sie mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Wie gesagt, sie war ganz schön dämlich.

War ja auch nicht schlimm, als Herr Scheibner sie dann wirklich gefickt hat. Sie hat es gar nicht so richtig mitgekriegt, denn sie war auf dem Weg, auf den Silvia sie geschupst hat. Es war eine Erleuchtung, Yasemin hat endlich verstanden, worum es beim Sex geht: um sie selbst. Zuhause hat sie sich immer geschämt, wenn sie Nachts unter der Bettdecke an sich herumgespielt hat, immer in Panik, jemand könnte sie entdecken. Hier im Haus kann jeder alles sehen und hören, es gibt keine Geheimnisse, keine Schlösser an den Türen.

Am nächsten Morgen hat sie sich geschämt, wie sie so schnell ihre Herkunft und ihre Erziehung vergessen konnte. Dass sie zwischen den Beinen ganz wund war, ist ihr wie eine gerechte Strafe vorgekommen. Sie hat versucht, sich nach der Arbeit abzulenken mit Fernsehen, Internet, einem langen Telefongespräch mit ihrer Mutter, bis sie die Vorwürfe, dass sie ausgezogen ist, nicht mehr ausgehalten hat. Sie weiß ja, man soll nicht abergläubisch sein, aber als das Werbefenster aufgeploppt ist, hat sie direkt an eine Nachricht von einem Engel geglaubt – na ja, wahrscheinlich vom Engel der Schlampen. Natürlich hat sie das Gerät sofort bestellt. Noch so ein Vorteil einer eigenen Wohnung ist eine eigene Adresse.

Bereits ein paar Tage später hat Yasemin das Päckchen auf dem Couchtisch gefunden. Sie weiß bis heute nicht, wer es angenommen hat. Sie hat es gleich aufgerissen: das Gerät hat pink geleuchtet und ist schwer in ihrer kleinen Hand gelegen. Am Anfang hat es komisch gerochen, also hat sie es erst einmal mit Seife und heißem Wasser gründlich gewaschen. Dann ist sie gleich ins Schlafzimmer, um es auszuprobieren. Bis gestern war das ihre liebste Feierabendroutine. Das Gerät ist Teil ihrer geliebten Wohnung geworden, immer bereit in der Schublade ihres Nachtkästchens.

Und dann dieser Überraschungsbesuch von Herrn Meller und Silvia. Wie konnte Silvia sie so in die Pfanne hauen? Yasemin weiß immer noch nicht, woher Silvia das alles gewusst hat. Vielleicht hat sie mal an der Tür gelauscht, als sie beschäftigt war. Sie hat gedacht, dass Silvia ihre Freundin ist, denn sie hat ihr am Anfang so geholfen. Wahrscheinlich wollte sie sich bei Herrn Meller einschleimen. Aber Herr Meller ist ein gerechter Mann, er hat sie verteidigt.

Trotzdem ist es Yasmin peinlich gewesen. Hoffentlich stimmt es, dass Herr Meller nicht böse auf sie ist. Er hat nicht eifersüchtig gewirkt, dass Herr Scheibner sie schon gefickt hat. Aber warum auch, ihnen gehörte das Haus zusammen, da gehörten ihnen auch die Mieterinnen zusammen! Sie würde die Probezeit aus dem Vertrag streichen lassen und dann sehen, ob Herr Meller sie auch ficken wollte. Jetzt hat sie keine Angst mehr und bei Herrn Meller schon mal gar nicht, er ist ein gerechter Mann.

Yasmin wälzt sich immer noch im Bett. Versuchsweise greift sie sich in ihren Pyjama und beginnt, ein wenig an ihrer Perle zu reiben. Aber so recht will sie nicht in Stimmung kommen, es ist nicht dasselbe ohne ihr schönes Gerät. Es füllt sie so perfekt aus, es reibt tief in ihrer Pussy und wenn sie es rauszieht und wieder reinschiebt, schmatzt es lustig.

Vielleicht fragt sie die anderen Mieterinnen, ob sie ihr etwas ausleihen können. Yasemin ist sicher, dass auch sie diese Teile haben, so cool und offen hier alle sind. Sie könnte sich morgen in der WG auf ihrer Etage vorstellen. Das hat sie bisher noch nicht gemacht. Zusammen mit ihrer Unschuld sind wohl auch ihre guten Manieren verlorengegangen. Wenn sie Baklava mitbringt, kommt sie mit den anderen schnell ins Gespräch.

Oder soll sie gleich zu Silvia marschieren und ihr Eigentum zurückfordern? Silvia kann es doch nicht so einfach behalten. Aber Yasemin muss sich eingestehen, dass sie ein bisschen Angst vor Silvia hat. Sie ist so schön und selbstbewusst, sie nennt sogar Herrn Meller bei seinem Vornamen, etwas, das sie sich nie getrauen würde. Aber Silvia kann auch ganz schön fies sein. Mit ein bisschen Baklava lässt sie sich bestimmt nicht besänftigen.

Am besten geht sie direkt zu Herrn Meller, der kann ihr bestimmt helfen. Wohlmöglich ist er sogar verpflichtet, ihr das Gerät zu ersetzen – sie hat die Wohnung schließlich möbliert gemietet. Aber gehört der Hausrat auch dazu? Sie muss noch einmal in den Mietvertrag gucken.

Yasemin seufzt, steht auf und geht in die Küche, um etwas zu ****. Da fällt ihr Blick auf die Tasche mit den Einkäufen, die sie noch nicht weggeräumt hat. Da sind auch Gurken dabei, auch wenn es nur die kleinen türkischen sind. Was sie jetzt bräuchte wäre eine dicke, aufgepumpte, deutsche Supermarktgurke. Null Geschmack aber genau das richtige Format für ihr gieriges Loch.

Was macht Yasemin?

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