What's next?

Wir pflegen, was mir gehört

Ein langes, zitterndes Ausatmen entwich Loonas Kehle, als ihre Finger sich langsam aus meinen Haaren lösten. Ihre Schenkel gaben mein Gesicht frei.

Ich sank mit der Stirn gegen das Polster des Sofas, nach Luft ringend, der Geschmack nach ihr heiß und berauschend auf meinen Lippen. Meine Schultern brannten von den stramm gezogenen Manschetten auf meinem Rücken; die Striemen auf Hintern und Oberschenkeln pochten in dumpfen, sengenden Wellen. Doch der wahre Brandherd lag tiefer.

Zwischen meinen Beinen war das Fleisch bis zum Äußersten gespannt, ein pulsierender, schmerzhafter Klumpen aus unbefriedigter Gier und stählerner Barriere. Mein Kopf war ein einziges, siedendes Trümmerfeld aus Bildern. Was sie vorhin gesagt hatte, fraß sich wie Säure durch meine Gedanken und setzte gleichzeitig jede einzelne Nervenfaser in Brand: *Nadja und Loona gemeinsam. Timo, der vor meinen Augen auf dieser Couch über sie herfiel, während ich nackt und versiegelt am Boden kauerte und darauf wartete, ihre Spuren aufzulecken. Vanessa, die im Türrahmen stand, mich musterte, wie ich nackt im Käfig vor ihr im Staub lag, ihre Absätze küsste, ihre Zehen leckte, völlig entmannt, der offizielle, eingesperrte Schandfleck der Familie.*

Die Demütigung war so maßlos, so absolut – und der Gedanke daran jagte mir eine so perverse, glühende Geilheit durch die Adern, dass ich mir fast die Zunge blutig biss, um nicht laut aufzustöhnen.

Ein leises Klacken hinter mir riss mich aus dem Taumel.

Loona beugte sich über mich und löste die Schnallen der Manschetten. Meine Arme fielen schlaff nach vorn, das Blut schoss kribbelnd in die tauben Hände zurück. Ehe ich mich bewegen konnte, trat sie vor mich, das schmale Seidenband mit dem winzigen Schlüssel zwischen ihren Fingern.

Mein Herz setzte einen Schlag aus.

Sie kniete sich vor mir auf den Teppich, kühl, vollkommen konzentriert. Mit ruhigen Fingern setzte sie den Schlüssel an das Vorhängeschloss. Ein feines, sattes Klicken hallte durch den Raum – der Bügel sprang auf.

Sie zog den Bolzen heraus, hakte die Verschlussringe aus und zog den Edelstahlzylinder mit einer behutsamen, langsamen Bewegung von meinem geschwollenen Fleisch.

Für einen Sekundenbruchteil explodierte in mir die nackte, verzweifelte Hoffnung. *Endlich.* Die Luft traf die überhitzte, feuchte Haut wie ein kühler Strom. Mein Glied bäumte sich unwillkürlich auf, zuckte frei, suchte nach Raum, nach ihrer Hand, nach Erlösung nach Tagen der stählernen Folter.

„Ganz ruhig“, hauchte Loona, legte eine Hand flach gegen meinen Bauch und hielt mich mit sanftem, unnachgiebigem Druck zurück. „Keine falschen Hoffnungen, mein Guter. Wir pflegen erst mal das, was mir gehört. Steh auf. Wir gehen ins Bad.“

Sie führte mich ins weiß geflieste Badezimmer, wo sie die Duschkabine aufdrehte. Dampf stieg auf, warm und dicht. Sie streifte ihr Seidenkleid ab und zog mich mit sich unter den prasselnden Strahl.

Das heiße Wasser spülte den kalten Schweiß, die Anspannung und den Geruch der Straße von meiner Haut. Loona griff nach der Seife, schäumte ihre Hände ein und begann, meinen Körper zu waschen. Ihre Berührungen waren gründlich und ruhig – über meine Brust, die brennenden Striemen an meinem Rücken und meinen Oberschenkeln, bis ihre eingeschäumten Hände nach vorn glitten.

Sie umfasste mein freies, pulsierendes Fleisch.

Ein heiseres Stöhnen entwich mir, als ihre glatten Finger sanft zudrückten und in einer langsamen, quälend präzisen Bewegung auf und ab glitten. Der Seifenschaum nahm jede Reibung, machte das Gefühl unfassbar intensiv. Ich war nach Tagen im Käfig so überempfindlich, dass mein Becken augenblicklich nach vorn drängte. Die Welle baute sich in Sekundenschnelle auf, drohte über mir zusammenzubrechen –

Doch im exakt richtigen Bruchteil einer Sekunde hielt sie an. Ihre Finger schlossen sich fest um die Basis, drückten zu und schnitten den Höhepunkt gnadenlos ab.

„Nicht, John“, raunte sie dicht an meinem Ohr, während das Wasser über unsere Gesichter strömte. „Kein Tropfen. Du gehörst mir, und ich bestimme, wann du kommst. Halt still.“

Mein Atem pfiff keuchend durch die Zähne, mein ganzer Körper zitterte vor unerträglicher Frustration und Gier. Sobald die Welle verebbt war, setzte sie die Bewegung wieder an – langsam, fordernd, bis das Pochen wieder an die absolute Kante raste, nur um mich im nächsten Moment wieder mit eisernem Griff zurückzureißen. Sie spielte auf mir wie auf einem Instrument, hielt mich an der Schwelle zum Wahnsinn gefangen, bis ich kaum noch auf den Beinen stehen konnte.

„Genug“, murmelte sie schließlich, drehte das Wasser ab und stieg aus der Kabine.

Sie reichte mir ein Handtuch, trocknete sich ab und verließ kurz das Bad. Als sie zurückkehrte, trug sie eine Schale mit Eiswürfeln in der Hand, neben einer frischen Tube Wundbalsam und den gereinigten Teilen des Käfigs.

Mein Fleisch stand noch immer steil, vollkommen überhitzt, blind vor Erregung. In diesem Zustand war es physisch unmöglich, die stählerne Hülle wieder anzulegen.

„Setz dich auf den Wannenrand und rühr dich nicht von der Stelle“, wies sie mich an.

Ich ließ mich nieder, die Knie weit geöffnet, zitternd vor Erschöpfung und unerträglicher Frustration. Mein Fleisch stand noch immer steil, vollkommen überhitzt und blind vor Erregung. In diesem Zustand war es physisch unmöglich, die stählerne Hülle wieder anzulegen.

Loona warf sich kurz ihren Bademantel über und verließ mit leisen Schritten das Badezimmer. Aus dem Flur hörte ich das Öffnen des Gefrierfachs in der Küche, das Klirren von gefrorenem Eis, ehe sie wenige Augenblicke später zurückkehrte.

In ihren Händen hielt sie einen Beutel mit Eiswürfeln.

Sie trat zwischen meine gespreizten Schenkel, schob den Stoff ihres Mantels zur Seite und öffnete die Plastikpackung. Ohne ein Wort der Vorwarnung presste sie den eisigen, von Schmelzwasser glänzenden Beutel mit vollem Gewicht direkt gegen meine brennende Erektion.

Der Kälteschock fuhr mir wie ein elektrischer Schlag durch die Eingeweide.

Ich keuchte scharf auf, riss die Augen auf und krallte die Finger in den kalten Keramikrand der Wanne. Das schmelzende Eiswasser lief mir in eisigen Rinnsalen über die Innenseiten der Oberschenkel, während Loona den Druck nicht lockerte. Sie hielt die Packung unbarmherzig fest auf mein empfindlichstes Fleisch gepresst, erstickte die glühende Hitze im Keim und zwang den pulsierenden Rausch Sekunde für Sekunde in die Knie.

Unter der betäubenden Kälte schrumpfte die Schwellung gehorsam in sich zusammen, zog sich wehrlos und klein an mein Schambein zurück.

Erst als mein Körper vollkommen abgekühlt war und jede Regung erloschen schien, nahm sie das Eis weg, warf den Beutel in das Waschbecken und trocknete meine Haut mit einem weichen Tuch ab.

Sie griff nach der Tube auf der Ablage. Ihre Finger verteilten den weißen Balsam vorsichtig über die tiefrote Druckstelle am Schambein, strich sanft über das gereizte Gewebe, wo Nadjas Schuh und ihr Zupacken die Quetschung hinterlassen hatten. Der Schmerz wich augenblicklich einer wohltuenden Kühle. Doch der Kontrast zwischen der Brutalität des Eises und der fast zärtlichen Fürsorge ihrer Hände trieb mir fast Tränen in die Augen.

Mit routinierter, millimetergenauer Präzision setzte sie das frische Silikonpolster an die Basis. Sie schob den kalten Edelstahlzylinder über mein geschrumpftes Fleisch. Die Kanten schlossen sich fugenlos; der Zylinder nahm mich wieder vollkommen gefangen.

Der Bügel des Schlosses schnappte mit einem dumpfen, endgültigen Klicken ein. Wieder versiegelt. Wieder ihr Eigentum.

„Komm mit“, sagte sie leise, zog mich an der Hand hoch und führte mich zurück ins Schlafzimmer.

Sie legte sich auf das Bett, lehnte sich gegen die Kissen und zog mich an sich. Ich ließ mich fallen. Mein Kopf fand die weiche Rundung ihrer Brust, mein nackter Körper schmiegte sich an ihre Haut. Ihre Finger glitten langsam durch meine feuchten Haare, kraulten meinen Hinterkopf in einem stetigen, beruhigenden Rhythmus.

Nach der Panik am Maybachufer, dem Zittern vor Nadja, der Züchtigung und der nervenzerreißenden Tortur unter der Dusche fühlte sich diese Umarmung an wie das rettende Ufer nach einem Schiffbruch.

„Ich habe gesehen, wie viel Angst du hattest, als du durch die Tür kamst“, murmelte Loona leise in mein Haar, ihre Stimme tief und frei von jeder Kälte. „Du dachtest, die Kontrolle entgleitet mir wieder. Wie damals mit Emma.“

Ich schluckte schwer, presste mein Gesicht enger an ihren Hals und nickte schwach.

„Hör mir jetzt ganz genau zu, John“, fuhr sie fort, und ihre Hand auf meinem Nacken wurde fest, erdend, beschützend. „Das wird nie wieder passieren. Ich werde niemals zulassen, dass irgendjemand dich zerstört. Niemand wird dich vor Fremden bloßstellen, und niemand wird eine Grenze überschreiten, die ich nicht vorher exakt festgelegt habe.“

Sie strich mir sanft über die Wange, zwang mich, für einen kurzen Moment zu ihr aufzusehen. In ihren grünen Augen lag kein Spott, sondern eine unerschütterliche Entschlossenheit.

„Du bist sicher bei mir. Solange du in meinen Händen bist, passiert dir nichts, was du nicht tragen kannst. Verstehst du das?“

„Ja…“, flüsterte ich heiser, und eine tiefe Welle von Dankbarkeit und vollkommener Hingabe flutete durch meine Brust.

Ich legte meinen Kopf wieder an ihre Brust, lauschte dem gleichmäßigen Schlag ihres Herzens und schloss die Augen. Ich fühlte mich beschützt, vollkommen aufgehoben in ihrer Führung.

Doch hinter meinen geschlossenen Lidern kam die Dunkelheit nicht zur Ruhe. Das Kopfkino lief unbarmherzig weiter, angeheizt von der brennenden Kälte des Stahls und den giftigen Bildern, die Loona in meinen Verstand gepflanzt hatte.

Ich sah mich selbst, wie ich das nächste Mal vor Nadja stand. Diesmal ohne Flucht, ohne Ausreden. Ich stellte mir vor, wie sie mich nicht mehr nur neckte, sondern ihre Hand ohne Zögern in meine Hose schob, die Finger um das kalte Vorhängeschloss krallte und begriff, was für eine Kreatur vor ihr stand. Ihr amüsiertes, verächtliches Lachen hallte in meinem Schädel wider, als sie mich vorführte. Ich sah Vanessa, wie sie durch unsere Wohnungstür trat, die Augenbraue hochzog und mich nackt, wehrlos und in diesem Käfig versiegelt vor sich auf den Knien kriechen sah. Ich stellte mir vor, wie sie ihren Fuß auf meinen Nacken stellte, mich zwang, den Staub von ihren Schuhen zu lecken, während Loona daneben stand, lächelte und mir jeden Rest von Würde absprach.

Der Gedanke, dass mein bürgerliches Ich vollkommen ausgelöscht wurde, dass ich für diese Frauen nichts weiter war als ein abgerichteter, versiegelter Hund ohne eigenen Willen, ließ mein Becken in einer Welle dumpfer, ohnmächtiger Geilheit aufbäumen. Und genau in diesem Moment traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag:

Ich hatte keine Angst vor dieser Zerstörung. Ich fürchtete mich nicht vor der Demütigung, vor den lachenden Gesichtern oder der nackten Schande.

Ich liebte es.

Ich liebte jedes einzelne, quälende Gramm dieses Stahls. Ich liebte das Gefühl, keinen eigenen Willen mehr besitzen zu dürfen, die Kontrolle abgetreten zu haben und in den Händen dieser Frauen zu einem willenlosen Werkzeug geformt zu werden. Diese abartige, alles verzehrende Hingabe war kein Fluch mehr – sie war zu meiner einzigen Wahrheit geworden.

Mein Fleisch stemmte sich im Dunkeln gegen die unnachgiebigen Streben, suchte verzweifelt nach Raum und scheiterte kläglich am Messingbügel. Ein winziger, heißer Tropfen drückte sich in die Enge des Zylinders.

Ich war vollkommen gefangen – in diesem Käfig, in dieser Familie, und in meiner eigenen, abartigen Sucht nach dem eigenen Untergang.

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