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Chapter 56 by Filiusfiliae

Wie geht es weiter?

Wir lernen unsere Gäste näher kennen

Zum Frühstück erwartet uns eine Überraschung. Wir essen in einem anderen Raum, einem größeren, wo fünf zusätzliche Personen gut Platz finden. Die Neuankömmlinge kriegen was anderes als wir, damit sie möglichst schnell zu Kräften kommen. Ihre Mägen müssen überdies erst wieder an größere Essensmengen gewöhnt werden.

Nach dem Essen setzen wir uns alle gemütlich zusammen und lauschen den Erzählungen der Neuankömmlinge, die sehr ungemütliche Zeiten hinter sich haben.

Maike erzählt hauptsächlich. Wie ihre beiden Schwestern, die in der Stadt wohnen, ihre Kinder zur Lieblingstante Maike, geschieden und kinderlos auf dem Land lebend, brachten. Wie sie dann drei Tage später selbst sich genötigt sahen, zu fünft in einem Pkw aufzubrechen. Wie sie fünfmal aufgehalten und ausgeplündert wurden, aber jedes Mal – mal nach Stunden, mal nach Tagen – eine Weiterreisemöglichkeit fanden. Bis sie dann hier ankamen.

Viktoria fragt ganz dezent, ob Maike missbraucht worden sei, worauf sie antwortet: „Meine Schwestern haben mir ihr Wertvollstes anvertraut: ihre Kinder. Und ich schütze meine Nichten, so gut ich kann, in jeder Konsequenz. Und das bedeutete so manches mal, dass ich es zuließ, dass ein Kerl sich an mir vergeht, bevor er sich an meinen Nichten vergreift. Bislang ist mir das gelungen, dass sie keiner geschändet hat.“

„Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen“, sagt nun die Größte von den Nichten, Angelika. Deren Cousine Daniela wirft ein: „Und auf die Weise hast du uns ja auch Essen besorgt. Ich erinnere mich da an fünf Müsliriegel für den Sex. Der Typ sah gar nicht mal so schlecht aus.“

Maike lächelt nun, sagt: „Du hast mir tatsächlich zugesehen, wie ich ...?“

„Ja“, sagt Daniela trocken, „hatte fast den Eindruck, du hattest Spaß dabei.“

„Daniela, also wirklich“, faucht Bettina ihre Cousine an.

„Lass mal, Daniela hat doch recht“, beruhigt Maike nun die Situation, „er war doch einer von den halbwegs Anständigen, wollte wirklich nur sanften Sex und keine Machtdemonstration abliefern. Außerdem waren es nicht nur die fünf Müsliriegel, sondern auch noch fünf Teebeutel – und vor allem der Hinweis, wo wir den Wagen finden, mit dem wir hergekommen sind. Ohne den wären wir vielleicht gar nicht hier. Aber meine Nichten haben auch einiges aushalten müssen.“

„Aber nicht so viel wie du“, antwortet ihr Celina.

Was haben die Nichten aushalten müssen?

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