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Chapter 57
by
Bitbuster
und mehr
Unbekannte Seiten
Als Patrick am nächsten Morgen aufwachte, lag er wieder alleine in seinem Bett.
„Komisch, warum geht sie nachts so oft in ihr eigenes Quartier?“ fragte er sich und stand langsam auf.
Auf dem Weg in den Sanitärbereich schaute er kurz aus dem Fenster.
Sterne und andere Himmelskörper zogen als helle Streifen vorbei. Schneller als gedacht hatte er sich an den Anblick gewöhnt und aus den Zeiten, als er stundenlang vor einem Fenster stand und den Weltraum beobachtete sind nun wenige Sekunden geworden.
Nach der inzwischen üblichen Prozedur Ultraschall-Dusche inklusive Zähne ebenfalls per Ultraschall putzen und dann ganz altmodisch rasieren, folgte der Gang zum Replikator.
„Computer: Einen Becher Tee Nr. 3“
Patrick hatte sich einige Sorten in verschiedenen Variationen, mit Zucker, mit Kuhmilch usw. eingespeichert und brauchte jetzt nur noch die entsprechende Nummer zu nennen.
Die „3“ war ein Assamtee mit 1,5 g Zucker aus brasilianischem Zuckerrohr und 25 ml Kuhmilch vom rotbunten irdischen Holstein-Rind. Die Temperatur hatte er mit 75°C programmiert und der Tee soll wie ein Tee, der 4,5 Minuten gezogen hatte, stark sein.
„Wenn der Computer schon so kleinlich ist, dann soll er die Daten auch ganz genau bekommen“ waren damals seine Gedanken.
Mit dem Becher in der Hand ging er zu seinem Schreibtisch und trank einen großen Schluck.
Weiter ging der Weg zu einem Schrank, in dem er Kleidung aufbewahrte. Während einige Crewmitglieder sich jeden Tag am Replikator neue Kleidung bestellen, hatte er lieber einen Vorrat.
Für heute lag neben der Unterwäsche ein dunkelblauer Pullover als oberstes in der Schublade.
„Hm“ machte er mit Blick auf die Hose. „Die geht für heute noch“ und so stand er angezogen wenige Minuten später wieder an seinem Tisch und nippte am Becher.
„Computer: Termine für heute auflisten“
„08:00 bis 16:30 Tätigkeiten im Wissenschaftslabor, 18:00 Abendessen mit XO, 19:30-22:30 Holodeck 2 – keine weiteren Einträge“
Zufrieden nickte Patrick instinktiv, auch wenn es keiner sehen konnte.
„Computer: Bordzeit“
„Es ist … sieben Uhr … und … dreiunddreißig Minuten“
„Hier ist alles so hochmodern und dann klingt die Zeitansage noch immer wie so eine billige Uhr aus China. Oder wurde das für mich extra so eingestellt?“ waren seine Gedanken, als der den letzten Rest Tee trank.
Im Vorbeigehen stellte er den Becher in den Replikator und verließ sein Quartier.
Auf dem Weg zum Aboretum traf er heute nur einige wenige Crewmitglieder, niemanden, den er kannte. Nach dem kurzen Spaziergang, den er sich inzwischen fast jeden Morgen gönnte, war das Labor sein Ziel.
Auch hier war die Reihenfolge schon Routine. Umziehen, schauen, ob Koshiko schon da ist – die wie so oft noch nicht da war – und dann zu Sophia ins Büro.
„Guten Morgen“
„Guten Morrrrrgen“ schnurrte es ihm entgegen und verführte ihn zu einem kleinen Lächeln.
„Gut geschlafen?“
„Jup und Du?“
„Auch“ Er überlegte, ob er sie wegen der „Bettflucht“ ansprechen sollte, ließ es dann aber lieber.
„Ich gehe dann schon mal in den Probenraum“
„Mach das“ kam es von ihr knapp.
Patrick hatte bereits alle Geräte auf die Arbeitsfläche bereit gelegt, als der zur Uhr an der Wand schaute.
„Heute ist sie aber besonders spät dran“
Wie aufs Stichwort öffnete sich die Tür und Koshiko eilte zu ihm an den Labortisch.
„Guten … Morgen“ sagte er gedehnt, da er sich dabei umgedreht hatte und in ihr Gesicht sah, welches mit roten Hektikflecken übersäht war.
„Alles in Ordnung?“ fragte er etwas besorgt.
„Morgen, ja ja“ kam es schnell von ihr und sie nahm sich den Probenschneider und begann mit der Arbeit.
„Okay?!? Dann frage ich nicht weiter“ und begann ebenfalls mit der Probenvorbereitung.
Der Vormittag verlief wieder sehr ruhig und auch beim gemeinsamen Mittagessen sagte Koshiko kaum ein Wort.
„Wenn Du über irgendetwas reden möchtest, ist kein Problem, sprich einfach mit mir“
„Hmm“ sie kaute weiter „mach‘ ich vielleicht“
Auch der Nachmittag verlief schweigsam und zum Feierabend hatte sie es wieder sehr eilig.
Da Sophia ihm auch nicht sagen konnte oder wollte, was mit Koshiko los war, ging er in sein Quartier.
Er überlegte kurz, ob er den kleinen Tisch oder doch lieber auf dem großen Schreibtisch eindecken sollte. „Falls sie heute wieder später kommt, liegt zumindest schon mal das Besteck und ein Tischtuch wäre auch nicht schlecht“. So vorbereitet ging er noch einmal das Programm durch, welches er mit Svea und Sophias Hilfe hatte erstellen lassen.
Pünktlich um 18:00 ertönte der Türsummer.
„Hallo Svea, wie war der Tag?“
„Du fragst, als wenn wir schon 50 Jahre zusammenleben“ sagte sie lachend. Irgendetwas liegt in der Luft, es ist ruhig, fast schon zu ruhig“
Patrick nickte und ging zum Replikator, um wenige Sekunden später mit dem Essen wieder zurückzukehren.
Nach dem Essen sollte der weitere Ablauf besprochen werden.
„Also dann ist das Programm bereits gestartet, wenn Thea und Du den Raum betreten. Wie besprochen, soll sie sich ausziehen und Du schnallst Sie an das Gestell, dann verlässt Du den Raum wieder und holst sie zum Ende hin ab.“
„Gut, hast Du Dir überlegt, ob wir sie nicht doch gemeinsam abholen?“
„Nee, ist schon in Ordnung so. Wahrscheinlich will sie mich dann auch gar nicht sehen“
„Ganz wie Du meinst. Ich gehe dann schon mal zu ihr, bis später“
Svea verließ sein Quartier und Patrick räumte schnell das Geschirr in den Replikator.
„Dann wollen wir mal“ sagte er zu sich selbst und ging zum Holodeck.
Dort schaute er kurz zur Uhr und betrat den Raum.
Da Thea das Programm nicht vorher schon sehen sollte, hatte Sophia es auf einem Speicherbaustein abgelegt und nicht zentral im Computer gespeichert. Den SB steckte er dann in die Konsole und startete das Programm.
Der Raum veränderte sich in eine Art Folterkeller. Mittig war ein großes Metall-X an einem Gestell, welches über einige Gelenke in alle Richtungen gekippt werden konnte. An einer Wand hingen Peitschen und Gerten in verschiedensten Ausfertigungen, daneben Knebel, Augenbinden und diverse Dildos von Aaamazzarit bis Zevianer und einige sahen wie Phantasiegebilde aus.
Das Besondere war jedoch eine doppelte Wand. Wie bei einem einseitigen Spiegel sah man an der Wand jedoch anstatt seines Spiegelbildes Handschellen und anderes Fesselwerkzeug. Trat man durch die „Wand“ hindurch, befand man sich in einem geschützten Bereich und Sophia hatte es so programmiert, dass nur Patrick durch diese Wand gehen konnte, für alle anderen Personen war es eine Wand, die durch ein Kraftfeld geschützt, nicht passierbar war.
„Geniale Idee“ dachte Patrick und fühlte sich schon etwas eigenartig, als er probeweise seine Hand durch die Wand steckte und sah, wie er quasi mit dem Arm in der Wand steckte. Zwei Schritte weiter war er in dem Raum verschwunden und drehte sich um. Wie Sophia gesagt hatte, konnte er alles sehen, wenn auch mit einem leichten Grauschleier, der ihm signalisierte, wo die Wand oder „sein Tarnfeld“ wie er es spontan nannte, aufhörte.
Die Zeit verging und Patrick sah, wie sich die Tür zum Holoraum öffnete. Gewohnt vorsichtig betrat Thea den Raum, dicht gefolgt von Svea.
„Da habt ihr euch ja was einfallen lassen“ meinte Thea überrascht und schaute zu Svea.
„Tja, also, ausziehen und an das X stellen“
„Jawoll, Frau XO“ rief Thea scherzhaft und Svea verdrehte genervt die Augen.
Thea legte ihre Kleidung auf einen Stuhl, der ebenfalls im Raum stand.
„So, was ist jetzt?“ drängelte Svea.
„Bin doch schon fertig“
Svea schnallte sie an das X und wie programmiert, waren es keine Lederfesseln, sondern massive Metallbänder, die von innen gepolstert waren. Nachdem Hände und Füße fixiert waren, kam zusätzlich ein Becken- und ein Brustband zum Einsatz.
Svea ging zum Ausgang, drehte sich noch einmal um und grinste, wie sie Thea so gefesselt sah.
„Computer: Programm fortsetzen“ waren ihre Worte, bevor sie den Raum verließ.
Der Auftritt
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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