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Chapter 13
by
Papas_Liebling
What's next?
Treiben lassen
Undeutliche Erinnerungen schwebten ungewollt, aber nicht unwillkommen aus dem Unterbewusstsein nach oben. Seit Jahren hatte Samira sich dort unten, an dieser unreinen Stelle nicht mehr berührt - außer um sich zu waschen natürlich. Es war lange her, dass sie es aus einem anderen Grund getan hatte. Damals, bevor sie verstand, dass es Sünde war, wenn sie ihren Körper selbst erkundete. Nachts, allein, unter der Decke. Mit schlechtem Gewissen, aber die Neugier war stärker gewesen. Sie hatte die Empfindungen, die sie damals in sich geweckt hatte, schamhaft verdrängt. Nun drängten diese mit Macht zurück.
Zaghaft führte sie ihre Hand wieder an die Quelle des Nektars. Suchend und sanft ertaste sie die zarten Lippen unter ihren krausen Haaren. Sie hörte in sich hinein. Es fühlte sich... gut an. Sie streichelte sich so, wie sie es wünschte, dass ein Liebhaber es täte.
Ihre Finger hatten nicht vergessen, wie es am schönsten war. Sie fanden traumwandlerisch die Stellen, die Samira seufzen und sich mit geschlossenen Augen zurücklehnen ließen. Die junge Frau sank in eine See, die sie warm und wohlig umfing, sachte schaukelte und die kalte Realität ringsum verschluckte. Doch ihre Reise endete hier noch nicht. Sie ließ sich weiter treiben in diesen Wellen, die sich immer aufgewühlter auftürmten. Ihre Hand wurde fordernder. Ihr Atmen schneller. Hitze entflammte in ihrem Schoß.
Immer weiter trieb sie sich. Empfindliche Haut brannte. Ihr Lustzentrum jagte elektrische Stöße in ihren Bauch und durch ihr Rückenmark. Ihr ganzer Körper zitterte in Erwartung. Rasselnd der Atem. Schweiß. Licht. Ja. Gleich...
Jaaaa!
Sie bäumte sich auf. Sackte zusammen. Rutschte vom Stuhl.
Auf dem weichen Teppich kam sie zu sich. Desorientiert schaute sie sich um, wusste im diesem Moment nicht, ob sie Sekunden oder Stunden geschlafen hatte.
Sie fühlte sich erschöpft, der Hals rau, Arme und Beine zittrig. Aber auch glücklich und herrlich entspannt. Sie seufzte zufrieden.
Zu gerne wäre sie einfach liegen geblieben, doch sie widerstand der Versuchung. Sie müsste sich anziehen. Zuvor duschen. Sie stemmte sich hoch.
Im Bad wartete der Spiegel auf sie. Er zeigte gerötete Wangen, den leicht geöffneten Mund, bebende Lippen. Die Stirn glänzte feucht. Das Kopftuch saß schief, vorwitzige Strähnen hatten sich darunter hervorgestohlen. Samira senkte die Augen, um zu vermeiden, dass ihr Spiegelbild sie vorwurfsvoll anblickte.
Mit geschickten Fingern löste sie den Hidschab. Das Gewebe glitt von ihren Haaren über ihre Schultern nach unten. Sie ließ es achtlos zu Boden fallen. Es hätte ein Symbol ihrer Ehre und Sittsamkeit sein sollen. Hatte sie diese Werte verraten?
Sie drehte den Wasserhahn in der Dusche auf, wartete, bis das Wasser heiß hervorströmte. Dampf waberte durch den kleinen Raum und ließ den Spiegel beschlagen. Das Bild, dass Samira von sich gesehen hatte, wurde undeutlich.
Die Hitze des über sie strömenden Wassers ließ ihre Haut prickeln. Sie hielt ihr Gesicht in den harten Regen, die Augen geschlossen. Sie wusch ihre Haare, ihren Körper. Dabei wusste sie, dass dies nicht genügen würde, um sich zu reinigen. Die Bilder, die sie gesehen hatte, die Empfindungen, die sie gefühlt hatte, ließen sich nicht einfach abwaschen.
Und darunter hatte sich noch eine andere Erkenntnis eingegraben. Ein Gedanke, der sie staunen ließ und gleichzeitig so offenkundig war, wie das Licht der Sonne. Sie hatte einen Wunsch:
Könnte ich doch nur so frei und selbstbewusst sein, wie die Frauen auf den Bildern.
Sie lehnte ihre Stirn gegen die Fliesen. Das rauschende Wasser schirmte sie gegen die Welt da draußen ab. Sie ließ ihren Tränen freien Lauf. Waren es Tränen der Trauer über ihre verlorene Unschuld? Oder waren es Tränen des Glücks über ihre Befreiung von Zwängen und ungerechter Moral?
Hinter ihren geschlossenen Lidern sah sie Zahlen. Zahlen, die David auf den Bildschirm getippt hatte.
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Updated on Oct 7, 2025
by Papas_Liebling
Created on Sep 28, 2025
by Papas_Liebling
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