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Chapter 38

What's next?

Taxiert

Es klopfte und ohne auf ein Herein zu warten, öffnete sich die Tür. Sina schrak zusammen, kniff die Beine zusammen und machte sich insgesamt so klein wie sie konnte, um möglichst viel von ihrer Statur mit den Händen bedecken zu können und so einen Rest von Würde zu wahren.

Eine junge Frau trat ein, lange schwarze Haare, die Augen mit Kajal betont, die Lippen leuchtend rot. Sie trug einen gefährlich knappen roten Minirock und ein trägerloses schwarzes Top, das ihre gewaltige Oberweite kaum bändigen konnte. Yildiz schien ihr mit seinen Blicken schamlos das Wenige, das sie anhatte, auch noch ausziehen zu wollen. Sie trug ein Tablett mit Teetassen, einer Kanne und einem Glas Wasser. Noch ehe sie alles auf dem Tisch abstellen konnte, hatte sie die fremde Nackte bereits von oben bis unten gemustert und meinte:

"Boss, ich bitte dich! Wie **** ist die Kleine?"

"Ich bin über zwanzig!", explodierte Sina.

"Wie findest du sie, Meliye?", fragte der Chef schmunzelnd.

"Frech und vorlaut. Und, ganz ehrlich, an der ist doch viel zu wenig dran."

Um zu unterstreichen, was sie meinte, streckte sie ihre Brust raus und drohte, das dünne Oberteil zu sprengen. Sina schäumte vor Wut über den unfairen Vergleich und noch mehr darüber, dass sie hier wie ein Stück Vieh taxiert wurde. Jede Hoffnung, dass sich ihre Lage mit der Ankunft einer Geschlechtsgenossin verbessern und entschärfen könnte, war binnen Sekunden zerstoben.

Yildiz atmete tief und lautstark aus, um seiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen.

"Vermutlich hast du recht, Meliye. Kannst du ihr etwas zum Anziehen leihen?"

Sina jubelte innerlich, war aber nach den bisherigen schlechten Erfahrungen noch nicht völlig überzeugt, dass es gut ausgehen würde.

"Was denn? Der wird doch nichts von meinen Sachen passen", schnappte die Vollbusige.

Ihr Boss zog betont eine Augenbraue hoch.

"Na, gut. Vielleicht habe ich noch ein altes T-Shirt, das sie überziehen kann."

Schmollend zog sie davon.

Yildiz ließ sich wieder auf dem Sofa nieder und klopfte mit der flachen Hand auf den freien Platz neben sich.

"Komm her, trink eine Tasse Tee mit mir. Du hast doch Durst."

"Könnte ich, bitte, das Laken wieder haben?"

Er schüttelte träge den Kopf und schenkte zwei Tassen aus der Kanne ein.

Ergeben trottete sie heran und setzte sich zu ihm.

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