What next
Tanja verließ das Fotostudio
Nachdem Tanja das Fotostudio von Robert Botmann doch schon schnell fluchtartig verlassen hatte, war sie doch betrübt, diesem Kerl nicht das Handwerk legen zu können. Aber sie konnte sich einfach nicht vor ihm und seiner Kamera nackt machen.
Tanja stoppte den Wagen vor ihrem Grundstück. Ihre Hand drückt die Fernbedienung des Garagentors. Das große Tor schloss sich. Tanja stieg aus dem Wagen und öffnete den Durchgang zum Haus. Kein Geräusch drang an ihre Ohren.
Lisa war offenbar nicht zu Hause. Vermutlich hatte sich das Mädchen, nachdem ihre Mutter zur Abendessenszeit nicht zu Hause war, selbst beköstigt und sich wieder auf die Strümpfe gemacht.
Das kam öfter vor. Ihr Beruf war in dieser Hinsicht manchmal Gnadenlos. Aber heute hat sich Tanja gefragt, ob sie sich nicht zuviel um ihre Karriere und zuwenig um das Mädchen gekümmert hatte. Aber nachher war man immer schlauer. Nur kamen die Selbstvorwürfe jetzt zu spät.
Ihre Hand tastete nach dem Lichtschalter im Flur. Doch plötzlich und ohne Vorwarnung brach die Helligkeit des Deckenfluters über sie. In der Tür zum Wohnzimmer steht Lisa.
Das Mädchen musterte ihre Mutter. Doch in ihrem Blick lag keine Überraschung. Das für ihre Mutter ungewöhnliche Outfit kommentierte Lisa nur mit einem Satz. „Hat es ihm gefallen?“
„Wen meinst du?“, fragte Tanja.
„Wen soll ich schon meinen?“; lachte das Mädchen. „Meine Mutter nimmt sich in der Kanzlei eine Woche frei und läuft rum wie eine Nutte. Ich brauch nur eins und eins zusammen zu zählen, Mutti.“
„Woher weißt du, dass ich frei habe?“, erwiderte Tanja überrascht.
„Ich hatte in deiner Kanzlei angerufen, weil du nicht ans Handy gegangen bist, und da ssgte man mir, du hast eine Woche Urlaub!“, erklärte Lisa und setzte sich energisch hinzu. „Und was ist hier los? Warum spielst du Miss Undercover?“
Tanja sah die harten Blicke ihrer Tochter
„Ich bin kein, Kind mehr. Ich bin 18 und will wissen, was du vorhast.“ Lisas Stimme klang zornig.
„Herr Gott.“, raufte sich Tanja die Haare. „Das Problem ist ja gerade das du 18 bist.“
Über das Gesicht des Mädchens flog ein Schatten. Es schien als greifbar sie zum ersten Mal diesen Fakt. Trotzdem gab sie sich nicht geschlagen. Erstaunlich sachlich antwortete Lisa. „Ich hab Mist gebaut, Mutti. Aber es ist mein Mist. Sicher ist mir das Ganze über den Kopf gewachsen. Aber ich bin wirklich kein Kind mehr und möchte nicht, dass du das für mich ausbadest. Lass es uns wenigstens zusammen tun.“
Auf Tanjas Zunge lag ein klares Nein. Doch sie schluckte es hinunter. „Auch gut, Lisa.“, sagte Tanja und streckte ihrer Tochter die Hand entgegen. „Lass es uns zusammen anpacken“. Und Lisa schlug ein.
Immerhin konnte sich die Anwältin jetzt vorstellen, warum ihre Tochter Lisa sich von diesem Robert Botmann überrollen ließ. Es lag das an dem Charme dieses Mannes, dieser gutaussehende Strahlemann schaffte es in einigen Augenblicken sogar Tanjas Wut auf seine Person vergessen zu lassen.
Ein junges Ding wie Lisa und emotional instabilere Frauen waren bestimmt leichte Beule.
Was kommt jetzt
- No further chapters
- Add a new chapter
- Customize choices
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.