Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 3
by
Wedge81
Wie geht es weiter?
Susan lernt Heinz kennen
Pünktlich um 12 Uhr steige ich aus der S-Bahn und schaue mich nach einem molligen Mann im richtigen Alter um. Tatsächlich erspähe ich einen, der schon ziemlich zielstrebig auf mich zusteuert.
Da es im Juni schon recht warm ist, glänzt seine Stirn vor Schweiß, aber sonst wirkt er auf den ersten Blick nicht unsympathisch. Ich schätze ihn auf etwa 1,85 m, vielleicht 140 Kilo. Er trägt Bermudashorts und ein Unterhemd, über dem sich oben die Brusthaare kräuseln. Er hat eine Halbglatze und Koteletten, aber ein insgesamt gepflegtes Äußeres und strahlend weiße Zähne. Außerdem fällt mir noch auf, dass die Hose wohl etwas mehr verbirgt, als ich erwartet hätte.
„Heinz“, sagt er und bleibt vor mir stehen.
„Susan“, antworte ich genauso knapp.
„Lass uns was essen gehen.“ Ohne weitere Umschweife drehen wir uns um und marschieren zur nächsten Dönerbude.
Heinz ist großzügig und kauft uns einen Döner und zwei Gabeln. Einen Döner zu zweit habe ich noch nie gegessen, und ich halte mich automatisch etwas zurück, obwohl ich durchaus Hunger habe. Während wir essen, führen wir ein belangloses Gespräch. Ich erzähle ihm, dass ich einen Freund habe, was er mit einem kurzen Nicken und einem sichtlich zufriedenen Gesichtsausdruck zur Kenntnis nimmt.
„Also, Susi“, sagt er, „was machen wir nach dem Essen? Ein bisschen laufen? Zu mir?
„Spazierengehen klingt… okay“, sage ich vorsichtig. „Zu dir… mal sehen.“
„Spaziergang ist gut“, nickt er. „Da kann ich mir dich in echt angucken.“ Er zwinkert. „Und du gewöhnst dich schon mal dran, dass Du jetzt meine aktuelle Freundin bist.“
„„Jetzt bin ich also doch deine Freundin?“, frage ich und grinse ihn an.
„Eigentlich bist du mir zu ****“, sagt er, „aber ich mag deine Vorzüge.“ Dabei schaut er mir ganz offen auf die Brust.
Daher weht der Wind also, denke ich. Aber so ein Kompliment hat mir noch keiner gemacht, und zum ersten Mal in meinem Leben empfinde ich die Blicke auf meine Brüste nicht als Belästigung.
Bevor ich den Gedanken zu Ende denken kann, kommt schon der nächste Schock: Heinz beugt sich plötzlich vor und drückt mir unerwartet einen Kuss auf die Lippen. Ich bin so überrascht, dass ich ihn nur geschockt anschauen kann.
„Meine Freundin kann ich doch küssen“, sagt er grinsend, während ich noch sprachlos, aber mit heftigem Herzklopfen dastehe.
Der Kuss kam wie ein Überfall, eine Verletzung meiner intimsten Privatsphäre – und gleichzeitig war er süß und zart und schön.
„.. Ja darfst Du!“ hauche ich fast fordernd.
Wohin geht der Spaziergang
Disable your Ad Blocker! Thanks :)