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Chapter 10 by Lysarion Lysarion

Wie verläuft die Nacht?

Stille

Die Nacht

Die Dämmerung kam nicht weich. Sie kam wie ein langsames Zudecken. Wir setzten sich nahe beieinander, sich eng berührend. Das Lager wirkte kleiner als vorhin. Intimer. Die Stille lastete schwer. War wie eine Bedrohung die heran kriecht. Nichts wirkte mehr harmlos. Desiree lehnte sich schließlich an mich fand Halt an meinen Schultern. Und ihre Wärme tröstete mich.

Farben verschwanden zuerst im Schilf. Dann am Wasser. Dann am Himmel.

Die Hitze wich – aber die Stille blieb.

Als die letzten Lichtreste aus der Bucht glitten, war es, als hätte jemand einen Vorhang aus schwarzem Samt über die Landschaft gezogen. Selbst ihre eigenen Bewegungen wirkten gedämpft.

Wir lagen auf unserer Isomatte, dicht nebeneinander aber nicht verschlungen. Desiree blickte ins Dunkel. Die alte Erle am Rand der Bucht hatte sich verwandelt. Ihre schrägen Wurzeln wirkten nun wie Arme. Der Stamm wie ein Torso. Ein Standbild im Grenzbereich.

„Erinnert dich das auch an einen Ort, der nicht ganz hier ist?“ flüsterte sie.

Ich dachte an die Moore, an Übergänge, an Opferplätze.

„Ja.“

Das Wort war kaum mehr als Atem. Stunden vergingen, ohne dass sich etwas regte.

Kein Tier. Kein Flügel. Kein Frosch. Nur das leise Klopfen seines eigenen Herzens im Ohr. Keiner von uns zweien fand Schlaf, so erschöpft wir auch waren.

Unwillkürlich rückten wir näher zusammen. Ich spürte, wie sie nach mir tastete und rückte näher zu ihr. Wir suchten und fanden uns im Dunkeln. Ich verspürte nicht Begehren. Nicht den Wunsch ihren schwitzenden Körper unter mir ekstatisch sich winden zu sehen. Nein. Ich verspürte ihre Verwundbarkeit. Es war die erste Nacht seit langer Zeit, in der ich nicht wusste, was der nächste Tag bringen würde. Und das machte mir Angst. Ich kannte Gefahr, hatte oft draußen geschlafen und wusste: irgendetwas stimmt nicht.

Plötzlich – weit draußen im Schilf – ein kaum hörbares Scharren. Beide erstarrten. Dann wieder Stille. Dann näher das Schnarren. Wahrscheinlich hätten wir uns normalerweise zu Tode geängstigt. Doch diesmal war es anders. Nicht tot. Nicht gespannt. Sondern wie ein langsames Einsetzen von Atem. Ein einzelnes Zirpen. Dann noch eines. Ein Frosch. Ein leiser Flügelschlag. Wie aus weiter Ferne kehrte das Leben zurück. Zögernd. Prüfend.

Desiree atmete aus, als hätte sie **** die Luft angehalten.

„Es lebt noch“, murmelte sie.

Ich drückte sie an mich.

„Wir auch.“

Zum ersten Mal in dieser Nacht fühlte sich die Dunkelheit nicht mehr wie eine Schwelle – sondern wie Schutz an. Wir küssten uns zärtlich. Ich ließ meine Hände über ihre zarte Haut wandern. Ich wollte mehr. Doch wir waren erschöpft. Zu erschöpft, wir schliefen ein. Eng umschlungen. Fest verbunden.

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Der Morgen

Noch bevor die Sonne sichtbar wurde, veränderte sich die Luft. Ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Blau im Schwarz. Dann Violett. Dann ein Streifen aus glühendem Orange am Horizont, der sich langsam in das dunkle Wasser fraß.

Desiree wurde zuerst wach.

Die Bucht war nicht mehr bedrohlich. Sie war atemberaubend. Nebelstreifen lagen tief über dem Wasser, aber sie waren jetzt golden durchzogen. Das Schilf schimmerte kupfern. Jeder einzelne Halm war vom Rand her beleuchtet wie feines Glas. Ein Schwarm kleiner Vögel brach plötzlich aus dem Ufergrün hervor. Laut. Lebendig. Unverschämt wach.Und mit einem Mal war da kein Rest der nächtlichen Beklemmung mehr. Bernd richtete sich neben ihr auf. Mit einem warmen lächeln sah sie ihn an.

Ich hatte sehr fest geschlafen. Das Erwachen war jäh als über uns ein Vogel keckerte Ich sah sie an.

Kein erklärendes Wort. Kein Analysieren. Nur dieses stille Staunen:

Wir sind geblieben. Und es hat uns nicht verschlungen.

Ein Reiher flog tief über die Wasserfläche, sein Gefieder fing das erste direkte Licht und leuchtete weiß gegen das Gold.

Ich legte den Arm um sie. Spürte ihre Wärme. Den Tag in ihren Muskeln. Die Wirklichkeit.

„Aus Spiel könnte Ernst werden“, sagte ich leise.

Sie hob den Kopf. „Ist das eine Warnung?“

„Nein“, sagte und nach einer Pause.

„Eine Möglichkeit.“

Desiree schwieg.

Dann: „Ich bleibe nicht aus einem Sommer heraus.“

Ich nickte. „Und ich verlasse nichts aus einer Laune.“

Das war kein Schwur. Nur eine Feststellung. Desiree lächelte und schmiegte sich an mich.

„Vielleicht“, sagte sie leise, „musste es still werden, damit wir hören, dass wir uns entschieden haben.“

Ich nickte. Was uns anzog, war nicht nur die Körper. Auch wenn sich bei mir ein prächtiges Verlangen sich zwischen den Beinen regte.

Es war diese Fähigkeit, Angst nicht wegzudrücken – sondern gemeinsam durch sie hindurchzugehen. Wir sprachen es nicht aus, aber wir wußten das wir gemeinsam so durch die Gemeinheiten der Menschen gehen konnten.

Es war das Erkennen. Ein stilles Erkennen. Kein Spiel mehr. Kein Ausweichen. Kein vielleicht.

Nur diese klare, wache Nähe zweier Menschen, die wissen, dass eine Entscheidung nicht am Rand eines Sumpfes fällt – sondern im eigenen Inneren.

Die Sonne stieg weiter. Die Farben wurden heller. Die Bucht verlor ihre Geheimnisse. Und mit dem Morgen kam nicht nur Erleichterung.

Es kam Gewissheit:

Was zwischen ihnen lag, war keine Flucht. Und kein Versehen. Es war gewählt.

Ich spürte, wie Desirees Hand über meinen Körper wanderte. Zielstrebig dorthin, wo meine Männlichkeit aufrecht stand. Zärtlich umfasste ihre Hand meinen Luststab. Fing ihn sich zärtlich auf und ab zubewegen.

„Da ist wohl jemand hungrig“ sagte ich. Desiree beugte sich vor. Küsste meine Wange und flüsterte mir ins Ohr „Komm nimm mich. Egal wenn ich von Dir einen runden Bauch bekomme. Ich will endgültig Dein sein.“

Wir lagen auf der Seite-Ich rückte an sie heran und schob einen Arm unter ihren Kopf. Mein Penis drückte von hinten gegen ihren Unterleib und suchte Zugang. Desiree griff zwischen Ihren Beinen hindurch und dirigierte mich, bis ich die Wärme ihres Paradieses spürte. Sanft glitt ich in sie,“uhh stöhnte sie und ahh“ während ich mich tiefer in sie schob. Ich beugte mich vor, begann an ihren Ohrläppchen zu knabbern. Während ich mich zurückzog, um schneller wieder in sie zu kommen. Nicht viele Stöße und ich spürte, wie sich ihr Orgasmus aufbaute. Ich erhöhte Druck und Tempo. Der Orgasmus überrollte Desiree heftig wie noch nie. Beinahe hätten mich die Bewegungen ihres Körpers beiseite geworfen. Doch ich hielt sie fest und hämmerte in sie.

POV Desiree

Beinahe hätte ich mich in meinem Lustrausch freigestrampelt. Doch dann spürte ich seinen harten Griff. Er legte mich fest. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Seine Arme schienen aus Stahl zu sein. Ich war sein, ihm ausgeliefert. Er spürte wie er rabiat in mir aus und einging, nicht mehr zärtlich, nur noch auf seine Lust bedacht. Ich konnte mich nicht wehren, deswegen konnte ich mich fallen lassen. Diese rohe, brutale Stärke genießen. Ich schrie vor Lust und sah vor meinen Augen nur noch farbige Wolken, als ich spürte, wie das Ungetüm in mir sich entlud.

Wohin führt Ihre Reise?

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