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Chapter 22 by ann03 ann03

Was folgt am Montag

Stadtbummel mit Sue

Am Montag muss ich nicht arbeiten und darf überraschenderweise meine Freundin Sue in der Stadt treffen. Ich werde mit verbundenen Augen in die Nähe des Treffpunkts gebracht. Beim Aussteigen gibt mir Alex mein Mobiltelefon und erwähnt, dass meine Position übermittelt wird.

Das Treffen mit Sue ist schon sehr speziell, denn ich darf nichts über das Erlebte erzählen. Dadurch wirke ich wahrscheinlich niedergeschlagen. Sue wirkt anfangs auch einiges weniger gesprächig als üblich. Oder nehme ich das wegen meines Geheimnisses einfach anders wahr?

Aber die Lage entspannt sich bald und wir führen ein entspanntes Gespräch. Am Mittag erhalte ich einen Anruf von Felix auf meinem Handy. Er informiert mich, dass ich die Befehle ausführen muss, die ich per SMS erhalte. Nach dem guten Mittagessen machen wir zusammen einen Shoppingbummel, nicht um einzukaufen, sondern um Neuigkeiten in Schaufenstern und Läden zu entdecken – Sue hat ja ohnehin kein Geld dabei.

Plötzlich erhalte ich eine SMS: „Gehe mit Sue in das Dessousgeschäft Desire und zeige ihr reizvolle, erotische Wäsche.” „Verrückt”, denke ich, „das ist Neuland für mich, aber Sue kann damit vielleicht mehr anfangen.” Ich stelle mich cool, nehme Strapse vom Ständer und frage Sue, was sie davon hält. Sie tut etwas desinteressiert, obwohl ich weiß, dass sie solche Dinge auch schon getragen hat. Nachdem wir geschnuppert haben, gehen wir zum Ausgang. Da kommt das nächste SMS: „Du siehst sicher eine Ausstellungspuppe mit einem Dessous-Set. Sorge dafür, dass Sue dieses samt Zubehör anprobiert.“

„Oh, jetzt wird es schwierig“, ist mein erster Gedanke und es bleibt mir hartnäckig, Sue dazu zu bringen, das Ganze doch anzuziehen. Ja, ich muss sie regelrecht zwingen, die Sachen auszuprobieren. Als Sue mit einer Verkäuferin im Umkleideraum ist, erhalte ich die Instruktion, alles mit der Karte von Max zu bezahlen und das Geschäft zu bitten, Sues alte Kleidung zu entsorgen. Als Sue wieder in der roten Unterwäsche im Laden erscheint, muss ich mir sagen: „Sehr mutig, so etwas zu tragen. Zum Glück nicht ich.“

Als ich Sue sage, dass ich alles für sie gekauft habe, rennt sie entgeistert in den Umkleideraum und kommt frustriert und ohne Kleidung zurück. Ich reiche ihr die Tüte mit dem durchsichtigen Kleid, das ich für sie kaufen musste. Sie protestiert, hat aber keine andere Wahl, als es anzuziehen. Kaum haben wir den Laden verlassen, erhalte ich eine SMS, dass ich jetzt von Alex abgeholt werde und Sue alleine lassen muss.

Die Autofahrt mit verbundenen Augen ist angesichts der Gedanken an Sue ein Horror. Oh, wie muss diese Frau wohl leiden, halb nackt mitten in der Stadt, ohne Handy und Geld, um ein Taxi zu organisieren.

Am Abend muss ich Max und den Gästen als Magd dienen. Zum Glück gibt es nur kleine Übergriffe. Am meisten leide ich unter den Gedanken an meine Freundin Sue.

Wie vergeht erster Arbeitstag seit Verlust der Freiheit

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