Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 14 by Reyhani Reyhani

What's next?

Staatsgeschenke

Dunja übersetzte für Johanna die Worte des Wesirs, der vor den versammelten christlichen und muslimischen Führern das Ergebnis der Verhandlungen zusammenfasste.

„Die vereinbarte Menge an Lebensmitteln wird übergeben. Danach zieht das Heer der Franken weiter Richtung Jerusalem und behelligt die Städte und Länder unter der Obhut des Emirs nicht weiter. Zum Zeichen der Anerkennung des Vertrages wollen wir als Geschenke eine fränkische Jungfrau und die sarazenische Haremsdame austauschen. So Gott will, wird dieser Friede ewig halten.“

Dunja führte Johanna durch die Menge. Von hinten zischte ihr eine bekannte Stimme zu: „Johanna, du hast einen wichtigen Auftrag. sei folgsam zum Wohle der Christenheit.“

Es lief ihr kalt den Rücken hinunter. Ihr Lehnsherr, Graf Gottfried, hatte sie verraten und verkauft.

Dunja zog Johanna unerbittlich weiter. Vor dem Divan, auf dem der Emir mit dem Herzog saß, warfen sich die Geschenke auf die Knie.

Eine Träne rann an Johannas Wange herab. Sie dachte an ihren alten Vater. Anstatt das Heilige Land zu befreien, hatte sie ihre eigene Freiheit verloren, war von den Ihren an die Ungläubigen verschachert worden.

Dunja raunte ihr zu: „Verzage nicht, Schwester. Dein neuer Herr ist ein weiser Herrscher und ein guter Mann. Er weiß, wie man eine Frau behandelt. Das habe ich ihm selbst beigebracht.“

„Aber er ist alt und fett.“

„Immerhin hat er heute schon gebadet im Gegensatz zu meinem neuen Herren.“

Please log in to view the image

What's next?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)