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Chapter 6 by HippieEnergyFlow

Kommt es zum Treffen?

Spontanes Treffen ausmachen

[Vici:]

Ich tippte schnell zurück, bevor ich’s mir anders überlegen konnte:

„Llingt gut, aber lass uns erstmal auf neutralem Boden treffen. Kennen uns ja nur online. Irgendwo, wo’s entspannt ist und man jederzeit abhauen kann, wenn’s nicht passt.“

Sekunde später seine Antwort:

„Versteh schon. Ehrlich gesagt: mir geht’s primär ums Vögeln. Kein Drama, kein Date mit Kerzenschein und tiefen Gesprächen. Nur Spaß. Wenn’s passt, super. Wenn nicht, auch okay. Aber ich bin kein Klemme-Typ, der stundenlang quatscht, bis er endlich darf.“

Ich las es laut vor. Marie und ich schauten uns an – und fingen gleichzeitig an zu grinsen.

„Der Typ ist direkt“, sagte ich. „Und ich mag das. Kein Rumgeeiere. Kein ‚lass uns erstmal kennenlernen‘-Bullshit.“

„Geil“, murmelte Marie. Ihre Hand lag immer noch auf meinem Oberschenkel, und jetzt drückte sie leicht zu. „Endlich mal einer, der zugibt, was er will.“

Nächste Whatsapp von ihm:

„Kennst du die ‚Lustbar‘ in der Gumpenhofer? Die kleine Sexpositive Bar mit dem roten Neonschild. Da ist’s locker, dunkel, gute Drinks, und wenn’s passt, gibt’s hinten Räume. Oder man bleibt einfach an der Bar und schaut, was passiert. Kein Druck. 22 Uhr?“

Ich kannte die Lustbar nur vom Vorbeigehen. Das rote Schild leuchtet immer so einladend und verboten zugleich, wenn man nachts heimgeht. Drin war ich noch nie. Aber der Name allein machte schon was mit mir.

Ich zeigte Marie die Nachricht. Sie pfiff leise. „Die Lustbar. Hab von der schon gehört. Angeblich total entspannt. Manche Leute tanzen nur, manche küssen sich einfach so, und hinten… na ja. Man kann zuschauen, mitmachen, oder einfach nur **** und Leute beobachten.“

Ich spürte, wie mir warm wurde. Nicht nur vom Wein. „Klingt… genau richtig. Nicht zu privat, nicht zu öffentlich. Und wenn’s scheiße wird, sind wir zu zweit und können abhauen.“

Marie rutschte näher. Ihr Knie drückte jetzt gegen meins. „Stell dir vor: Wir gehen rein, **** was, schauen uns um. Er kommt mit seiner Lena. Vielleicht quatschen wir erstmal. Und dann…“ Sie ließ den Satz in der Luft hängen, ihre Finger strichen langsam höher unter mein Hemd. „Vielleicht fängt’s an, dass wir uns alle vier einfach nur berühren. Ganz leicht. Und schauen, wie’s sich anfühlt.“

Ich atmete scharf ein. Ihre Nägel kratzten sanft über die Innenseite meines Oberschenkels. „Du machst mich grad richtig heiß, weißt du das?“

„Gut so.“ Sie grinste, aber ihre Stimme war heiserer als sonst. „Weil ich mir grad vorstelle, wie du da stehst, in so einem engen Kleid, und er dich von hinten anfasst, während ich zuschaue. Oder umgekehrt. Oder diese Lena und ich… fuck, Vici. Das könnte richtig geil werden.“

Ich stellte mein Glas ab. Drehte mich zu ihr. Unsere Gesichter waren nur noch Zentimeter auseinander. „Schreib ihm, dass wir kommen. 22 Uhr. Lustbar.“

Marie nickte langsam. Ihre Pupillen waren riesig. „Und danach? Wenn wir heimkommen? Oder wenn’s in der Bar schon eskaliert?“

Ich legte meine Hand auf ihre, drückte sie fester gegen meine Haut. „Danach… sehen wir, wie weit wir gehen wollen. Alle vier. Oder nur wir zwei. Oder… alles.“

Sie lehnte sich vor. Unsere Lippen berührten sich fast. Aber noch nicht ganz. Nur ein Hauch.

Ich tippte die Zusage:

„OK. 22 Uhr Lustbar. Wir sind dabei. Bis später! “

What's next?

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