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Chapter 7 by Fotzenglotz Fotzenglotz

Max versuchte, die Situation zu kontrollieren. Er blickte kurz zu seinem Vater, der immer noch wie versteinert zwischen den schwebenden Artefakten stand und versuchte, das Unbegreifliche zu begreifen. Dann wandte er sich wieder der Verkäuferin zu.

„Wie viele Punkte habe ich durch… die erste Aktion gesammelt?“, fragte Max mit einer Mischung aus Stolz und leichter Peinlichkeit. Er wollte nicht zu direkt sein, aber er wusste, dass seine Tat im Zug – das intensive, fast schon hingebungsvolle Handeln an der schönen Blondine – nicht ohne Belohnung geblieben war.

Die Verkäuferin lachte leise, ein Klang wie silberne Glocken. Sie hob die Hand und in der Luft vor Max begannen goldene, glühende Ziffern zu schweben. Sie waren flüchtig, aber klar lesbar:

77

„Siebenundsiebzig Punkte“, sagte sie und ihre Augen blitzten amüsiert. „Ein solider Start für einen Anfänger. Die Intensität deiner Tat und die Tatsache, dass du das Risiko gesucht hast, haben dir diese Summe eingebracht.“

Walter starrte auf die schwebenden Zahlen, als wären es gefährliche Insekten. „Siebenundsiebzig? Was ist das? Geld? Punkte? Max, was hat das mit dem Zug zu tun?“ Er sah seinen Sohn an, und in seinem Blick mischte sich die Sorge eines Vaters mit der absoluten Verwirrung eines Mannes, der gerade die Gesetze der Physik verlassen hatte.

Max ignorierte Walters Fragen für einen Moment. „Und was kann ich damit kaufen?“, fragte er ernsthaft. „Was sind die Möglichkeiten?“

Die Verkäuferin trat einen Schritt näher an ihn heran, so dass sie fast in seinem persönlichen Raum stand. Sie senkte ihre Stimme zu einem verführerischen Flüstern, das nur für ihn bestimmt war, obwohl Walter direkt daneben stand und alles mit hörte.

„In meinem Shop gibt es verschiedene Kategorien“, erklärte sie. „Es gibt Fähigkeiten zur Zeitmanipulation, zur Tarnung oder zum Diebstahl. Aber gerade… haben wir ein ganz besonderes Sonderangebot für Personen wie euch beide.“

Sie ließ die Zahl 77 in der Luft glühen und dann begann das Licht zu verändern. Es wurde dunkler, pulsierender, fast so als würde es die Lust selbst widerspiegeln.

„Wir nennen diese Fähigkeit… 'Wichsvorlage'“, sagte sie mit einem herausfordernden Lächeln.

Max spürte, wie ihm die Hitze ins Gesicht schoss, doch das Wort klang so unglaublich direkt und provokant, dass er nicht wegsehen konnte. Er sah zu seinem Vater, der bei dem Wort wohl nur an eins dachte.

„Wichsvorlage?“, wiederholte Max leise. „Was bewirkt das?“

Die Verkäuferin neigte den Kopf. „Es ist eine Verwandlungsfähigkeit, Max. Wer diese Fähigkeit erwirbt, kann sich selbst in die letzte ‚Wichsvorlage‘ einer anderen Person verwandeln.“

Sie sah ihn prüfend an. „Es ist eine mächtige Fähigkeit. Sie kostet genau… 69 Punkte.“

Max schluckte schwer. Er dachte an die blonde Frau im Zug. Wenn er diese Fähigkeit nutzen würde, könnte er sich dann in sie verwandeln?

„Neunundsechzig Punkte“, murmelte Max. „Ist es… ist die Fähigkeit so stark, wie der Name verspricht?“

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