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Chapter 28
by
castashadowme
Wie läutet Julia das neue Jahr ein?
Silvester. Der finale Bruch mit Chrissi?
Wieder im Erdgeschoss angelangt flüchtete sich Julia schnell auf die Toilette, säuberte, schminkten und bereitete sich auf den anstehenden Neujahrscountdown vor. Sie stöckelte zurück in den Festsaal, nahm das silberne Tablett und verteilte geschwind die Champagnergläser, die der Barmann ihr hinhielt, fürs große Anstoßen an die aufgeregten, bereits angeheiterten Gäste. Eine riesengroße Digitaluhr zeigte die Uhrzeit von Sekunde zu Sekunde klackend an. Es waren nur noch wenige Minute bis Mitternacht. Sie beeilte sich, so viel Champagnergläser wie möglich unter die Leute zu bringen. Um Chrissi und Johannes jedoch machte sie einen riesengroßen Bogen. Die überließ sie anderen Hostessen. Johannes starrte sie immer wieder erregt aus der Ferne an. Irgendwann erhaschte er sie, als sie um eine Gruppe Japaner herumging, und zog sie am Unterarm zu sich.
"Warum antwortest du auf meine diversen SMS nicht?"
Julia befreite sich aus seinem Griff und blickte um sich. "Lass mich oder bist du nicht mehr mit Chrissi zusammen? Klär' das mit ihr!"
Johannes starrte erst zu Julia, dann zu Chrissi, die lächelnd, giggelnd, im Knicks mit Freunden von Ulf palaverte und neckisch den Kopf zur Seite legte. Ulf schaute zufrieden und stolz. Johannes runzelte die Stirn. "Da läuft etwas zwischen den beiden! Glaubst du das auch?"
Julia seufzte und zuckte mit den Achseln. "Ich will mich da nicht einmischen, hörst du! Chrissi ist meine Freundin. Klär' das mit ihr."
Johannes zeigte mit den Finger auf sie. "Siehst du, wie sie grinst und ihn wie ein Honigkuchenpferd anlächelt. Das ist mein Vater, und zudem noch ein richtiger Scheißkerl, wie du weißt. Erinnerst du dich, wie er dich im Hotel Eden behandelt hat."
Julia gab ihm ein Champagnerglas. "Hier. Sonst denkt Joachim noch, ich betreibe Arbeitsverweigerung." Sie winkte ihn weg. "Und nun hopp, hopp die Reiter!"
Johannes schnaufte, nahm das Glas und nippte daran. "Ein Arsch. Was findet Chrissi an ihm? Ständig will sie, dass ich mit ihm Frieden schließe, mich versöhne, mich für sein Unternehmen engagiere. Ich beginne ihn richtig zu hassen."
Julia beschwichtigte ihn. "Er ist dein Vater. Sie will nur das Beste für dich."
Er schüttelte den Kopf. "Das da, das ist nicht das Beste für mich. Das sage ich dir." Er schaute Julia an, die halbnackt vor ihm stand, und schien sich plötzlich dessen bewusst zu werden. Er schaute sie freundlich an. "Du siehst heiß aus, Jules. Sorry, ich war voll in meinem Film. Bist du hier im Dienst?"
Julia nickte. "Ja, voll im Dienst. Ich serviere **** und über den Rest darf ich nicht sprechen. Klar!"
Johannes nickte. "Und wie kommt man in den Genuss?"
Julia zog eine Schnute. "Über Joachim, wenn's sein muss, aber an deiner Stelle würde ich eher versuchen, das mit Chrissi hinzubiegen. Auf mich hört sie eh nicht mehr. Sie denkt wohl, sie sei etwas Besseres."
Er seufzte. "Sie hört auf niemanden gerade, liegt also nicht an dir. Mich ignoriert sie auch. Nicht wirklich, aber irgendwie ist sie die ganze Zeit abwesend, als wäre sie mit Gedanken woanders. Na ja, neues Jahr, neues Glück, richtig?"
Julia lächelte. Sie mochte Johannes. Er hatte eine sehr optimistische, zutiefst fröhliche Grundnatur. Er nickte ihr zu und schlenderte in Richtung Chrissi. Julia verteilte weitere Champagnergläser und stellte sich, als es nur noch wenige Sekunden bis Mitternacht waren, an die Bar zu den anderen Hostessen. Die Gäste zählten alle zusammen unisono die letzten zehn Sekunden herunter. Zwei Männer in Anzügen schüttelten eine riesengroße Magnum-Champagnerflasche, und als es Mitternacht schlug, öffneten sie den Korken und es spritzte fröhlich, in hohem Bogen aus der Flasche über die versammelte Mannschaft. Alle lachten im Champagnerregen, stießen an und küssten ich feuchtfröhlich, aber Julias Meinung nach falsch und hinterfotzig. Der Barmann nickte der griesgrämigen, angekotzten Julia zu und gab ihr ein Sektglas. Sie stießen auch an, Julia mit gequälten Lächeln, murmelten 'Frohes Neues' und schauten dem Treiben weiterhin zu. Nach wenigen Momenten der Ruhe schob ihr der Barmann wieder eine Chipkarte zu und grinste. Sie verstand und ging wieder Richtung Hinterzimmer.
Dort blies sie einem dickbäuchigen Glatzkopf einen und machte sich auf der Toilette wieder frisch. Der Job gefiel ihr gar nicht, auch wenn sie viel für Dmitry verdiente. Es war zu mittelbar, zu verklemmt, zu unfrei. Sie wollte mit diesen Leuten nichts zu tun haben. Sie war in dieser Hinsicht ganz anders als Chrissi. Sie hatte nie zu den Schönen und Reichen dazugehören wollen. Freiheit, Authentizität, Wahrheit, Spontaneität schrieb sie groß, nicht Status, Ansehen, Sicherheit und Luxus. Übelaunig schlenderte sie zurück an die Bar im Hinterzimmer und setzte sich hin. Kaum saß sie, kam Joachim auf sie zu. Er stellte sich vor sie und legte seine Hand auf ihre nackte linke Schulter. "Wen haben wir denn da?!"
Er setzte sich neben sie und schnippste mit den Fingern. Der Barmann begann sofort einen Drink zuzubereiten, unterdessen blickte er sie interessiert an. "Ulf hat eigentlich einen anderen Geschmack, aber das hier," er zeigte auf sie von oben bis unten, "das hier ist interessant, sehr interessant."
Ihm wurde der Drink überreicht. Sie stießen an. Er lächelte, nachdem er einen kleinen Schluck von seinem Whiskey getrunken hatte. "Ulf steht eigentlich auf Blonde, nicht Brünette. Ich hab' ihn noch nie mit einer Brünetten im Hotel Eden gesehen." Er berührte sie sanft. "Was ist also dein Geheimnis? Los, raus damit. Ich hab noch nie davon gehört, dass er es mit einer Brünetten getrieben hätte. Ich dachte, er sei Purist."
Julia atmete tief ein. Sie wollte sich aber lieber mit Joachim unterhalten, als zurück in den Festsaal zu gehen, und lächelte ihn deshalb schulmädchenhaft verspielt und neckisch verlegen an. "Er kennt mich. Vielleicht ist es das."
Joachim ließ die Finger knacken. "Kennst du etwa auch seine neue Gespielin, das junge Blondinchen, mit dem er sich vergnügt?"
Sie wusste, dass er auf Chrissi anspielte. Sie wollte aber keine Informationen herausgeben und schwieg. Er schaute sie streng an. "Also, woher kennt ihr euch? Raus mit der Sprache! Ulf und ich sind gut befreundet. Wir kennen unsere Geheimnisse, auch die dunkelsten, musst dir also keine Sorgen machen."
Sie nickte, ohne ihm auch nur ein Wort zu glauben. "Ich bin auf dieselbe Schule wie sein Sohn gegangen."
Joachim grinste. "Ja, ich erinnere mich. Ihr ward ja zu Dritt im Hotel Eden. Bist du eine Jugendflamme von ihm?"
Julia schüttelte energisch den Kopf. "Nein, gar nicht. Wir mochten uns eigentlich nie."
Joachim lachte. "Das sah aber im Hotel Eden anders aus. Ich verdiene mein Geld damit, Leute zu lesen, Kleines. Ich erinnere mich, wie er dich vor dem Fahrstuhl angestarrt hat. Er hatte keine Augen für Elena, und das heißt etwas. Ich hätte ihm das beinahe übel genommen in Betracht der Tatsache, wieviel Geld ich in Elena investiert habe." Er griff Julia unvermittelt an die Brust und murmelte. "Ein Update könnte dir auch nicht schaden."
Julia gefiel die Art nicht, wie Joachim sich benahm, ließ die Berührung aber über sich ergehen, beugte sich sogar ihm zuvorkommend entgegen, so dass er leichter ihre Brüste inspizieren konnte, unterdessen zog sie an ihrer Zigarette und sah ihn fragend an. "Wollen wir?"
Joachim schnaufte, grapschte ihr nochmal ordentlich an die Brüste, schluckte, sagte dann aber. "Noch nicht. Die Nacht ist noch lang." Er schaute um sich. "Und es gibt viel Auswahl." Er nahm einen kräftigen Schluck und leerte sein Glas aus. "Okay, ich kümmere mich mal um die anderen Gäste."
Er stand auf und war im Begriff zu gehen, als sein Blick erneut auf Julia fiel. Er musterte sie, schluckte, kratzte sich am Hinterkopf und seufzte dann. "Ach scheißdrauf, ich will wissen, ob du dein Geld wert bist. Ab in die Ecke mit dir!"
Er zeigte auf eine dunkle Ecke neben der Bar. Er nahm sie bei der Hand und schob sie in den Schatten, drückte ihren Kopf nach unten und öffnete mit der anderen Hand seinen Hosenstall. "Los, schlucken, du Luder! Mal sehen, ob du was als Lückenbüßerin taugst und mehr als nur gut reden kannst."
Julia folgte seinen Befehlen und hockte sich vor ihm, öffnete ihren Mund und fing an, ihm einen zu blasen. Joachim stemmte sich über ihr gegen die Wand, während er die linke Hand an ihrem Hinterkopf legte und sie gegen sein Gemächt presste. Er atmete immer schwerer. Julia schluckte, leckte, und ließ sich tief in den Hals ficken. Der dickläufige Schwanz nahm ihr die Luft. Er war außerordentlich groß, viel größer als die meisten, die sie an diesem Abend gehabt hatte. Nur mit Mühe ergatterte sie durch die Nase etwas Sauerstoff. Hart und gierig rammte Joachim seinen Riemen in ihren Hals. Sie unterdrückte einen Würgereiz, fühlte das Pochen, das Beben, und bekam Panik, als er mit gekonntem Griff ihre Nasenlöcher zupresste und ihr so den Sauerstoff abpresste. "Damit du weißt, wer hier der Boss ist," schnauftte er und ergoss sich, als sie beinahe ob des Sauerstoffmangels ohnmächtig zu werden drohte, direkt in ihre Magengrube. Julia schluckte hörig alles und säuberte seinen Schwanz, dann verstaute sie seinen bereits erschlafften Riemen feinsäuberlich zurück in die Hose und verschloss den Hosenstall. Er starrte von oben auf sie herab. "Braves Mädchen! Du bist dein Geld wert. Nicht schlecht. Nicht ein Zucken, Murren, Zögern. Erste Sahne!"
Er grinste und ging dann winkend und beschwingt davon. Julia setzte sich an die Bar, spülte ihren Mund mit einem neuen Drink und wartete auf Elena, um Zeit zu schinden und nicht zurück zur Festgesellschaft zu müssen. Ein paar Augenblicke später kamen zwei Anzugstypen auf sie zu, gaben ihr eine Chipkarte, die sie nahm und ihnen direkt wieder zurückgab. Sie schoben sie wortlos in eine der Kabinen. Dort fickten sie sie und ließen sie dann kommentarlos liegen. Julia war das gleich, rappelte sich auf und verließ die Kabine wieder. Sie setzte sich etwas erschöpft auf einem der Sessel in einer sichtgeschützten Ecke und gönnte sich eine wohlverdiente Ruhepause.
Sie rauchte, befreite ihre Füße aus den High Heels und legte die Beine auf dem vor ihr stehenden Hocker. Entspannt und interessiert verfolgte sie das Geschehen im Raum, Männer und Frauen, die im Halbschatten an ihr vorüber glitten, Seufzen, Stöhnen, das Aufglühen einer Zigarettenspitze, das Klirren von Eis in Gläsern. Plötzlich hob sich vor ihr aus dem Getrubel eine bekannte Silhouette ab. Es war Chrissi und hinter ihr Ulf. Ulf starrte sie glücklich an und hatte nur Augen für sie. Er schob sie gierig in eine der Kabinen. Chrissi kicherte und verschwand. Julia dachte, sie musste sich geirrt haben und rieb ihre Augen, aber Chrissi und Ulf waren schon weg.
Hatte Chrissi es also wirklich nicht nur nicht geschafft, die Sache mit Ulf zu beenden, sondern gab sich ihm jetzt sogar vor allen Leuten hin?
Sie stand auf und ging vorsichtig, im Halbschatten, zu der Kabine, und lugte durch einen Schlitz im Vorhang hindurch. Chrissi lag mit aufgeknöpfter Bluse auf der Chaiselongue. Ulf kniete vor ihr und hatte beide Hände unter ihrem Rock. Chrissi zierte sich. "Nein, Ulf, nein. Es war witzig, aber nicht hier. Bitte nicht. Wir müssen zurück. Johannes sucht uns bestimmt schon."
Ulf brummte. "Mir scheißegal, dieser Versager von Sohn. Ich will das neue Jahr jetzt anstandsgemäß einläuten."
Chrissi ließ sich nach hinten schieben, aber sagte. "Nein, Ulf. Lass uns warten, ich bitte dich. Hier kann uns jeder sehen."
Ulf schnaubte. "Hier sieht uns keiner. Das sind Privaträume. Diskretion wird großgeschrieben." Er grinste. "Mit großem 'D' wie deine Titten. Joachim sorgt dafür. Und jetzt will ich meinen Schwanz in deine Pussy rammen. Ist das ein Problem für dich?"
Chrissi schaute Ulf missmutig an. "Meine Körbchengröße ist 'C', das solltest du langsam wissen."
Ulf schnalzte. "Dann sollten wir das bald ändern, mein Stütchen! Dann können wir nämlich Diskretion auch mit doppeltem 'D' schreiben."
Er lachte laut. Chrissi verzog das Gesicht. "Du weißt doch, dass ich es nicht mag, wenn du so mit mir sprichst. Ich bin keines von deinen billigen Flittchen, und unters Messer lege ich mich für dich ganz sicher nicht."
Ulf zog ihr rasant den Slip aus und drückte sie auf die Chaiselongue. "Das werden wir noch sehen. Und übrigens, wer sagt denn, dass ich mit dir wie mit einem kleinen Flittchen rede. Meinst du, ich würde für ein billiges Flittchen so ein Umstand treiben, wie ich es für dich tue. Ich will das alles bald offiziell werden lassen. Ich will dich bald so oft ficken dürfen, wie ich will und kann. Du bist ein richtiger Jungbrunnen für mich."
Chrissi starrte ihn mit aufgerissenen Augen an. "Was willst du? Du willst es offiziell werden lassen? Bist du verrückt?"
Ulf nickte, zog sich die Hose aus, entblößte seinen harten puckernden Schwanz und beugte sich über Chrissi. "Alle sollen wissen, dass du mir gehörst, dass du meinen Versagersohn für mich verlässt. Diese Möse gehört mir. Mir allein. Du von allen solltest das am besten wissen."
Kaum hatte er das gesagt, rammte er sich in Chrissi, die unwillkürlich, gepresst, aufstöhnte. Julia durchfuhr ein Gefühl der Genugtuung, als sie Ulf zusah, wie er auf Chrissi einfickte, wild, ungestüm. Chrissi versuchte sich zaghaft zu wehren, sich den Stößen zu entziehen, aber es schien zwecklos. Ulf war zu stark. Er hielt sie zu fest im Griff. Hart und unbarmherzig fickte er sie und schnaufte. "Ich halte deine Scheißart nicht mehr aus. Hüh und Hott. Heiß und kalt. Ja und Nein. Es ist zum Kotzen. Deine Möse ist klatschnass, saftig und geil, und trotzdem redest du so einen Stuss."
Er griff ihr ins Haar und zog sie ruppig nach hinten, stieß sie **** gegen die weiche Sofarückband. Chrissi wimmerte. "Ulf, bitte lass uns reden. Ich ..."
Er hielt ihr aber die Hand vor dem Mund und starrte sie wildfickend ein. "Nein, jetzt wird nicht mehr geredet. Jetzt wird gefickt, und zwar so oft ich will, ohne dieses Scheißversteckspielen. Ich hab' meiner Frau bereits gesagt, dass ich eine Mätresse habe. Sie weiß nur nicht, dass du es bist, aber darüber kommt die Kuh auch schon hinweg, und mein Loser-Sohn muss sich eine eigene Möse suchen, die nämlich," er hielt kurz inne, atmete durch, hielt seinen prächtigen Schwanz zum Anstoß bereit, "diese Möse, die gehört nämlich mir! Das weißt du genau. Sie läuft ja förmlich aus vor Gier."
Chrissi starrte ihn entsetzt, ängstlich aus großen Augen an. Ulf hielt noch seine Hand über ihren Mund, fickte wie wild, stieß, hämmerte sich genüsslich in sie. Plötzlich wurde er aber langsamer und begann sie sanfter und rhythmischer, weniger gierig zu vögeln. "Ich bin so krass verrückt nach dir, Chrissi, mein Engelchen," er schnaufte, streichelte ihr übers Haar, "ich denke die ganze Zeit an dich, an dein Haar, deinen Mund, an deine schöne Haut. Ich verzehre mich nach dir. Ich kann kaum an etwas anderes denken. Ich will nicht immer Wochen oder Tage warten, bis ich mein blondes Täubchen endlich wiedersehe, und ich weiß, ich fühle, ich sehe, es geht dir genauso. Hör' auf deine Pussy, Liebling."
Chrissis Blick änderte sich. Julia wurde feucht, als sie sah, wie Chrissi ihr Becken gegen Ulf presste, langsam Lust in Chrissis Augen kroch, ihr Körper sich unter dem massigen Mann entspannte, sich ihm hingab. Sie erinnerte sich an ihren ersten Zuhälterfick, als Serge sie im Flur von Dinas Wohnung hart nahm, sie an Ort und Stelle benutzte und dann im Dunkeln sitzen ließ, an die Angst, die Neugier, die Erregung mit dem Feuer zu spielen, ganz neue Türen zu öffnen. Ulf verhielt sich ganz wie ein Zuhälter. Zuckerbrot und Peitsche, Zärtlichkeit und Bestimmtheit, männlich durchs ganze Gefühlspektrum hindurch. Serges Fick hatte ihr gezeigt, wer sie war, wozu sie bestimmt war, wohin sie gehörte, und nun wurde sie Zeuge von Chrissis richtungsweisenden Fick.
Sie griff sich zwischen die Beine und begann sich sanft zu fingern. Ulf hatte noch immer die Hand auf Chrissis Mund, fickte immer noch zärtlich bestimmt, tief, besitzergreifend. Er raunte: "Gib zu, dass du unwillkürlich feucht wirst, wenn du mich siehst, und gib zu, dass du stets an mich denkst, mit Schaudern, mit Neugier, mit Scham, Erregung. Gib zu, dass du dir es manchmal selbstmachst, während du an mich denkst, dass du erstaunt bist, wie sehr du mich brauchst, dass du dich ausgeliefert fühlst, gefangen, im freien Fall zu mir, dass du dich innerlich bereit fühlst, dich für mich aufzugeben, alles für mich stehen und liegen zu lassen, weil du weißt, dass nur ich dir das geben kann, was du brauchst, die Erfüllung, die Geborgenheit, die Befriedigung, dieses sattsame Jauchzen und Aufatmen der grenzenlosen Ausgelassenheit! Lass es also zu. Lass dich fallen. Lass dich gehen, mein Täubchen, mein Engelchen, bejahe dein Begehren!"
Kaum hatte er das gesagt, umarmte Chrissi ihn, presste sich an ihn. Ulf nahm die Hand von ihrem Mund, und sie küssten sich, vögelten einträchtig, rhythmisch, lusttrunken. Er streichelte ihr über den Kopf. Sie umklammerte seine männlichen Schultern, küsste sein markantes Kinn, spreizte ihre Beine, empfing ihn. Julia wurde immer geiler. Ulf stöhnte. Chrissi stöhnte. Ulf drückte sie nach hinten, wieder aufs Sofa und starrte sie an, während er weiter rhythmisch in sie drang. "Sag' es," brummte er, "sag' es, mein Täubchen, sag', wem diese Möse gehört."
Chrissi stöhnte, leckte ihn über die Hand. "Dir, sie gehört dir, Ulf."
Ulf stöhnte und fickte härter. "Mir allein, Täubchen?"
Chrissi schluckte, nickte lusttrunken. "Dir ganz allein, Ulf, sie gehört dir ganz allein."
Ulf zog ihren Kopf leidenschaftlich nach hinten und küsste sie, fickte schneller, gieriger. "Was gehört mir? Sag' es!" keuchte er.
Chrissi hechelte, presste sich an ihn. "Meine Möse, meine Möse gehört dir."
Ulf grinste und rammte sich hart und krass in sie. "Und wer ist meine Möse, wer ist jetzt meine brave geile Möse?!"
Chrissi schluckte geil, starte ihn an. "Ich," stöhnte sie, "ich bin deine Möse, deine brave geile Möse ... "
Kaum hatte sie das gesagt kamen sie beide, Arm in Arm, bebend, um Atem ringend, sich wälzend, aufeinander einpressend, Mund auf Mund, sich ansehend, sich bejahend, akzeptierend. In diesem Moment fühlte Julia plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter. "Julia, was ist ..."
Es war Johannes, der sie beiseite schob, den Vorhang öffnete und mit aufgerissenen Augen seinen Vater über Chrissi sah. Julia blieb der Atem weg. Johannes' Halsschlagadern pulsierten und puckerten. Chrissi sah ihn ebenso, noch vor Ulf, riss die Augen ebenfalls auf und stammelte. "Ich kann alles erklären, ich ..."
Ulf brummte, drehte sich um und sah Johannes. Er winkte nur ab. "Verpiss dich, Sohn, hau ab. Lass uns in Ruhe."
Chrissi starrte ungläubig auf Ulf, dann zu Johannes, dann senkte sich ihr Blick auf Julia. "Jules? Du hast mich verraten?! Du hast ..."
Julia schüttelte den Kopf. "Ich hab' mit dem Scheiß nichts zu tun".
Sie ging abwinkend. Sie hörte noch ein Gemurmel hinter sich, doch wollte davon nichts wissen, noch hören. Sie setzte sich ans andere Ende des Raumes, in den Schatten und wünschte sich nichts mehr als eine Zigarette und eine Nacht auf der Kurfürstenstraße, in der Gosse, der Authentizität, der unverhohlenen Wahrheit.
Wie reagiert Johannes?
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Eine Germanistikstudentin geht weiter auf den Strich.
Fortsetzung von "Eine Germanistikstudentin auf dem Strich".
Teil 3/3: Julia Hofer, eine Germanistikstudentin in Berlin, lebt ein Doppelleben als Hure und Studentin.
Updated on May 15, 2023
by Germangeorge
Created on Apr 23, 2020
by castashadowme
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