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Chapter 4 by ThormGravis

Wie reagiert Lara auf den Traum?

Sie steht auf

Lara atmete schwer und die dünne Bettdecke rutschte über ihre großen Brüste herab, so dass die beiden perfekt geformten Globen unbedeckt von ihrem schmalen Körper abstanden. Durch die offenstehenden Flügel der Glastür, die Laras Schlafzimmer mit dem kleinen Balkon verbanden, zog ein sanfter, warmer Windhauch hinein, konnte die Schwüle der Spätsommernacht jedoch nicht nennenswert mildern. Doch es war nicht die Temperatur, die Lara hatte schweißgebadet erwachen lassen - dessen war sich die heiße Archäologin sicher. Gewöhnlich schwitze Lara selbst im tropischen Dschungel nur wenig und eine englische Sommernacht konnte dafür wohl kaum verantwortlich sein. Nein, es war das Geträumte.

Die schöne Grabräuberin fuhr sich mit beiden Händen über das Gesicht, als könne sie mit dieser Bewegung den Traum fortwischen, doch er blieb präsent. Es war keine Seltenheit, dass Lara sexuelle Träume hatte. Zweifellos versuchte ihr Unterbewusstsein so die zahlreichen sexuellen Ausschweifungen und Situationen zu verarbeiten, mit denen sich Lara auf ihren ebenso gefährlichen wie adrenalingeladenen Missionen immer wieder konfrontiert sah. Doch gewöhnlich maß Lara Träumen, in denen sie von irgendwelchen Schurken, Monstern oder anderen männlichen Wesen gefickt wurde, keine nennenswerte Bedeutung und konnte sich schon bald nicht mehr an die Details erinnern. Doch diesmal schien es, als würde das Geträumte wie ein Bild am Rande ihrer Erinnerung verbleiben, verborgen, doch stets präsent. Die Pyramiden. Der Hüne ohne Gesichtszüge. Die zunehmende Dunkelheit. Die Augen im Sturm. "Meroe…" flüsterte Lara.

Lara war sich sicher, sobald nicht wieder einschlafen zu können, daher schlug sie die Bettdecke zurück und schwang die langen, schlanken Beine in einer anmutigen Bewegung aus dem Bett. Meroe. Der Name wollte ihr nicht aus dem Kopf gehen. Warum träumte sie ausgerechnet jetzt an die Pyramiden von Meroe? Die uralten Bauten im Sudan hatten schon lange Zeit keine Rolle mehr auf ihren abenteuerlichen Reisen gespielt und sie konnte sich auch nicht daran erinnern, jüngst etwas darüber gelesen zu haben, was die nächtliche Assoziation hätte wecken können. Für einen kurzen Moment spielte sie mit dem Gedanken, in ihr Arbeitszimmer zu gehen und einige Nachforschungen anzustellen, doch dann entschied sie anders.

Bevor sie irgendetwas anderes tun würde, brauchte sie zunächst eine Erfrischung. Einige Bahnen in ihrem Außenpool zu schwimmen würde sie sicher von Hitze und Schweiß befreien und vielleicht würde auch der Traum dann verblassen. Sie nahm einen Bikinistring aus dem Schrank und zog ihn an, auf ein Oberteil verzichtete sie hingegen, denn außer ihr und ihrem Butler Winston war das Anwesen menschenleer. Die heiße Archäologin warf sich einen seidenen, hauchdünnen Morgenmantel über, den sie um die schmale Taille zuband. Der obere Teil des filigranen Kleidungsstücks wölbte sich - fast bis zum Zerreißen gespannt - über ihren prallen Brüsten und Lara bot eine sehr anschauliche Silhouette, als sie durch das nur vom Mondlicht beleuchtete Anwesen ging.

Gerade als sie den Korridor, der von ihrem Schlafzimmer zur Galerie über der Eingangshalle halb passiert hatte, hörte sie einen dumpfen Laut und danach eine leise zischende Stimme. Lara blieb stehen und lauschte in die Dunkelheit. Waren einige dreiste Einbrecher am Werk? Ein Lächeln umspielte Laras sinnliche Lippen, als sie an diese Möglichkeit dachte. So sehr sie es missbilligte, ungebetenen Besuch zu bekommen, der ihre wertvollen Fundstücke und Relikte durchstöberte, so würde sie es doch genießen, einigen Dieben eine Lektion zu erteilen. Das wäre zwar nicht die Art von Erfrischung, die sie zunächst im Sinn gehabt hatte, doch konnte das nächtliche Schwimmen auch noch warten und einem guten Adrenalinkick gab Lara jederzeit den Vorzug.

Leise schlich sie weiter und spähte von der Galerie in die ausladende Eingangshalle. Das Mondlicht fiel durch die Fenster und das Oberlicht und tauchte die Szenerie in einen fahlen, blauen Schein. Niemand war zu sehen, doch aus einem angrenzenden Raum drang ein schwacher Lichtschimmer. Dort lag Laras Salon, in dem sie gewöhnlich die wenigen Gäste empfing, die sie einlud oder zumindest duldete. Lautlos huschte Lara die Treppe hinunter, die von der Galerie in den Halle führte, durchquerte den großen Raum und erreichte die Wand neben der Tür zum Salon. Vorsichtig warf Lara einen Blick hinein.

Was sieht Lara?

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